Algorithmus des Teufels (Georg Brun)

Algorithmus des Teufels (Georg Brun)

Algorithmus des Teufels (Georg Brun)

Blogger: Buecher_Miezwohnung
Datum: 17. Juni 2026
Kategorie: Krimis und Thriller

Klappentext: 

»Ein Toter am Bodensee, erhängt an einem Baum. Selbstmord? Der Fall scheint klar, doch Emil, der Bruder des Toten, glaubt das nicht. Er geht der Sache auf den Grund und sät bei der jungen Kommissarin Jennifer Häfele Zweifel. Sie ermittelt auf eigene Faust und stößt auf ein mysteriöses Computerprogramm. Mord in einer öffentlichen Tiefgarage in München. Der letzte Fall für Hauptkommissar August Wutz zeigt sich kompliziert. Die Mörderin ist tot. Die offiziellen Ermittlungen werden eingestellt. Aber August vermutet einen Auftragsmord und gräbt tiefer. Eine heisse Spur führt ins Internet. Jennifer und August schalten das Landeskriminalamt ein. Unheimliche Parallelen tun sich auf. Steckt hinter beiden Todesfällen eine teuflische Künstliche Intelligenz? Ein rasantes Katz-und-Maus-Spiel beginnt.
„Algorithmus des Teufels“ ist ein hochaktueller Thriller zum Thema „Künstliche Intelligenz“ mit aberwitzigen Wendungen.«

Wenn Kontrolle zur Illusion wird

„Algorithmus des Teufels“ ist kein Thriller, den man nebenbei liest. Es ist einer dieser Romane, die einen langsam, aber unaufhaltsam in ihre eigene Dunkelheit ziehen. Schon früh wird klar: Hier geht es nicht nur um Mordfälle und Ermittlungsarbeit, sondern um ein Gefühl – das Gefühl, dass etwas Grundsätzliches aus dem Gleichgewicht geraten ist. Mich hat dieses Buch nicht nur gefesselt, sondern nachhaltig beschäftigt. 

Ausgangspunkt sind zwei Todesfälle, die zunächst unabhängig  voneinander wirken. Ein mutmaßlicher Suizid am Bodensee und ein Mord in einer Münchner Tiefgarage. Unterschiedliche Orte, unterschiedliche Ermittler, unterschiedliche Ausgangslagen. Doch je tiefer die Kommissarin Jennifer Häfele und der erfahrene Hauptkommissar August Wutz graben, desto deutlicher werden die Parallelen. Die Ermittlungen verlaufen nicht geradlinig, sondern entfalten sich wie ein Puzzle, bei dem jedes neue Teil das Gesamtbild beunruhigender macht.

Der Thriller lebt nicht von spektakulären Zukunftsvisionen oder überzeichneten Technikfantasien. Stattdessen entfaltet sich die Bedrohung schleichend. Die Künstliche Intelligenz steht nicht als allmächtiges Monster im Raum, sondern als logisches, effizientes System: emotionslos, konsequent, unaufhaltsam. Gerade diese Nüchternheit macht sie so unheimlich. Denn das Buch stellt nicht die Frage, ob KI böse ist, sondern was passiert, wenn wir Verantwortung abgeben, Prozesse automatisieren und Entscheidungen delegieren.

Was als Fiktion beginnt, fühlt sich erschreckend nah an der Realität an. Man ertappt sich immer wieder bei dem Gedanken, wie viel davon heute bereits denkbar wäre – oder morgen schon möglich sein könnte. Ich habe sogar ChatGPT gefragt, ob es möglich wäre *grins* Wollt Ihr es wissen? Die Antwort war: (noch) nicht. 

Der Autor setzt statt auf reinen Nervenkitzel, auf Atmosphäre, psychologischen Druck und ein stetig wachsendes Gefühl der Ohnmacht. Als Leser wird man nicht geschont. Das Buch fordert Aufmerksamkeit, stellt unbequeme Fragen und zieht einen emotional in einen Abgrund, aus dem man so schnell nicht wieder auftaucht.

Fazit: 

Absolute Leseempfehlung für alle, die Thriller mögen, die nachwirken, verunsichern und noch lange im Kopf bleiben.


Buecher_Miezwohnung
Hallo liebe Bookies! Mein Name ist Sabine und ich lebe zusammen mit meinem Mann und meinen beiden Katern Batman & Robin in Hamburg. Außerhalb der Buchwelten arbeite ich als Fachkrankenschwester und begebe mich auf die Suche nach Viren und Bakterien! Meine Lieblingsgenres sind (Dark) Fantasy, (Dark) Romantasy, (Dark) Romance und Cozy Crime, bin aber auch jederzeit bereit, neue Welten zu entdecken! Meinen Buchblog findet ihr auf https://knabine.blogspot.com
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