Rezension zu "Zwischen Ebbe und Wut" von (Marion Brunet aus dem Fischer Sauerländer Verlag)
Meine Meinung:
Mit "Zwischen Ebbe und Wut" erzählt Marion Brunet einen packenden Jugendthriller, über Neid, Blendung, und Liebe.
Eine Leiche, ein Segelboot und ein Sturm.
Als der regungslose Körper neben dem Rumpf des Segelbootes auftaucht, schreit niemand. Keiner von uns. Als könnten wir es nicht begreifen, als könnten wir durch unsere Nicht-Reaktion das Geschehene ungeschehen machen: dass eine Leiche an die Oberfläche getrieben ist. Die Leiche unseres Freundes, um genau zu sein.
Beim Anblick von Clarences Leiche wird Emma klar, dass der schöne Segeltörn, den sie und ihre Freunde geplant hatten, zu einem Albtraum geworden ist. Sie können keinen Kontakt zur Küstenwache aufnehmen, und ohne ihren charismatischen Anführer Clarence ist die Gruppe zersplittert. Und dann treten immer mehr Geheimnisse ans Licht. Und während der Sturm tobt und die Angst wächst, führen Emmas Erinnerungen uns zur Wahrheit über das, was geschehen ist.
Vier Freunde die Gefangenen auf einem Segelboot in einen Sturm geraten und ums Überleben kämpfen.
Das beklemmende Sitting auf hoher See Gefangenen auf engsten Raum ist hier sehr gut gewählt. Der bildhafte Schreibstil fängt die Atmosphäre perfekt ein.
Die Handlung setzt mitten in der Geschichte ein, und springt dann an den Anfang zurück. Nach und nach erfahren wir, wie es zu dem Folgenschweren Segeltörn und Tod von Clarences kam.
Wir tauschen immer tiefer in die Geschichte und die Freundschaft der Clique ein, und lernen die Protagonisten immer besser kennen.
Die Handlung aus Vergangenheit und Gegenwart aus der Perspektive von Emma erzählt. Sie ist eine junge Frau, die für die ihre Freunde gleichermaßen die Familie ist.
Doch der Schein der Gruppe trügt.
Der Autorin zeigt hier authentisch, gefährlich Neid, Blendung und Eifersucht werden können. Auch die Protagonisten sind authentisch und facettenreich gezeichnet. Jeder von ihnen hat sein Päckchen zu tragen.
Die Dramatik ist von Anfang an da und und steigte sich im Verlauf noch. dennoch gab es zwischenzeitig gerade bei den Geschehnisse in der Vergangenheit, leider ein paar Stellen bei denen die Spannung etwas abflachte, was ich sehr schade fande.
Auch Auflösung hinsichtlich des Mordes, und des Täters war für mich leider vorhersehbar.
