Wenn stille Wasser tödlich sind (Karen Finch)
„Stille Wasser sind tief“
Mit „Wenn stille Wasser tödlich sind“ entführt Karen Finch erneut in das beschauliche Humbleham, wo hinter idyllischer Kulisse dunkle Geheimnisse auf ihren Moment warten. Ein toter Taucher, das Gerücht um einen verborgenen Schatz und ein versunkenes Herrenhaus verweben Vergangenheit und Gegenwart zu einem spannenden Cosy Crime. Besonders gelungen ist die Atmosphäre rund um Rutland Water: Der geheimnisvolle Stausee wirkt beinahe wie eine eigene Figur, die ihre Geschichten nur zögernd preisgibt. Helen Franklin überzeugt als sympathische Dorfpolizistin, die zwischen Pflichtgefühl, Freundschaft und alten Gefühlen ihren Weg finden muss. Die skurrilen Dorfbewohner, feiner britischer Humor und zahlreiche Wendungen sorgen dafür, dass die Spannung bis zum Schluss erhalten bleibt. Der flüssige, bildhafte Schreibstil macht das Lesen zu einem Vergnügen und lässt die Handlung lebendig werden.
Fazit: Wie ein stiller See, unter dessen glatter Oberfläche verborgene Strömungen lauern, entfaltet sich ein Kriminalroman voller Rätsel, Familiengeheimnisse und überraschender Wahrheiten – unterhaltsam, atmosphärisch und genau die richtige Lektüre für alle, die klassische Cosy Crimes mit Herz und Tiefgang lieben.
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