Liebe LeserInnen,
unser zweites #bookstagram-Magazin ist da!
Der Mai ist der Monat, in dem die Welt endlich wieder atmet – die Luft ist weich, die Tage werden länger, und zwischen den Seiten eines Buches findet man plötzlich genau das, wonach man sich gesehnt hat: Geschichten, die leise sind, aber nicht stumm. Geschichten, die von Verbindungen erzählen, die tragen, selbst wenn sie brüchig wirken. Genau diese Stimmung haben wir für diese Ausgabe eingefangen, in der es um Freundschaft geht, die wie ein unsichtbares Netz hält, um Selbstfindung, die sich zwischen Zweifeln und kleinen Triumphen entfaltet, und um emotionale Herausforderungen, die man am liebsten mit jemandem teilen würde – oder vielleicht gerade nicht.
Luisa und Finn in Sommerliebe im kleinen Eisladen am Meer kennen sich seit einer Ewigkeit, und doch ist da diese eine Enttäuschung, die zwischen ihnen steht wie ein unsichtbarer Vorhang. Julia Rogasch erzählt von Ferientagen auf Sylt, an denen die Sonne alles ein wenig leichter macht – selbst die Dinge, die man eigentlich klären müsste. Manchmal braucht es genau diese Momente am Meer, in denen die Zeit stillzustehen scheint, um zu verstehen, dass Freundschaft nicht perfekt sein muss, um zu halten.
Ganz anders, aber genauso berührend, ist Ein Hund namens Katze von Tomi Kontio. Ein Bilderbuch, das wie ein modernes Märchen beginnt und doch so viel mehr ist: eine Geschichte über Einsamkeit, die einen Namen trägt, und über Freundschaft, die ein Zuhause schenkt. Manchmal reicht ein einziger Blick, ein gemeinsames Schweigen, um zu spüren, dass man nicht allein ist. Und genau das macht dieses Buch so besonders – es flüstert, statt zu schreien, und bleibt doch lange im Gedächtnis.
In Cornelia Travniceks Ich erzähle von meinen Beinen begegnen wir einem Leben, das von außen betrachtet perfekt wirkt – wie ein ordentlich gedeckter Tisch. Doch zwischen Hochwasser und Gedankenflut merkt man schnell: Selbstfindung ist kein gerader Weg, sondern ein Labyrinth aus Zweifeln und schiefen Alltagsmomenten. Travnicek schreibt so nah am Leben, dass man manchmal vergisst, dass es Fiktion ist. Ihre Worte sind wie ein Spiegel, in dem man sich selbst wiedererkennt – mit all den Rissen und Kanten.
Und dann ist da noch Ellie in Starfish von Lisa Fipps, elf Jahre alt und müde vom Kämpfen. Müde von Diäten, von Regeln für „dicke Mädchen“, von Worten, die verletzen. Doch in dieser Geschichte geht es nicht um das, was andere sagen, sondern um das, was Freundschaft wirklich bedeutet: bedingungslos. Fipps schreibt mit einer solchen Wärme, dass man Ellies Schmerz spürt – und gleichzeitig ihre Stärke. Es ist ein Buch, das man am liebsten sofort weitergeben würde, weil es so wichtig ist.
Der Mai ist der Monat der leisen Geschichten. Der Geschichten, die man nicht laut vorlesen muss, um ihre Kraft zu spüren. Die man einfach in der Hand hält, während die Sonne durchs Fenster fällt, und die einen noch lange begleiten, wenn das Buch längst zugeklappt ist. Diese Ausgabe ist genau dafür da: um euch Geschichten zu schenken, die tragen.
Liebe Grüße und gute Lesestunden wünscht euch,
Peter von productive-books
Echt, ehrlich und von uns gelesen: Engagierte Buchblogger durchforsten jeden Monat die Neuerscheinungen nach den Titeln, die wirklich hängen bleiben. Hier findest du keine PR-Texte, sondern persönliche Empfehlungen für dein nächstes Lese-Highlight.
Das Debüt von Reinhard Gold Berger erzählt eine herzzerreißende Lovestory.
Maxime erwacht aus dem Koma und begibt sich auf die Reise zu den Orten an dem er sich seine Erinnerungen erhofft. Und sie kommen mit jeden weiteren Schritt zurück.
Der Schreibstil hat mir sehr gefallen. Flüssig, voller Emotionen, mit Zeitwechsel die einige Jahre beinhalten aber auch Coming Out. Maxime selbst ist ein sehr sensibler Mensch welcher sich die große Liebe wünscht aber gleichzeitig Angst hat enttäuscht zu werden. Es wird auf jeden Fall romantisch, seichte Abstecher in die BDSM Szene ohne zu dick aufzutragen und ein Hauch Crime. Eine gelungene Mischung.
Zwei Sachen haben mir aber nicht so gefallen. Zum einen das ständige anreden mit den Namen und diverse Nebencharaktere die „Fehler gemacht haben“ und nach Jahren, ohne Gründe, mit mal wieder auf der Matte stehen. Trotzdem ein tolles Debüt.
Klappentext
Kann man jemanden lieben, an den man sich nicht erinnert? Ein emotionaler Gay Romance Roman über verlorene Erinnerungen, große Gefühle und die Hoffnung auf eine zweite Chance. Maxime erwacht in einer fremden Welt. Ohne Erinnerung. Ohne Anhaltspunkt. Nur ein Bild brennt sich in sein Bewusstsein: ein Augenblick mit dem Mann, den er liebt. Auf der Suche nach der Wahrheit stößt er auf Geheimnisse, die ihn an sich selbst zweifeln lassen. Warum hat er all das vergessen? Wer ist der Mann, der ihn nachts in seinen Träumen besucht und was ist zwischen ihnen geschehen? Je tiefer Maxime in seine Vergangenheit eintaucht, desto mehr wächst die Angst: Was, wenn die Wahrheit sein Herz ein zweites Mal bricht? Doch manche Erinnerungen lassen sich nicht für immer begraben. Und manche Lieben überdauern selbst die dunkelsten Stunden. Für Fans von emotionaler MM Romance, Coming Out, innerer Zerrissenheit und der Liebe, die bleibt.
Merles mystische Abenteuer Das Lied der Gottesklage (Stephanie Domaschke)
Merle viertes Abenteuer muss sie nicht erst suchen denn es kommt zu ihr …. wie auch leider der Ärger den sie wie magisch anzieht. Ihr Lehrer Herr Griffel hat es auf sie abgesehen und mit Marvin gerät sie auch aneinander. Der einzige der ihr immer treu zur Seite steht ist Felix. Na ja … Hormone spielen bei den Teenager auch eine Rolle und so überschlagen sich die Ereignisse. Im Mittelpunkt hier steht eine sorbisch-wendische Sagengestalten „Die Gottesklage“ welche die Jugendlichen mehrfach versucht zu warnen. Als sie es dann endlich begreifen ist es schon fast zu spät.
Ein tolles Abenteuer mit den ersten romantischen Gefühlen, gesundem moralischen Kompass, Freundschaften und Gefahr. Auch die Gefahren die das Internet darstellt werden thematisiert.
Der Schreibstil war flüssig, die Charaktere liebevoll und eigensinnig, Gefühlschaos inklusive und jede Menge mystische Szenen. Ein wundervoller vierter Teil.
Klappentext
Als Herr Griffel, Merles ungeliebter Lehrer, ins Visier eines anonymen Racheengels gerät, ist sie zunächst entzückt: Endlich erfährt die Welt, was für ein Fiesling er ist. Doch die Sache läuft schnell aus dem Ruder, als Griffels Verdacht auf Merle fällt. Die ist fest entschlossen, ihre Unschuld zu beweisen. Nur muss sie dafür erst herausfinden, wer es wirklich war. Kann die körperlose Stimme, die sie nachts im Dorf hört, ihr dabei helfen? Und welches Geheimnis verbirgt ihr Bruder Adrian, der sich immer weiter von ihr und der Familie entfernt?
In Al-Lucants Schatten (S.P.Pepper)
Mira, Jerad, Cadrik und Durak haben eine wundervolle Freundschaft. Nach ihrem schweren Verlust im dritten Teil versuchen sie ihr Leben weiter zu leben. Jeder auf seine Art. Besonders Jerad trifft es hart. Er ist kein Kämpfer und doch steht er seinen Freunden bei dem Angriff zur Seite. Seine Greifin spielt ebenfalls eine wichtige Rolle aber ab einen bestimmte Punkt läuft alles schief. Was passiert mit einem wenn man das erste mal einen Menschen tötet… besonders Unschuldige. Jerad und Mira gehen bis an ihre Grenzen und darüber hinaus. Die Schuld trifft besonders hart. Ein sehr emotionaler Teil der die Seele in tausend Splitter zerspringen läßt. Eine Geschichte über Freundschaft, Liebe und die Hoffnung auf ein besseres Lieben. Wenn man der Story vom ersten Teil an folgt lernt man die Charaktere lieben. Selbst Rabe hat mit seiner Art als Anführer und Gefährte der Story den nötigen Touch gegeben der einfach dazu gehört. Der Schreibstil was flüssig und unterhaltsam. Vom ersten Teil an passiert hier so unglaublich viel. Es ist rasant, spannend, voller Höhen und Tiefen, Freude und Tränen, verlieren und gewinnen. Eine mega gute Fantasy Reihe mit nur für Jugendliche.
Klappentext
Teil 4 der emotionalen und packenden Fantasy-Serie ist da.
Yerads Schmerz hatte sich verändert. In den ersten Tagen war er wie ein Messer gewesen, das jemand ohne Vorwarnung in seinen Leib gerammt hatte. Nun fühlte sich Yerad eher, als hätte er einen zu starken Schlag gegen den Schädel bekommen: ein bisschen benebelt, eine dumpfe Übelkeit. Er funktionierte zwar beinahe wie vorher, aber eben nicht ganz.
Die Rebellen Al-Lucants sind bereit: Sie werden der grausamen Herrschaft des Kalifen ein Ende setzen – oder bei dem Versuch sterben.
So lange haben sie auf diesen Moment hingearbeitet, doch die Zweifel der Freunde werden lauter. Wie sollen sie es mit einer derart überschaubaren Gruppe schaffen, den mächtigsten Mann Al-Lucants zu töten? Wen werden sie noch verlieren?
Was dann allerdings wirklich bei dem Angriff geschieht, hätte keiner von ihnen erwartet, und die Freunde müssen eine folgenschwere Entscheidung treffen.
Lese-Reihenfolge der Bücher:
Band 1: In Al-Lucants Schatten – Entrissen
Band 2: In Al-Lucants Schatten – Verbunden
Band 3: In Al-Lucants Schatten – Entfesselt
Band 4: In Al-Lucants Schatten – Verloren
Band 5: In Al-Lucants Schatten (Finale erscheint Ende 2025 oder Anfang 2026)
Monster und Ihre Anwälte (Royce Buckingham)
Daniel Becker, ein Protagonist welcher mir von der ersten Seite gleich ans Herz gewachsen ist, muss sich in diesem Teil viele unangenehme Situationen stellen. Allem voran ein nack‘iger pummeliger Liebesgott welcher ihn in seinen „Liebesdingen“ berät. Aber auch als Ex Mann, Ex Freund und Vater hat er es nicht leicht. Sein Kampf auf der Seite der Übernatürlichen ist hart und fordert Opfer doch mit Hilfe seiner Assistenzen bringt er seine Fälle erfolgreich vor Gericht.
Der Schreibstil war flüssig, spannend und unterhaltsam. Die Protagonisten außergewöhnlich, gefährlich, bekifft, liebenswürdig, gerissen und geheimnisvoll. Ein subtiler Humor und fantasievolle Monster runden das ganze noch ab und fesseln von der ersten Seite an. Die ersten beiden Teile lieben schon im Regal und ich freue mich den Beginn von Daniels Rechtsanwalt Karriere zu lesen.
Klappentext
Neue Fälle für Daniel Becker, dem Anwalt, dem die Monster vertrauen.
Monsteranwalt Daniel Becker muss nicht nur einen kiffenden Jungdrachen, der sich unversehens in Seattles Zoo wiedergefunden hat, zur Freiheit verhelfen. Er soll auch einen pummeligen Liebesgott davor bewahren, zurück nach Italien abgeschoben zu werden. Doch plötzlich findet sich Daniel selbst als Angeklagter vor Gericht wieder. Zu seinem Glück – oder Unglück? – erhält Daniel unerwartet Unterstützung von einem Vampir (die blutige, nicht die glitzernde Sorte) mit Jahrhunderten an Erfahrung als Strafverteidiger, aber auch mit ganz eigenen Zielen …
Daniel Becker ist der Anwalt, dem die Monster vertrauen. Wie es dazu kam, erfahren Sie in »Im Zweifel für das Monster«.
Das Flüstern eines Gottes (Andrea Ego)
In Urudan können sie nicht bleiben und so beginnt ihre Reise nach Egheneri, die Heimat von Nari. Mit neuen Verbündeten, Pläne die nicht funktionieren und außer Kontrolle geraten, dem verbotenen Gott Dromur, mit auferstandene Leichen und noch gefährlichere Gegner überschlagen sich die Ereignisse. Nari, die Kapitänin Enaell, Skadi und Ley verbindet mittlerweile eine Freundschaft die selbst Ley etwas von seinem Misstrauen abschütteln lässt. Doch kann er sich immer noch nicht richtig öffnen und vertrauen fassen. Seine Vergangenheit setzt ihm immer noch zu, doch Gefühle kann auch er nicht mehr leugnen. Als Skadi in Gefahr gerät merkt er erst wie wichtig sie ihm ist.
Die größte Veränderung macht hier Ley durch. Obwohl er Skadi für seine Zwecke benutzen will schleicht sie sich immer weiter in sein Herz. Die Geheimnisse um das Syl werden Stück für Stück enthüllt, die Portale bekommen immer mehr Bedeutung und die zwischenmenschlichen Beziehungen festigen sich. Es bleibt weiter mega spannend und den Protagonisten bleibt wenig Zeit zum Durchatmen. Rasant, unerwartete Wendungen, eine Prise Humor und Gefahren fesseln von der ersten Seite an. Ich bin auf den dritten Teil gespannt.
Klappentext
Drei Freunde, zusammengeschweisst durch das Schicksal, und eine düstere Macht, die sie zu entzweien droht.
Das Sýl ist in die Baumstadt Urudan zurückgekehrt. Doch die Ruhe währt nur kurz, die Stadt wird angegriffen. Skadi, Ley und Nari schaffen es auf das letzte auslaufende Schiff. In Naris Heimat Egheneri gerät die Ordnung ebenfalls ins Wanken: Die Prinzessinnen wurden entführt. Als auch Nari verschleppt wird, beginnt für die Freunde ein Wettlauf gegen die Zeit, denn die Gegner schrecken vor nichts zurück, um Nari ihren Willen aufzuzwingen.
»Das Flüstern eines Gottes« ist der zweite Teil einer siebenbändigen High-Fantasy-Saga voller Magie, Spannung und Geheimnisse!
Eierlikör und Bienenstich - Kerstin Mohr
Eine Hunsrücker Honigmesse soll stattfinden und die Vorbereitungen laufen bereits. Bislang ist alles friedlich, bis anonyme Briefe auftauchen und kurz darauf ein Mord geschieht. Anneliese und Loni wittern einen neuen Fall und beginnen prompt mit ihren Ermittlungen. Selbst Anneliese erhält einen Drohbrief. Ein Verdächtiger ist zunächst nicht in Sicht.
Dies ist bereits der vierte Fall für die charmanten Seniorinnen. Bereits die Planungen für die Messe verlaufen alles andere als ruhig. Als dann auch noch ein Mord passiert, sind Anneliese und Loni sofort zur Stelle und fangen an, auf ihre eigene Art zu ermitteln, und zwar bei Eierlikör und Bienenstich. Es gibt einige Verdächtige, und ich habe mitgerätselt, wer ein Motiv haben könnte. Besonders hervorzuheben sind die beiden Damen Anneliese und Loni. Sie sind sehr sympathisch und wirken authentisch.
Fazit: Es handelt sich um einen soliden, unterhaltsamen Krimi aus dem Hunsrück mit Charme. Im Mittelpunkt stehen die sympathischen Seniorinnen Anneliese und Loni, die man sofort ins Herz schließt. Perfekte Lektüre, warmherzig und humorvoll erzählt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4 Sterne
Rosalie und der blutige Pfeil - Heiko Kohfink
Der Krimiclub findet sich zu einem Outdoor-Event auf einem Bogenschießplatz ein. Dort entdeckt Rosalie einen Pfeil, der mit Blut befleckt ist. Sogleich machen sich die Seniorendetektive Rosalie und Gustav ans Ermitteln. Doch je tiefer sie in die Sache eintauchen, desto mehr geraten sie in außergewöhnliche Situationen, sehr zum Leidwesen des Lukas Eisele.
In diesem zweiten Teil bringt der Autor seine Rentnerdetektivin erneut in die Handlung, und es dauert nicht lange, bis Rosalies und Gustavs kriminalistisches Gespür geweckt wird. Was anfangs wie ein Rätsel erscheint, verwandelt sich nach und nach zu einem spannenden Fall, bei dem lange unklar bleibt, ob tatsächlich ein Verbrechen begangen wurde. Mit viel Neugier, Mut und einer gehörigen Portion Engagement machen sie sich daran, die Hintergründe aufzudecken. Dabei bringen sie sich wieder in gefährliche Situationen. Rosalie wäre allerdings nicht Rosalie, wenn sie sich davon abschrecken ließe. Gustav unterstützt sie wie gewohnt mit seiner ruhigen Art, sodass das Duo als Ermittler hervorragend harmoniert. Auch diesmal beweist Rosalie, dass sie nicht nur mutig, sondern auch klug ist, denn mit Einfallsreichtum gelingt es ihr, dem Täter auf die Schliche zu kommen.
Fazit: Der Krimi überzeugt durch eine gelungene Mischung aus Spannung und Humor. Der dezente schwäbische Dialekt ist leicht verständlich, und ein hilfreiches Glossar am Ende des Buches bietet Übersetzungen. Es ist eine unterhaltsame Geschichte mit liebenswerten Charakteren, die Lust auf mehr macht. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne.
Meine tote Schwester - Catherine Shepherd
Mias Schwester verstarb vor elf Jahren im Haus nebenan. Verlassene Orte faszinieren ihre Freundin Charlotte, so auch das leerstehende Haus, in dem Mias Schwester gestorben ist. Das wird ihr bald zum Verhängnis. Jetzt zieht Nora zusammen mit ihrem Sohn Lukas dort ein, und die Gerüchte über einen angeblichen Mord, den er verübt haben soll, verbreiten sich rasch. Lukas wird sofort Ziel der Ermittlungen.
Bereits der Prolog hat mich begeistert, und diese hielt bis zum Schluss an. Die Handlung bleibt lange unvorhersehbar, sodass ich immer wieder eigene Theorien aufstellte, jedoch oft in die Irre geleitet wurde. Die kurzen Kapitel verstärken das hohe Tempo und sorgen dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Auch wenn die klassische Ermittlungsarbeit eher im Hintergrund bleibt, rückt dafür die beklemmende Atmosphäre in den Vordergrund. Besonders die Beschreibung der verlassenen Orte ist sehr eindrucksvoll.
Fazit: Dies ist der Beginn einer neuen Reihe, die vielversprechend beginnt. Von Anfang an wird spannend erzählt und es wird eine fesselnde Atmosphäre mit gelungenen Wendungen geschaffen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 5 Sterne
Kripo Sylt - Der Schrei der Möwe - Lea Jansen
„Wo das Meer schweigt – Ein tödliches Spiel auf Sylt.“
Die scheinbar friedliche Insel Sylt verwandelt sich in diesem Band in eine Bühne des Unheimlichen: Eine alte Frau wird grausam ermordet aufgefunden, ihre Tochter ist spurlos verschwunden – und der Täter bleibt beunruhigend still. Keine Forderungen, keine Hinweise, nur ein perfides Spiel, das die Ermittler zunehmend in seinen Bann zieht.
Für Nele Petersen und Ole Schiller beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, der sie tiefer und tiefer in ein Geflecht aus Lügen, Angst und verborgenen Motiven führt. Mit jedem Schritt verdichtet sich die Bedrohung, mit jedem Hinweis wächst die Gewissheit, dass der Täter näher ist, als ihnen lieb sein kann. Als eine weitere junge Frau verschwindet, kippt die angespannte Suche endgültig in einen Albtraum, der keinen Raum mehr für Fehler lässt.
Lea Jansen erzählt diese Geschichte in einer Sprache, die zugleich klar und von leiser Poesie durchzogen ist. Die Nordseeküste wird dabei mehr als nur Kulisse: Wind, Wellen und das flirrende Licht über den Dünen scheinen die Ereignisse zu begleiten, als würden sie die düsteren Geheimnisse selbst mit sich tragen. Diese besondere Atmosphäre verbindet sich mit einer straff geführten Handlung, die den Leser unaufhaltsam durch die Seiten treibt.
So entsteht ein Küstenkrimi, der nicht nur durch Spannung überzeugt, sondern auch durch seine dichte, fast märchenhaft-düstere Stimmung. Ein leiser, stetig wachsender Sog, der schließlich in einem überraschenden Finale mündet.
🪼🪼🪼🪼🪼 | 5
Bei Kirmes Mord - Susanne Arnold
Henriette Bachmann ist nicht gerade beliebt in Immenberg. Sie plant nicht nur, die anstehende Kirmes zu boykottieren, sondern verursacht auch Schwierigkeiten für eine Bäckerei und viele andere. Rita ist die Vorsitzende von den Schönen Tönen und kann es nicht ertragen, dass die Kirmes nicht stattfindet soll. Kurz darauf wird Henriette tot aufgefunden. Gemeinsam mit ihren Freundinnen Regine und Daniela beginnt Rita mit den Ermittlungen. Sie stoßen auf zahlreiche Verdächtige.
Rita steht dabei gleich vor zwei Herausforderungen, denn neben den Ermittlungen muss auch noch ein neuer Dirigent für den Musikverein gefunden werden. Beides bringt einige Verwicklungen und humorvolle Situationen mit sich. Wie schon in den vorigen Büchern liegt auch hier deutlich der intensive Blick auf den Charakteren und ihrem Miteinander. Das verleiht dem Krimi eine sympathische und authentische Note, auch wenn die Spannung sich nur langsam aufbaut. Die Zweitnamen bereiteten mir ein wenig Mühe. Die Kombination aus Krimi und Vereinsleben ist besonders gelungen. Man merkt, dass die Autorin ihre eigenen Erfahrungen einbringt, was die Beschreibung des Musikvereins sehr glaubwürdig erscheinen lässt.
Fazit: Es ist ein unterhaltsamer Krimi mit viel Atmosphäre und liebevoll gezeichneten Figuren. Der Humor lockert die Geschichte immer wieder auf und der Dialekt bleibt angenehm dezent und gut verständlich. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4, 5 Sterne
Liebesrausch - Charlotte von Feyerabend
„We do not see things as they are, we see them as we are.“ – Anaïs Nin
„Das Schreiben ist das Einzige, was den Ungereimtheiten im Leben Sinn einflößen kann…“
Charlotte von Feyerabend lässt uns in „Liebesrausch“ in die Pariser Welt um das Jahr 1931 eintauchen und erzählt uns autobiografisch das „ungezügelte und skandalumwitterte Liebesleben“ der beiden Schriftsteller Anaïs Nin und Henry Miller. Anaïs versucht das Leben mit alle ihren Sinnen auszukosten: „Die Welt entdeckte ich am liebsten zwischen den Deckeln eines Buches. Bücher konnten diese Leere in mir ausfüllen, die mich immer wieder von innen heraus aufzufressen drohte.“ An ihr haftet eine „klebrig-süße Melancholie“; Henry jedoch berauscht sie und bringt Leichtigkeit in ihr Leben: „Spaß und Leichtigkeit. Und das brauchte man, um sich lebendig zu fühlen. Leichtigkeit.“ Durch die Zerrissenheit ihrer Persönlichkeit wirkt sie verloren, sucht Zuflucht, glaubt dass Henry und sie ein Geist eint, der in zwei Körpern wohnt. Doch während die beiden das Leben mit allen Sinnen zu fassen versuchen, führt Anaïs auch ein konventionelles Parallelleben mit ihrem Ehemann Hugo: „Mancher findet sein Herz nicht eher, als bis er seinen Kopf verliert.“ Die Autorin versteht es, die „Innenwelt ihrer Protagonisten zu erleuchten“ und ihr Schreibstil ist kreativ und bildgewaltig. Henry vergöttert Anaïs geradezu: „Mit ihren dunklen, unendlichen Augen, die an Märchen aus Tausendundeine Nacht erinnerten, vermischt mit Kakao, Lakritze einer Prise Zimt.“ Er liebt Paris und lässt seiner Fantasie freien Lauf, schlenderte durch die Gassen „so dass ihn frei umher schwebende Geschichten finden konnten. …Es gab bereits genug Schatten und Regenphasen in seinem Leben, über die er schreiben konnte…“ Auch er ist gefangen in seinen grenzenlosen Exzessen: „Sagte nicht André Gide, es sei besser für das, was man ist, gehasst zu werden, als für das, was man nicht ist, geliebt zu werden.“ Anaïs verarbeitet ihre emotionale Hemmungslosigkeit in ihren Tagebüchern, in die uns faszinierende Einblicke gewährt werden und es stellt sich einmal mehr die Frage: „Wie weit darf die eigene, ungezügelte Leidenschaft gehen?“
„Und wollen wir nicht als Leser in die Erfahrungswelt anderer eintauchen, umso quasi die Möglichkeit zu haben, mehrere Leben leben zu können…“
❤️❤️❤️❤️❤️ | 5
Sommerliebe im kleinen Eisladen am Meer - Julia Rogasch
Luisa verbringt ihre Ferien regelmäßig mit ihren Eltern auf Sylt und kennt Finn seit ihrer frühen Kindheit. Beide erhalten eine Einladung von Ellen und genießen fröhliche Tage in ihrer Gesellschaft. Finn hat Luisa in der Vergangenheit enttäuscht, und sie nähern sich nun langsam an. Nach dem Tod von Ellen erben die beiden den Eisladen, jeweils zur Hälfte. Allerdings hat Finn andere Absichten, und Luisa merkt, dass ihre Gefühle für ihn nach wie vor stark sind. Werden sie erneut zueinanderfinden?
Der Roman erzählt eine gefühlvolle Geschichte über zweite Chancen und alte Gefühle, die nie ganz verschwunden sind. Nach längerer Zeit treffen Finn und Luisa erneut aufeinander, und bald zeigt sich, dass zwischen ihnen weiterhin eine besondere Beziehung besteht. Luisa spürt sofort, wie sehr Finn ihr Herz bewegt. Finn trägt ein Geheimnis mit sich, das ihn davon abhält, sich auf eine Beziehung einzulassen. Gleichzeitig stehen beide vor einer wichtigen Entscheidung. Die Trauer um Ellen liegt noch schwer auf ihnen.
Fazit: Es ist eine schöne Liebesgeschichte mit dem besonderen Flair von Sylt. Eine lockere und leichte Geschichte, die dennoch berührt und zum Träumen einlädt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4 Sterne
Ich erzähle von meinen Beinen - Cornelia Travnicek
„Zwischen Hochwasser und Gedankenflut…“
Mit „Ich erzähle von meinem Beinen“ erschafft Cornelia Travnicek einen Roman, der leise beginnt und doch in einem Sturm aus Gedanken, Zweifeln und schiefen Alltagsmomenten mündet.
Wallys Leben wirkt von außen betrachtet wie ein ordentlich gedeckter Tisch: ein Ehemann, eine Tochter, ein Haus, sogar Laufenten im Garten. Alles scheint seinen Platz zu haben. Und doch kippt das Bild. Denn unter der glatten Oberfläche tobt ein inneres Gewitter. Gedanken flackern auf, reißen ab, springen weiter. Aufgaben beginnen – und zerfallen. Der Alltag fühlt sich an wie ein Drahtseilakt mit brennenden Fackeln in beiden Händen.
Als bei ihrer Tochter ADHS diagnostiziert wird, beginnt Wally, sich selbst mit neuen Augen zu sehen. Ihre eigene Unruhe, das Zersplittern der Konzentration, die irrwitzigen Ängste – Zufall? Erschöpfung? Oder etwas, das schon immer da war? Heimlich nimmt sie die Tabletten ihrer Tochter, gibt dem Kind stattdessen harmlose Vitamine. Ein Tausch, der Kreise zieht. Währenddessen gleitet ihr eigenes Leben langsam aus der Balance – bis sie schließlich zusammenbricht. Krankenhaus. Hochwasser. Ausnahmezustand. Und die Frage, was schlimmer ist: die Flut im Haus oder die Flut im Kopf.
Travnicek erzählt davon mit einer eigentümlichen Leichtigkeit. Humor blitzt auf, wo eigentlich Überforderung wohnt. Man schmunzelt – und erschrickt im selben Moment. Denn hinter der Komik liegt eine tiefe Ernsthaftigkeit: das Ringen einer Frau zwischen Mental Load, Mutterschaft, Burnout und der späten Ahnung einer Neurodivergenz.
Formal wird der Roman selbst zum Spiegel dieses Zustands. Kurze Absätze. Abgebrochene Gedanken. Weiße Seiten. Sätze, die sich überschlagen oder einfach … enden. Als würde der Text selbst nicht stillsitzen können. Beim Lesen spürt man die innere Unruhe, beinahe körperlich. Es ist anstrengend. Und genau darin liegt seine Kraft.
Und irgendwo zwischen Überforderung und Erkenntnis liegt sie plötzlich da – diese leise Möglichkeit von Erlösung.
Vielleicht ist es kein Entweder-oder…
Vielleicht ist es ein Sowohl-als-auch…
Und vielleicht wird alles vielleichter…
🦵🏻🦵🏻🦵🏻🦵🏻🦵🏻 | 5
Minecraft - Finde den Creeper (Stephanie Milton, Thomas McBrien)
Minecraft
Finde den Creeper
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✏️ Stephanie Milton, Thomas McBrien
🎨 Mr Misang ( @mrmisang )
📚 Schneiderbuch Verlag ( @schneiderbuchverlag )
💭 Wimmelbuch
🔢 ab 5 Jahren (Empfehlung des Verlags)
📖 40 Seiten
💶 14,00€
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👀 Klappentext – siehe Foto auf meinem Instagram-Kanal
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✨ meine Meinung:
Eure Kids sind aus dem Wimmelbuch-Alter raus? Sie sind im Minecraft-Fieber? Dann ist dieses Buch genau das Richtige! Denn für Kids, die dem Wimmelbuch entwachsen sind, dafür im Minecraft-Fieber sind, ist dieses Wimmelbuch genau das Richtige, um den Wimmelspaß noch einmal aufleben zu lassen. Mit kurzen Texten lädt dieses Buch dazu ein, in die Minecraft-Welt einzutauchen und Creeper, Hexe, Endermann und Co. zu suchen. Dabei sind die Wimmelseiten super ansprechend gestaltet und weckt damit auch noch Bau-Ideen, die die Kids versuchen können umzusetzen.
Nicht nur den Kids, auch mir hat es richtig Freude bereitet, die verschiedenen Figuren aufzuspüren und das, obwohl ich persönlich mit Minecraft nicht viel anfangen kann. Aber die Kids lieben es und so lieben sie auch dieses Buch. Während sie anderen Wimmelbüchern bereits entwachsen sind und nur zu ihnen greifen, wenn jüngere Kinder zu Besuch kommen, wird dieses Buch immer und immer wieder aus dem Regal geholt – oder gar nicht mehr zurück gestellt.
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💕 Empfehlung:
Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die auf der Suche nach einem Wimmelbuch sind, das sich selbst für größere Kinder noch wunderbar eignet, vor allem, wenn sie dem Minecraft-Fieber verfallen sind.
Die kleine Schnecke Monika Häuschen - Einfach doof gelaufen! (Kati Naumann)
Die kleine Schnecke Monika Häuschen
Einfach doof gelaufen!
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✏️ Kati Naumann ( @katinaumann )
🎨 Barbara Fisinger ( @barbarafisinger )
📚 Schneiderbuch Verlag ( @schneiderbuchverlag )
💭 Bilderbuch über miese Laune und den Umgang damit
🔢 ab 4 Jahren (Empfehlung des Verlags)
📖 32 Seiten
💶 14,00€
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👀 Klappentext – siehe Foto auf meinem Instagram-Kanal
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✨ meine Meinung:
Wer die Bücher der kleinen Schnecke Monika Häuschen mag, und auf der Suche nach einem Buch für etwas jüngere Kinder ist, wird hier fündig.
Dieses wunderschön illustrierte Bilderbuch erzählt die Geschichte von Monika Häuschen und ihren Freunden Schorsch und Herr Günter. Dabei dreht es sich hier um den Regenwurm Schorsch, der einen wahren Pechtag hat. Alles geht schief und nichts mag ihm gelingen. Da hilft es nur, allein zu sein und den Tag zu überstehen. Doch das können Monika und Herr Günter natürlich nicht zulassen. Nachdem sie Schorsch etwas Zeit eingeräumt haben, überzeugen sie ihn, dass der Tag ein guter Tag werden kann, wenn sie etwas gemeinsam unternehmen. Und so kommt es auch. Ein Glück sind die Freunde immer füreinander da.
Dabei zeigt die Geschichte ganz wunderbar, wie es ist, wenn ein Tag einfach doof ist und man kann gar nicht anders, als mit Schorsch mitzufühlen. Wie seine Freunde ihm die Zeit geben, die er benötigt und trotzdem für ihn da sind und ihm schließlich helfen, aus dem Pechtag einen Glückstag zu machen, gefällt mir dabei besonders gut, weil es, wie ich finde, wahnsinnig viel Empathie vermittelt.
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💕 Empfehlung:
Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die auf der Suche nach einem Bilderbuch von Monika Häuschen sind, das noch dazu ganz wunderbar vermittelt, wie wertvoll gute Freunde sind und dass mit ihnen selbst ein Pechtag zum Glückstag werden kann.
Ein Hund namens Katze - Tomi Kontio
„Wenn Einsamkeit einen Namen trägt – und Freundschaft ein Zuhause schenkt.“
Mit „Ein Hund namens Katze“ erschafft Tomi Kontio ein modernes Märchen, das leise beginnt und doch lange nachklingt– wie ein Flüstern, das sich tief im Herzen festsetzt.
Im Zentrum des Auftakts der fünfbändigen Reihe steht ein kleiner Welpe, der von seiner Mutter „Katze“ genannt wird – ein Name, der Stärke und Unabhängigkeit verspricht, während in ihm selbst jedoch vor allem eines wohnt: Einsamkeit. Erst die Begegnung mit dem eigenwilligen Mann namens Marder öffnet eine Tür in eine andere Welt – eine Welt, in der Nähe möglich wird und Fremdheit nicht länger trennen muss.
Die Geschichte entfaltet sich behutsam, beinahe scheu, und gerade darin liegt ihre Kraft. Ohne laute Worte erzählt sie von Identität, vom Anderssein und von der stillen Sehnsucht, irgendwo dazuzugehören. Es ist ein Wandern durch zarte Gefühlslandschaften, in denen Schmerz und Hoffnung eng beieinander liegen – wie Schatten und Licht in einem alten Märchenwald.
Besonders eindrucksvoll ist das Zusammenspiel von Text und Bild: Die Illustrationen von Elina Warsta tragen die Geschichte weiter, wo Worte enden. Sie verleihen der Einsamkeit eine sichtbare Form, lassen Stille greifbar werden und machen selbst kleinste Regungen der Figuren spürbar. So entsteht eine Atmosphäre, die gleichermaßen tröstlich wie melancholisch ist.
Was zunächst wie ein Kinderbuch erscheint, entpuppt sich als zeitlose Erzählung für alle Altersstufen. Denn hinter der sanften Oberfläche verbirgt sich eine stille Tiefe, die berührt, ohne sich aufzudrängen. Es ist ein Buch über Mut und Vertrauen, über das fragile Glück der Freundschaft – und darüber, wie heilsam es sein kann, jemanden zu finden, der bleibt.
„Ein Hund namens Katze“ ist ein leises Juwel: warmherzig, klug und von einer poetischen Zartheit, die noch lange nach dem letzten Bild weiterlebt.
🐶🐶🐶🐶😸 | 5
Mo muss mal! (Jochen Till)
Mo muss mal!
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✏️ Jochen Till ( @jochentill )
🎨 Larisa Lauber
📚 Loewe Verlag ( @loewe.kinderbuch )
💭 Lustiges Bilderbuch über das Aufs-Klo-gehen
🔢 ab 3 Jahren (Empfehlung des Verlags)
📖 32 Seiten
💶 15,00€
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👀 Klappentext – siehe Fotos auf meinem Instagram-Kanal
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✨ meine Meinung:
Was ein süßes Buch. Allein optisch ist dieses Buch einfach absolut einladend und auch die Geschichte ist einfach toll. Faultier Mo muss ganz dringend aufs Klo. Aber nicht nur, dass ein Faultier sowieso schon so lange braucht um bis zum Klo zu kommen, nein, auf dem Weg dorthin begegnen Mo auch noch so viele spannende Dinge und seine Hilfe wird gefragt. Dabei vergisst Mo total, dass er eigentlich ganz dringend auf Klo muss, bis er es kaum noch einhalten kann.
Durch diese Geschichte wird für Erwachsene ganz toll greifbar, wieso Kinder manchmal so trödeln, bis sie es tatsächlich aufs Klo schaffen, was ich persönlich ganz wunderbar finde, weil wir das tatsächlich meist nicht ganz nachvollziehen können.
Und auch für Kinder wird so vielleicht sichtbar, wieso der Gang zum Klo manchmal so lange dauert.
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💕 Empfehlung:
Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die auf der Suche nach einem tollen Bilderbuch sind, das das Thema „Aufs-Klo-gehen“ auf sehr charmante Art thematisiert.
Der letzte Feuerfalke und die Rückkehr des Schattens (Katrina Charman)
Der letzte Feuerfalke
und die Rückkehr des Schattens
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✏️ Katrina Charman
🎨 Judit Tondora ( @judittondoraart )
📚 Loewe Verlag ( @loewe.kinderbuch )
💭 Lesestarter für geübtere Leser (Band 12)
🔢 ab 7 Jahren (Empfehlung des Verlags)
📖 112 Seiten
💶 9,95€
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👀 Klappentext und Inhalt – siehe Fotos auf meinem Instagram-Kanal
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✨ Meinung des Jüngsten:
Ich finde das Buch sehr spannend, weil der Schatten wieder zurück kommt, was der Titel ja bereits verrät. Außerdem finde ich es spannend, dass die Geschichte wieder in zwei Welten spielt, nämlich in der Unterwelt und in Perodia. Dass Talon, Agila und Ruby von Gerlin, der Königin der Ratten, die jetzt den Schatten kontrollieren kann und die Perodia erobern möchte, in eine Falle gelockt werden macht die Geschichte richtig spannend, weil man natürlich hofft, dass die Freunde sich befreien und verhindern können, dass Gerlin Perodia erobert. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber die Geschichte ist einfach vom Anfang bis zum Ende richtig spannend und ich bin mir sehr sicher, dass die Reihe weiter gehen wird. Deswegen kann ich es schon jetzt kaum erwarten, weiter zu lesen.
Das Buch hat sich wieder sehr gut lesen lassen, auch weil die Schrift groß ist. Und die schwarz weißen Illustrationen sind auch wieder richtig toll, genauso wie das farbige Cover, was mir super gut gefällt, vor allem weil Ruby so leuchtet.
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💕 Empfehlung des Jüngsten:
Ich würde das Buch allen empfehlen, die gerne richtig spannende und magische Abenteuer lesen, bei denen es auch um Freundschaft geht und natürlich allen, die bereits die anderen Bände der Reihe gelesen haben.
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Von unserem Jüngsten gibt es auch für Band zwölf dieser Reihe eine ganz klare Leseempfehlung.
Wundermähne - Das goldene Wildpferd (Jana Hoch)
Wundermähne
Das goldene Wildpferd
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✏️ Jana Hoch ( @die_pferdebuchautorin )
🎨 Marie Beschorner
📚 Loewe Verlag ( @loewe.kinderbuch )
💭 Wohlfühl-Pferdefantasy (Band 4)
🔢 ab 7 Jahren (Empfehlung des Verlags)
📖 128 Seiten
💶 10,95€
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👀 Klappentext und Inhalt – siehe Fotos auf meinem Instagram-Kanal
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✨ Meinung des Jüngsten:
Ich finde das Buch sehr spannend, magisch und freundschaftlich. Spannend finde ich es, weil, als Elli nach Umbra kommt, plötzlich so starker Wind ist, was in Umbra sonst nie so ist. Aber nicht nur der starke Wind ist ungewöhnlich, auch dass gar keine Tiere da sind, ist sonst nicht so. Deswegen merkt man direkt, dass hier etwas nicht stimmt, was die Geschichte von Anfang an super spannend macht. Dass Elli am Anfang, statt auf Wundermähne zu treffen, auf ein goldenes Wildpferd, was sie noch nie zuvor gesehen hat, trifft, ist auch total spannend. Das goldene Wildpferd läuft dann einfach weg und dann kommt Wundermähne. Deswegen wollen Elli und Wundermähne herausfinden, was mit dem goldenen Wildpfer los ist, denn Wundermähne und seine Herde sind schon häufiger auf das goldene Wildpferd getroffen und immer läuft es davon. Sie denken, dass das goldene Wildpferd arrogant ist, aber das ist es nicht. Aber ich möchte hier nicht zu viel verraten. Die magischen Wildpferde sorgen dafür, dass die Geschichte so magisch ist und dass Wundermähne Ellis Seelenpferd ist und sie gemeinsam Freundschaftsmagie besitzen, macht die Geschichte so freundschaftlich. Dass sie mit ihrer Freundschaftsmagie alles erreichen können, mag ich einfach immer total gerne.
Dass es mit Elli und Wundermähne weitergehen wird, freut mich schon jetzt total und ich kann es kaum erwarten, weiter zu lesen. Das Buch hat sich wieder leicht lesen lassen und die schwarz weißen Illustrationen gefallen mir wieder richtig gut, genauso wie das wunderschöne, farbige Cover. Es macht auf jeden Fall Sinn, die Bücher nach der Reihenfolge zu lesen, weil sie aufeinander aufbauen.
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💕 Empfehlung des Jüngsten:
Ich würde das Buch allen empfehlen, die gerne magische, spannende und freundschaftliche Pferdegeschichten lesen und allen, die bereits die ersten Bände der Reihe gelesen haben.
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Von unserem Jüngsten gibt es auch für Band vier dieser Reihe eine ganz klare Leseempfehlung.
Starfish - Lisa Fipps
„Du BIST schön! Jetzt! So wie du bist!“
„Starfish“ von Lisa Fipps ist eine leise, aber kraftvolle Geschichte.
Eine Geschichte über Körper.
Über Worte, die verletzen.
Und über Freundschaft, die trägt.
Ellie ist elf.
Und sie ist müde vom Kämpfen.
Müde von Diäten.
Von Regeln für „dicke Mädchen“.
Von Blicken.
Von Kommentaren.
Ihre Welt ist eng.
Doch im Wasser wird sie weit.
Schwerelos.
Grenzenlos.
Wie ein Seestern treibt sie.
Und fühlt sich endlich sicher.
Lisa Fipps schreibt ehrlich.
Sensibel.
Ohne zu urteilen.
In Versen.
Wie eine Ballade.
Leicht zu lesen – schwer zu ertragen.
Ellies Gedanken sind klar.
Poetisch.
Schmerzhaft nah.
Man fühlt ihre Einsamkeit.
Ihre Angst.
Aber auch ihre Hoffnung.
Dieses Buch ist nicht laut.
Nicht reißerisch.
Es flüstert.
Und bleibt.
„Starfish“ erzählt von Selbstakzeptanz.
Von innerer Stärke.
Von Menschen, die halten, wenn andere verletzen.
Und davon, wie befreiend es ist zu erkennen:
Ich bin richtig.
Genau so, wie ich bin.
Ein Buch, das öffnet.
Herzen.
Perspektiven.
Und Grenzen.
💦💦💦💦💦 | 5
Literatur, die bewegt: Im Feuilleton versammeln wir Autorenvorstellungen, Essays, Gedanken und Betrachtungen rund um Bücher, Lesen und die Welt der Worte – persönlich, meinungsstark und immer mit Leidenschaft geschrieben.
Sandra Beckedahl
Autorenvorstellung
Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Sandra Beckedahl vorstellen.
Vielen Dank, dass du heute mein Gast bist.
Meine Teenagerzeit verbrachte ich mit Scarlett O’Hara, Maria Stuart, den Kramasows, Holden Caulfield und vielen anderen. Während meine Freundinnen sich an den Wochenenden Party machten, lag ich lieber mit einem Buch im Bett.
Ich verschlang alles, was mir in die Hände fiel. Später im Studium entdeckte ich dann Fernsehserien für mich, aber auch die Freude am Ausgehen…
Trotzdem bin ich nach dem Examen nicht direkt Drehbuchautorin geworden, sondern habe mich zur Journalistin ausbilden lassen. Nach ein paar Jahren im Beruf, ergab sich die Möglichkeit, für eine Serie Drehbücher zu verfassen. Ich habe es geliebt, die Figuren handeln und sie sprechen zu lassen. Zwischenzeitlich kehrte ich, bedingt durch einen Umzug in eine andere Stadt, zum Journalismus zurück. Das Geschichtenerzählen ließ mich nicht los und ich begann, mit dem Bücherschreiben.
Zunächst Biografien von Sportlern bis ich mit dem „SCHORFHEIDEN-MORD“ meinen ersten Krimi veröffentlichte. Ein Whodonit, der in der Uckermark spielt. Der Konflikt zwischen den Alteingesessenen und den zugezogenen Hauptstädtern liegt über dem Kriminalfall. Darunter liegen jede Menge Geheimnisse….
Während die Idee zum „SCHORFHEIDEN-MORD“ bei einem Besuch in der Uckermark entstand, ist der Handlungsort meines aktuellen Krimis ein Herzensort seit so vielen Jahren: Norwegen. Dort im Norden des Landes liegt die Stadt Tromsø, zwischen Meer und Bergen. Ein wunderschöner Ort und einer der weltbesten Plätze, um die Aurora borealis zu erleben. Die Nordlichter spielen in dem Fall eine zentrale Rolle.
Das Buch habe ich nicht unter meinem Namen, sondern dem Pseudonym Tuva Brø veröffentlicht. Geboren und aufgewachsen bin ich in Augsburg. Nach Stationen in Münster, Stuttgart und Berlin lebe ich mittlerweile seit vielen Jahren in Hamburg. Aktuell schreibe ich an meinem ersten Nicht-Krimi, eine Dilogie mit besonderem Hamburg Bezug, deren erster Teil im Herbst erscheinen wird.
Ganz herzlichen Dank für die sehr interessanten Einblicke. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg.
Messebericht zur Buchmesse Rosenheim am 18. und 19. April 2026
Mitte April war ich in Rosenheim. Die dortige Buchmesse geht ein ganzes Wochenende, und da es von mir aus weniger als eineinhalb Stunden Fahrt sind, konnte ich wunderbar alles ohne Hotelkosten durchziehen.
Der Nachteil war: Ich musste durch Bad Tölz. In dem Landkreis scheinen Führerscheine per Losverfahren vergeben zu werden. Zumindest hätten die Typen, die mir halb im Kofferraum saßen und sich aufgeregt haben, dass ich mich an die Geschwindigkeiten gehalten habe (incl. irrwitziges Überholen und dann grundloses Auf-die-Bremse-springen) in keiner seriösen Fahrschule die Prüfung bestehen dürfen. Nun ja, ich hab’s überlebt.
Oben sehen Sie den Drachen, der den Eingang zum Fantasy-Saal bewachte. Ich hatte erst Sorgen, dass womöglich viele den Weg nicht finden. Wir Phantasten waren nämlich außerhalb des Hauptgebäudes im Neubau des Gasthof Höhensteiger untergebracht, und als ich ankam, musste ich schon etwas suchen, bis ich den gefunden hab. Natürlich hatte ich auf der falschen Seite geparkt und musste alles durch den weitesten denkbaren Weg karren. War ja klar.
Ganz am Anfang der Messe schienen sich meine Befürchtungen zu bestätigen, aber es dauerte einfach nur etwas, bis die Besucher erst den Hauptsaal durch hatten und danach zu uns kamen. Dann war es auch bei uns ganz nett, auch wenn es immer wieder arg ruhige Phasen gab. Am Ende hieß es, man hätte mindestens 800 Besucher gezählt, wobei sicher nicht alle erfasst wurde. Gehen wir also mal von tausend aus.
Dass man uns ausgelagert hat, war verständlich, sobald man mal einen Blick in den Hauptsaal warf:

Da gab es dann noch einen kleinen zusätzlichen Bereich, der quasi links von mir war, als ich obiges Photo aufgenommen habe:

Als ich ankam, waren schon viele andere Aussteller eifrig mit dem Aufbau beschäftigt. Meine direkten Standnachbarn allerdings ließen sich erst eine ganze Weile später blicken. Das hatte den großen Vorteil, dass ich deren Tisch erst mal ein wenig mitnutzen konnte. Ich rücke inzwischen mit sechs kleineren und einer großen Eurobox an, das ist eine Menge Kram. Das muss ich auch unbedingt für zukünftige Messen überdenken. Es gehen ja praktisch nur erste Bände bzw. im Falle von Lias Wahrheit Einzelbände raus. Eigentlich Unsinn, dann recht viele Folgebände mitzuschleppen.
So sah das dann im Fantasy-Saal aus, bevor Stefan und seine Frau ankamen:

Der Autor in der Mitte, der da sitzt und anscheinend irgendetwas liest, ist Tobias Fischer. Er muss irgendwie mit dem Orga-Team verbandelt sein, denn seine Aufgabe war es, alle halbe Stunde die Lesungen anzukündigen.
Als ich mit dem Aufbau fertig war, sah das Ganze dann so aus:

Eigentlich war ich ganz begeistert, den vordersten Tisch in der Mittelreihe zu haben, auf den der Blick aller Besucher eigentlich sofort fallen musste, wenn die den Raum betraten. Es stellte sich allerdings heraus, dass die Menschen offenbar von den Supermärkten schon perfekt konditioniert sind. Praktisch alle sind sofort rechts abgebogen, und viele haben eine Runde an den äußeren Ständen gedreht und uns in der Mitte praktisch ignoriert. Sehr eigenartig.
Der leere Tisch neben mir füllte sich dann doch noch. Stefan Beranek und seine Frau kamen spät, aber rechtzeitig. Und schwer bewaffnet:

Sehr angenehme Tischnachbarn, muss ich sagen. Wir haben uns immer wieder nett unterhalten, gegenseitig auf die Tische aufgepasst, wenn man mal weg musste usw. Stefan hat eine Reihe in vier Bänden geschrieben: „Das Artefakt des Weisen“. Außerdem einen Einzelband und einen mit Kurzgeschichten. Alles wohl eher High Fantasy, wenn ich das richtig mitbekommen habe. Aber lesen SIe das am besten selbst nach. Hier seine Homepage.
Ach … sowohl Schwert als auch Kampfaxt waren natürlich stumpf. Allerdings könnte man mit den Dingern auch so schon einigen Schaden anrichten.
Im Hintergrund obigen Bildes sieht man unter anderem den Stand von Hedy Loewe. Sie habe ich schon ein paarmal auf Messen gesehen, aber erst jetzt kamen wir auch mal ins Gespräch. Hedy schreibt sowohl Fantasy als auch Science Fiction, daher kam sie auch in einem etwas futuristischen Outfit:

Ich sehe auf ihrer Homepage, dass wir uns wohl auch in Ingolstadt, München und Augsbuch wieder über den Weg laufen werden. Diese Buchmessen werden immer mehr zu einem Treffen von Freunden und alten Bekannten. Sehr schön!
Wo ich grad dabei bin. Auch beide Birgits habe ich getroffen. Sowohl Birgit Arnold als auch Birgit Constant kamen Samstag früh mal kurz rüber in den Fantasy-Saal, um Hallo zu sagen. Birgit Arnold wohnt ja bei mir im Dorf, keine fünf Minuten zu Fuß entfernt. Sie schreibt gerne über alte Sagen oder lässt sich von denen zu ihren Geschichten inspirieren. Birgit Constant dagegen ist Historikerin und schreibt „historische Romane für Sprachbegeisterte“. So steht es zumindest auf ihrer Homepage.
Ich hatte leider keine Zeit für einen Gegenbesuch, aber das wird bei passenden Gelegenheiten noch nachgeholt.
Wie schon gesagt, die Messetage begannen immer eher ruhig, bis die Besucher den Hauptsaal gesehen hatten und nach hinten zu uns kamen. Dann aber gab es viele nette Gespräche und auch so einige Käufe.
Wir Autoren sind ja schon ein buntes Völkchen. Manche kommen in richtigen Kostümen, andere in ihrer ganz normalen Alltagskluft, und ich hab mir ja angewöhnt, immer ein Oberhemd zu tragen. Nein, Krawatte nicht, so was kommt mir höchstens zu Beerdigungen an die Gurgel. Alleine mit dem Hemd steche ich sehr aus den anderen hervor. So ändern sich die Zeiten, noch vor einigen Jahrzehnten wäre das Pflicht gewesen und schon ein einfaches T-Shirt als zu leger aufgefallen.
Aber auch die Besucher sind sehr gemischt. Manchmal wird einem auch wieder vor Augen geführt, wie schnell man Leute falsch einschätzt. So hatten z.B. Stefan und seine Frau (ich hab leider ihren Namen gar nicht mitbekommen) neben mir so einige Besucher aus der Gegend. Darunter zwei Damen von – ich hoffe, ich tue ihnen nicht Unrecht – sicher siebzig Jahren. Was soll ich sagen? Eine von ihnen hat meinen Kurt mitgenommen. Hat mich gewundert – und natürlich gefreut. Er war auch auf dieser Messe übrigens das meistverkaufte Buch (also … bei mir, klar). Hab gleich Sonntag Abend beim Verlag wieder Nachschub geordert. Ich hoffe, er gefällt ihr.
Ebenfalls interessant war die Begegnung mit einem jungen Mann: Geschätzt Mitte zwanzig, Vollbart, lange Haare, und auch von den Klamotten her hätte ich ihn problemlos beim Wacken-Festival eingeordnet. Wir haben uns ein Weilchen unterhalten, und nach einer Runde durch den Saal kam er an und wollte den ersten Band der Abartigen. Zur Vorsicht wirklich erst mal nur den ersten Einzelband, nicht gleich einen dicken Sammelband. Okay, soweit nicht ungewöhnlich. Aber dann packt der tatsächlich Zeitungspapier aus, um das Buch vorsichtig darin einzuschlagen. Ich habe echt noch nie jemanden so sorgsam mit gekauften Büchern umgehen sehen. Klasse!
Hier übrigens jemand, der auch einen ziemlichen Kontrast zu mir mit meinem weißen Oberhemd abgab:

Dieser freundliche junge Mann mit Tätowierungen, großen Ringen in den Ohren und der Gruseldeko nennt sich Mark Fear. Ich schätze, das ist ein Pseudonym, das zu seinen grusligen und dystopischen Büchern passt. Leider hat er wohl keine richtige Homepage, auf die ich verlinken könnte. Er hatte an seinem Stand mehrere Hinweise darauf, dass seine Bücher menschengemacht sind und keinen KI-Müll enthalten. Auf diese Hinweise habe ich verzichtet, es ist allerdings auch bei mir der Fall. So was kommt mir nicht auf oder zwischen die Buchdeckel.
Auch ich hatte übrigens Besuch von einer alten Freundin. Wir waren zusammen in der Schule, kennen uns also schon seit über vierzig Jahren. Sie kam zusammen mit ihrer Tochter. Zu meiner Schande muss ich sagen: Ich hab sie erst mal gar nicht erkannt. Da kam jemand in den Saal, lächelte mich freundlich an, ich lächelte freundlich zurück und wandte mich dann anderen Leuten zu. Plötzlich hinter mir: „Der Sascha erkennt einen auch nicht“. Na ja, dann war mir klar, wer das war. Ich hatte sie erst am Sonntag erwartet. Peinlich, peinlich. Aber ich hab halt wirklich ein hundsmiserables Personengedächtnis. Und wir hatten uns fast zwanzig Jahre nicht gesehen. Entweder seit meiner oder seit ihrer Hochzeit. Nun ja, sie war mir nicht böse. Und am Ende hat sie sogar zwei Bücher gekauft, um sie anderen zu schenken. Vielleicht kriege ich da sogar mal eine Rückmeldung, wie’s gefallen hat.
Ach, hier übrigens noch zwei Nachbarinnen, die links von mir ihre Stände hatten: Emma Male und Petra Profant.

Petra Profant schreibt laut ihrer Homepage „Fantasy mit Abgrund und Abenteuer“, während Emma Male in der romantischen Ecke unterwegs ist. Romantasy, die hier in Oberbayern spielt, in München und an verschiedenen Seen. Leider finde ich zu Emma wieder keine Homepage.
Am Sonntag hatte ich ja auch eine Lesung. Aus meinem neuesten Machwerk, Lias Wahrheit, einem Krimi, der in der Welt der Abartigen spielt. Obwohl am Sonntag Sauwetter herrschte, inklusive Blitz, Donner und Platzregen, waren leider außer Stefans Frau nur drei weitere Zuhörer da. Eine Autorin, die vor mir gelesen hat, ein Herr, der nicht zu erkennen gab, wie es ihm gefiel, und noch eine Dame, die eigentlich keine Fantasy liest. Immer wieder interessant, diese Aussage.
Nach der Lesung meinte letztere, das habe dann doch sehr interessant geklungen, und vielleicht wolle sie sich das Buch mal ansehen. Die Autorenkollegin kam später noch an meinen Stand und hat ein Lesezeichen mitgenommen. Angeblich habe ich gut gelesen. Schön, nur hätten es doch ein paar mehr Zuhörer sein dürfen. Die Lesungen am Samstag waren besser besucht, obwohl da bestes Wetter herrschte und viele im Biergarten gleich nebenan saßen. Tja nun … Pech.
Eine besondere Begegnung muss unbedingt noch erwähnt werden: Ich durfte eine Widmung für die Bücherei Oberwöhr schreiben. Dort wird mein Kurt 1 dann vermutlich so ab Juni stehen. Das ist übrigens ein Stadtteil von Rosenheim. Ich hab darum gebeten, mir ein Beweisphoto zu schicken. Mal sehen, ob die Damen dran denken.
Das heißt … Moment! Das Netz sagt, das ist eine katholische Pfarrbibliothek. Wow. Das wird interessant. Ob sie Kurt wirklich ins Regal stellen? Ausgerechnet? Das muss ich unbedingt in Erfahrung bringen. 😉
Trotz der etwas enttäuschenden Lesung war die Messe alles in allem schön, und ich kann mich wieder über ein paar neue Leser freuen. Nächstes Jahr wollen die Organisatoren das Ganze – aufgrund der hohen Nachfrage – noch größer aufziehen. Wir gehen dann in die Auerbräu-Festhalle auf der Loretowiese in Rosenheim. Wir, denn ich werde mich auf jeden Fall gleich dafür anmelden. Siehe hier:

Ich bin gespannt, wie das dann wird, und freue mich schon jetzt darauf. Hier übrigens noch die Homepage der Messe mit allen möglichen Infos.
Nun steht aber erst mal die Messe „Seitenzauber“ in Ingolstadt an. Am 2. Mai im Stadttheater. Weitere Infos dazu finden Sie hier.
Sehen wir uns?
Ältere Messe- und Lesungsberichte finden Sie übrigens hier auf meiner Homepage.
Abseits des Mainstreams: Hier findest du exklusiv ausgewählte Neuerscheinungen von Kleinverlagen und Self-Publishing-Autoren. Jedes dieser Bücher ist eine gezielte Empfehlung unserer Redaktion – für alle, die frische Stimmen und besondere Geschichten entdecken wollen.
