Kommissar Saeki hat es mit einem ermordeten Mädchen zu tun und ein anderes ist verschwunden, was ihn fast zur Verzweiflung bringt.
Ein trauernder Vater probiert unterschiedliche Glaubensgemeinschaften aus und diese führt düstere Rituale aus. Könnte es einen Zusammenhang zwischen diesen beiden Ereignissen geben? Diese Frage untersucht Saeki.
Das Cover ist ein echter Blickfang und hat sofort mein Interesse geweckt. Es versprach einen fesselnden Thriller. Leider wurden meine Erwartungen nicht vollständig erfüllt. Zu Beginn entwickelt sich die Handlung nur sehr langsam. Es gibt zahlreiche ausführliche Informationen über Karrierebeamte, die Hierarchien innerhalb des Kommissariats und die internen Abläufe der Polizei. Kommissar Saeki wird als äußerst erfolgreicher Ermittler angesehen, doch plötzlich sieht er sich einem scheinbar unlösbaren Fall gegenüber. Gleichzeitig erhält man immer wieder Einblicke in sein Privatleben, was ihn mir aber nicht sympathischer machte.
Abwechselnd wird auch Matsumotos Suche nach einer Glaubensgemeinschaft erzählt. Beide Erzählperspektiven ziehen sich über weite Strecken des Buches, ohne dass wirkliche Spannung aufkommt oder etwas Bedeutendes geschieht. Mehrmals war ich tatsächlich kurz davor, das Buch abzubrechen. Auch der Schreibstil wirkte auf mich eher monoton und konnte mich kaum erreichen.
Interessant fand ich hingegen die Einblicke in die verschiedenen Glaubensgemeinschaften, die in Japan tatsächlich zahlreich existieren. Besonders war dabei zu sehen, wie viele dieser Gruppen stark profitorientiert arbeiten und welchen Einfluss sie auf Menschen ausüben können.
Erst gegen Ende werden die beiden Handlungsstränge zusammengeführt und dort nimmt die Geschichte endlich an Spannung zu. Die Auflösung konnte mich tatsächlich noch überraschen und hat einiges wettgemacht, auch wenn der Weg dorthin für mich zu langatmig war.
Fazit: Das Buch konnte mich leider nicht wirklich überzeugen. Das unerwartete Ende sowie die interessanten Einblicke in japanische Glaubensgemeinschaften waren zwar gelungen, aber insgesamt war mir die Geschichte zu zäh erzählt. Dennoch kann ich mir gut vorstellen, dass das Buch Leser anspricht, die ruhige und detailreiche Thriller bevorzugen. Von mir gibt es 3 Sterne
