Gefährlicher Glanz (Thomas Baum)
„Wo der Glanz endet, beginnt die Dunkelheit“
Mitunter genügt ein glänzender Schein, um die tiefsten Abgründe zu verbergen. Mit „Gefährlicher Glanz“ entführt Thomas Baum in ein Geflecht aus Mord, Menschenhandel und Kindesentführung, in dem sich hinter scheinbar unscheinbaren Orten erschreckende Wahrheiten verbergen. Kommissar Robert Worschädl und seine Kollegin Sabine Schinagl folgen Spuren, die sie immer tiefer in eine Welt aus Macht, Täuschung und Skrupellosigkeit führen.
Vor allem hat mich die Bedrohung der Kinder beschäftigt. Der Gedanke, dass ein junges Leben zum Spielball fremder Interessen werden kann, macht betroffen und verleiht der Geschichte eine bedrückende menschliche Tiefe. Auch das Schicksal der aufgeflogenen Polizistin lässt mich mitfiebern. Zwischen neuen Erkenntnissen und gefährlichen Wendungen wächst der Wunsch, dass die Wahrheit ans Licht kommt, bevor noch mehr Menschen zu Schaden kommen.
Thomas Baums Schreibstil ist flüssig, anschaulich und von einer beinahe filmischen Dynamik geprägt. Die verschiedenen Handlungsstränge greifen ineinander, während neue Hinweise meine eigenen Vermutungen immer wieder ins Wanken bringen. Ich mag Krimis, die mich nicht nur rätseln lassen, sondern auch nachdenklich stimmen. Genau darin liegt für mich die Stärke dieses Buches: Es zeigt, wie viel Dunkelheit sich hinter einer glänzenden Fassade verbergen kann. Ein überaus spannender Kriminalroman.
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