Operation Tiefer Dorn Band 2: Infiltration (Matthias Vetsch)
Nach den spannenden Ereignissen aus dem ersten Teil und dem faszinierenden Ende zur Vorbereitung auf einen Möglichen Konflikt an der Schweizer Grenzen, spitzt sich die Situation immer weiter zu. Regelmäßig testet Russland dabei seine Grenzen aus und versucht, die Schweiz aufs Neue herauszufordern.
Werden diese darauf eingehen? Und wer wird wohl den ersten Stein werfen?
Wie auch im ersten Band werden die Geschehnisse größtenteils aus der Sicht der Schweiz erzählt. Mit dabei sind wieder unsere drei Kameraden, die zuvor viel Zeit auf dem Tannerhof verbracht hatten. Es war wirklich schön zu lesen, dass wir ihre Entwicklung mitverfolgen können und dabei ebenfalls aufgezeigt wurde, wie vielseitig die Einsatzbereiche sind. Vorausgesetzt, die jeweiligen Personen können den Aufgaben nachgehen, wofür sie geeignet sind. Doch auch Bundesrätin Jung ist weiterhin im Amt und hat einige bittere Pillen zu schlucken.
Darunter misslungene Missionen, fehlende Menschlichkeit, Gewaltausbrüche und dem Zerwürfnis zwischen Handlung und Gehorsam oder dem Veröffentlichen von sensiblen Informationen.
Was allerdings hierbei faszinierend ist, dass wir nicht nur die Schattenseiten präsentiert bekommen, sondern auch einige positive Aspekte. Wie den Zusammenhalt der Kameraden, gegenseitige Hilfe und Anteilnahme, kleinere und größere Erfolge, Unterstützung und Respekt seinen Mitmenschen gegenüber.
Aufgrund des sehr angenehmen Schreibstils und der eher kurzen Kapitellänge, kommt einem das Buch mit rund 55o Seiten gar nicht so lang vor. Es bleibt durchgehend spannend und auch die militärischen Begrifflichkeiten sowie Cyberangriffe werden so beschrieben, dass man sie auch mit weniger Erfahrung sehr gut nachvollziehen und verstehen kann.
Ich für meinen Teil bin gespannt, was der nachfolgende Teil mit sich bringt und ob der Konflikt sich noch weiter zuspitzen wird.
