Mord zum Jubiläum (Michaela Glaser-Meichsner)
Ein Inspektor Appeldorn Krimi
Klappentext:
»Ein Jubiläumsfest. Ein grausamer Fund. Und ein Ermittler, der plötzlich selbst Teil des Falls wird.
Ostfriesland, 1960: Auf dem Anwesen des angesehenen Arztes Dr. Alois Frohmann soll ein festliches Jubiläum gefeiert werden. Doch die ausgelassene Stimmung schlägt schlagartig um, als mitten während der Feier ein grausiger Fund gemacht wird...
Inspektor Theodor Appeldorn übernimmt die Ermittlungen und ahnt schnell, dass dieser Fall anders ist als alles, was er bisher erlebt hat. Denn schon bald führen die Spuren nicht nur tief in ein Geflecht aus Lügen, Korruption und dunklen Geheimnissen – sondern direkt in seine eigene Familie.
Was zunächst wie ein grausames Einzelverbrechen erscheint, entwickelt sich zu einem verstörenden Netz aus Verrat, fanatischer Abhängigkeit und moralischem Verfall. Hinter ehrbaren Fassaden offenbart sich eine Wahrheit, die niemand auszusprechen wagt.
Während Freundschaften zerbrechen, Loyalitäten schwinden und selbst die Polizei nicht mehr frei von Verdacht scheint, muss Appeldorn erkennen:
Manche Mörder handeln nicht aus Hass – sondern aus Überzeugung.«
Ein besonderer Anlass wird zum Albtraum: Zu Ehren des 50. Geburtstags von Inspektor Theodor Appeldorn richtet Dr. Alois Frohmann auf seinem Anwesen eine große Jubiläumsfeier aus. Doch die fröhliche Stimmung endet jäh, als ein grausiger Fund die Festgesellschaft erschüttert. Aus der Geburtstagsfeier wird ein Tatort – und Appeldorn muss in einem Fall ermitteln, der ihn nicht nur in ein Geflecht aus Geheimnissen, Lügen und menschlichen Abgründen führt, sondern auch unerwartet ganz persönlich betrifft.
Mit Mord zum Jubiläum ist Michaela Glaser-Meichsner erneut ein atmosphärischer und fesselnder Ostfriesland-Krimi gelungen. Von der ersten Seite an baut sich eine Spannung auf, die bis zum Schluss anhält. Immer wieder sorgen überraschende Wendungen dafür, dass man seine eigenen Vermutungen überdenken muss – genau so, wie ich es an einem guten Krimi liebe.
Ein besonderes Highlight sind für mich die Charaktere. Sie sind lebendig, individuell und bleiben im Gedächtnis. Allen voran Inspektor Appeldorn: Mit seiner legendären Vorliebe für Apfelkorn, seiner schrulligen Art und seinem ganz eigenen Charme ist er ein echtes Original. Jedes Mal, wenn ich einen neuen Band der Reihe beginne, fühlt es sich ein bisschen an, als würde ich alte Bekannte wieder besuchen.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig, leicht verständlich und lässt einen förmlich durch die Seiten fliegen. Obwohl Mord zum Jubiläum Teil einer Reihe ist, kann die Geschichte problemlos unabhängig von den anderen Bänden gelesen werden.
Ein schönes Extra: Die Geschichte bildet die Vorlage für das gleichnamige Krimi-Dinner der Autorin. Wer das Krimi-Dinner kennt, wird viele Elemente wiedererkennen, und wer den Roman zuerst liest, bekommt vielleicht Lust, den Fall später einmal selbst im Rahmen des Krimi-Dinners mitzuerleben.
Fazit:
Für mich war dieser Krimi wieder ein rundum gelungenes Leseerlebnis. Spannend, atmosphärisch, mit liebenswert-skurrilen Figuren und einer Geschichte, die bis zum Ende zu überraschen weiß.
