Reuter und die ewige Verbundenheit (Jan C . Behmann)
„Manche Liebe vergeht nicht – sie lernt nur, in der Erinnerung weiterzuleben.“
„Reuter und die ewige Verbundenheit von Jan C. Behmann ist ein wunderbar melancholischer, tiefgründiger Roman über Liebe, Erinnerung und jene unsichtbaren Fäden, die zwei Menschen selbst über Jahrzehnte hinweg verbinden können. Im Jahr 2050 lebt der 65-jährige Schriftsteller Reuter mit seinem Beagle Nietzsche zurückgezogen an der französischen Mittelmeerküste. Sein Leben scheint ruhig geworden – doch die Vergangenheit wohnt noch immer in seinem Haus und seinem Herzen. Besonders eindrucksvoll symbolisiert dies die riesige Zeichnung seiner einstigen großen Liebe Tabea. Als plötzlich eine Nachricht von ihr sein wohlgeordnetes Dasein erschüttert, öffnen sich längst verschlossen geglaubte Türen.
Behmann erzählt feinfühlig, atmosphärisch und mit einer wunderschönen leisen Melancholie. Besonders außergewöhnlich ist die Verbindung aus Zukunftsszenario, philosophischen Gedanken und einer einzigartigen Liebesgeschichte voller Sehnsucht, Reue und Hoffnung.
Fazit: Ein Roman wie das Meer: manchmal still, manchmal aufgewühlt – und voller Spuren, die selbst die Zeit nicht aus dem Sand des Herzens waschen kann.
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