Sommerblitz aus dem Süden (Henning von Amrun)
„Wo das Meer Grenzen verbindet, beginnt eine Geschichte, die bleibt.“
Mit „Sommerblitz aus dem Süden“ entführt Henning von Amrum seine Leser in eine faszinierende Welt zwischen Kiel und Bologna, zwischen salziger Meeresluft, familiären Erwartungen und dem verheißungsvollen Aufbruch des Jahres 1910. Im Mittelpunkt stehen Hans und Lucia, deren Liebe über Ländergrenzen hinweg wächst und sich doch immer wieder an den Hindernissen ihrer Zeit beweisen muss. Besonders berührt hat mich, wie selbstverständlich der Roman unterschiedliche Kulturen miteinander verbindet und dabei zeigt, dass Nähe dort entstehen kann, wo zunächst Fremde aufeinandertreffen.
Die maritime Atmosphäre ist eine der großen Stärken: Schiffe, Häfen und die Weite des Meeres verleihen der Geschichte Abenteuer und Sehnsucht zugleich. Gleichzeitig wird die Epoche mit viel Liebe zum Detail lebendig. Fortschritt und Zukunftshoffnung stehen neben politischen Spannungen, die bereits wie dunkle Wolken am Horizont liegen.
Fazit: Eine vielschichtige Familiensaga über Liebe, Heimat, Freundschaft und den Mut, seinen eigenen Weg zu suchen – getragen von einem warmherzigen, völkerverbindenden Grundgedanken. Für mich ein atmosphärischer Auftakt, der neugierig auf die kommenden Stürme macht.
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