Keine Angst, Darling (Vera Buck)
Der Beginn der Geschichte hat mich zunächst stark an ein anderes Buch erinnert, das ich erst vor einem Jahr gelesen habe und daher waren meine Erwartungen an das Buch zunächst recht gering. Doch das Dranbleiben hat sich durchaus gelohnt: Nach dem ersten Drittel ändert sich die Story, schlägt eine gänzlich andere Richtung ein, als es auf den ersten Blick vermuten ließ.
Die Handlung entwickelt sich dabei mehr zu einer Schnitzeljagd, bei der man unbedingt wissen möchte, wie die Puzzleteile zusammenpassen.
Die Geschichte wird zunehmend aus der Sicht von Paula erzählt, wobei wir zwischendrin immer wieder Einblicke in Leas Leben erhalten und dadurch erfahren, wie sich ihr Leben bis zu dem Zeitpunkt ihres Verschwindens entwickelt hat und wie es dazu kam.
Gleichzeitig erfahren wir, dass beide Schwestern eine sehr enge Bindung zueinander haben, auch wenn Lea sich manchmal zu sehr von Paula bemuttert fühlt.
Wen ich hingegen so gar nicht abkonnte, war Paulas Schwiegermutter und es war absolut unverständlich, warum der Ehemann hier nicht einmal den Mund aufgemacht und etwas gegen sie gesagt hat. Wobei er auch nicht immer so vorzeigbar war.
Der Schreibstil war wunderbar flüssig und leicht verständlich. Die Spannung blieb durchgehend auf einem hohen Niveau, ohne dass jemals Langeweile aufkam, nachdem die Geschichte an Fahrt aufgenommen hatte.
Die Entwicklung der Geschichte hat mich vollkommen überzeugt, und den gesellschaftskritischen Hintergedanken dahinter mochte ich sehr.
