Das Krähenzimmer (Carolin Frey)
Nach einer langen Reise von Berlin ist Lotta endlich in Geelekow in der Villa Sturmmöwe angekommen. Ihre Ferien hat sie dort schon häufig verbracht. Doch jetzt hat sie das Gefühl, beobachtet zu werden, und entdeckt, dass in dem Krähenzimmer eine Frau geschlafen hat, die verstorben ist.
Bereits der Prolog beginnt spannend und macht neugierig auf die Geschichte. Lotta kommt in der Villa an und findet schnell Kontakt zu anderen. Dennoch fühlt sie sich von Beginn an unbehaglich. Immer wieder hat sie den Eindruck, dass jemand sie beobachtet und bedroht. Bald fragt sie sich, ob es jemanden gibt, der möchte, dass sie die Villa verlässt.
Als Lotta erfährt, dass in der Villa vor einiger Zeit eine Frau gestorben ist, lässt sie der Gedanke daran nicht mehr los. Sie beginnt, Nachforschungen anzustellen, um herauszufinden, was damals wirklich geschehen ist. Die Erzählung erfolgt größtenteils aus Lottas Perspektive. Tagebucheinträge und Regeln werfen zusätzliche Fragen auf.
Lange Zeit wusste ich nicht, was wirklich hinter den Ereignissen steckt und vor allem, wem Lotta überhaupt vertrauen kann. Im Mittelteil hat die Spannung allerdings etwas nachgelassen und die Handlung kam stellenweise etwas ruhiger voran. Dafür konnte mich die Auflösung am Ende überraschen, denn mit dieser Entwicklung hatte ich nicht gerechnet.
Fazit: Es ist ein gelungenes Debüt, das eher ruhig erzählt wird und seine Spannung vor allem durch Geheimnisse, Zweifel und die Frage nach der Wahrheit aufbaut. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne
