All die Farben, all das Licht (Cora Wucherer)
„Farben folgen, wie Gesichtszüge, den Veränderungen der Gefühle."
Mit „All die Farben, all das Licht“ gelingt Cora Wucherer ein berührendes Debüt über Schwesternschaft, Verlust, Mut und die unbändige Sehnsucht nach Leben. Im Mittelpunkt stehen die ungleichen Schwestern Juna und Martha, die trotz gemeinsamer Kindheit Welten voneinander entfernt scheinen. Als Junas drohende Erblindung ihre Zukunftspläne als Künstlerin erschüttert, beginnt für beide eine Reise, die weit mehr ist als ein Roadtrip – sie wird zu einer Suche nach Nähe, Verständnis und Hoffnung.
Wucherer erzählt einfühlsam, poetisch und zugleich bemerkenswert lebensnah. Durch die wechselnden Perspektiven von Juna, Martha und ihrem Vater entstehen vielschichtige Figuren, deren Ängste, Wünsche und Verletzlichkeiten tief berühren. Besonders die glaubwürdige Darstellung der Geschwisterbeziehung macht den Roman so eindringlich.
Fazit: Die kunstvollen Bezüge zur Malerin Lotte Laserstein verleihen der Geschichte zusätzliche Tiefe. Wie ein leiser Sommerwind voller Licht und Farben erzählt dieser Roman davon, dass selbst in den dunkelsten Momenten Schönheit, Zusammenhalt und Hoffnung wachsen können. Ein emotionales und kluges Lesehighlight.
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