Puppenherz (Max Bentow)
An einem Tatort bietet sich Kommissar Nils Trojan und seiner Kollegin Carlotta Weiss ein grauenhaftes Szenario: Eine Frau wurde auf brutale Weise ermordet, und der Täter hinterließ eine Puppe, die aus menschlichen Knochen gefertigt ist. Sie stellen fest, dass der Knochen zu einer Frau gehört, die vor zehn Jahren ums Leben kam. Weitere Morde folgen, die ein ähnliches Muster aufweisen. Obwohl sie einige Gemeinsamkeiten zwischen den Opfern erkennen, tappen sie lange im Dunkeln.
Bei einem neuen Fall mit Nils Trojan und Carlotta bin ich immer neugierig, und das Buch hat meine Erwartungen definitiv erfüllt. Dem Autor gelingt es erneut, von Beginn an eine düstere und bedrückende Stimmung aufzubauen, die sich durch die gesamte Geschichte zieht. Die Ermittlungen sind herausfordernd. Ein Täter handelt mit erschreckender Kaltblütigkeit und hinterlässt Angehörige, die mit den Ereignissen völlig überfordert sind.
Die entscheidende Frage nach dem Warum bleibt lange unbeantwortet.Je weiter die Ermittler vordringen, desto verstörender wird das Gesamtbild. Was sie schließlich herausfinden, liegt weit über dem, was ich erwartet hatte.
Die Auflösung kommt erst gegen Ende und hat mich wirklich überrascht.
Positiv empfand ich auch, dass das Privatleben von Nils und Carlotta nicht unnötig viel Raum einnimmt. Dadurch bleibt die Geschichte konzentriert und der Fall steht klar im Mittelpunkt.
Fazit: Es handelt sich um einen überaus raffinierten und fesselnden Psychothriller, der süchtig nach mehr macht. Unglaublich spannend, mitreißend und fesselnd.Einmal angefangen, wollte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. So muss Thriller sein! Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
