willkommen zurück. Die Ferien sind vorbei, die Abende werden kürzer, und der September fühlt sich – zumindest für uns – jedes Jahr ein bisschen wie ein zweiter Januar an. Neustart, neue Vorsätze, neuer Stapel ungelesener Bücher auf dem Nachttisch. Genau der richtige Moment, um wieder mit Tee, Decke und einem guten Buch aufs Sofa zu ziehen, denn wir haben spannende Bücher für Euch.
Ein mutiger Verlag, der sich nicht wegduckt
Der spannenste Beitrag ist in dieser Ausgabe kein Roman, sondern ein Gespräch: Wir haben mit Monika Osberghaus vom Klett Kinderbuch Verlag gesprochen – einem der wenigen Häuser, die Kindern zumuten, was das Leben ihnen sowieso zumutet. Tod, Flucht, Sexualität, Toleranz, alles auf dem Tisch, ohne pädagogischen Zeigefinger. Am meisten hängen geblieben ist bei mir der Satz: „Wir schauen konsequent nach dem, was Kinder wissen wollen – statt nach dem, was sie wissen sollten." Lesenswert für alle, die selbst Kinder haben – oder mal welche waren.
Vertrauen: der rote Faden dieses Monats
Wenn wir die Rezensionen dieser Ausgabe nebeneinanderlegen, fällt uns immer dasselbe Muster auf. In „Der Tunnel" ist der Mörder einer aus der eigenen Gruppe. In „Trollinger Trauma" gerät ausgerechnet der Chef unter Verdacht, dem alle vertraut haben. In „Felicità!" trennt drei Freundinnen so viel Ungesagtes, dass sie sich fremd geworden sind. In „Zwischen Ebbe und Wut" trügt der Schein einer Clique, die sich für unzertrennlich hielt. Und selbst im Wohlfühlroman „Auf der Straße liegt kein Glück, oder?" geht es im Kern um eine einzige Frage: Findet das Herz noch mal den Mut, sich auf jemanden einzulassen?
Am deutlichsten zeigt sich das Thema aber dort, wo man es am wenigsten erwartet: in „Pioneers of Earth". Offiziell ein Science-Fiction-Roman über die Kolonisierung des Mars. Tatsächlich aber spielt das Buch komplett auf der Erde – kein Raumschiff, keine Aliens, achtzehn Monate lang nur ein Mädchen, dessen Eltern über ihr Leben entscheiden, ohne sie zu fragen. Das ist der eigentliche Vertrauensbruch der Geschichte, und er entfaltet eine Spannung, die jedem guten Thriller Konkurrenz macht: Wem kann Hannah noch glauben, wenn selbst ihre Mutter eine Krankheit verschwiegen hat? Und kann sie am Ende sich selbst vertrauen genug, um „ja" zu sagen zu einem Leben, das sie sich nicht ausgesucht hat?
Was sich gerade im Buchmarkt bewegt
Auch abseits der Geschichten selbst tut sich etwas – und das betrifft Autoren und Leser gleichermaßen:
Mehr Transparenz, durch Kennzeichnungspflichten, Genreverschmelzungen bringen Neues und Realismus statt Spektakel
Und jetzt: Viel Spaß beim Lesen!
Man liest sich, Peter Brendt
Rezensionen
Echt, ehrlich und von uns gelesen: Engagierte Buchblogger durchforsten jeden Monat die Neuerscheinungen nach den Titeln, die wirklich hängen bleiben. Hier findest du keine PR-Texte, sondern persönliche Empfehlungen für dein nächstes Lese-Highlight.
Belletristik · Krimis und Thriller · Cozy Crime / Regionalkrimis
Filmriss auf Immenhof (Karsten Dusse)
Von Susanne Edelmann •
04. August 2026 • 3 Min. Lesezeit
Von Karsten Dusse habe ich die komplette Achtsam-Morden-Reihe gelesen, zunächst mit sehr großer, dann mit etwas nachlassender Begeisterung. Die Geschichte war für mein Gefühl auserzählt und ausgereizt. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich erfahren habe, dass er nun etwas ganz Neues geschrieben hat, noch dazu ein Buch, das an einem Sehnsuchtsort meiner Kindheit spielt: dem Gut Immenhof, dem Ponyhof aus den legendären Filmen der 1950er-Jahre.
Hach, wie gerne hätte ich als Kind dort einmal Urlaub gemacht! Genauso geht es Sophia, der Hauptfigur in diesem Buch. Die Kriminalpsychologin, geschieden, Mutter zweier Teenagertöchter und frisch getrennt von ihrem Lebensabschnittsgefährten Andreas, will sich zu ihrem 45. Geburtstag genau diesen Traum erfüllen. Ganz allein und in Ruhe will sie ihr freies Wochenende genießen. Dumm nur, dass plötzlich Andreas auf der Matte steht und immer lästiger wird.
Eigentlich hat Sophia sich selbst versprochen, es künftig nicht mehr allen recht zu machen. Sie allein will künftig die Zügel für ihr Leben in der Hand halten, selbst die Kontrolle haben. Da passt ihr Andreas‘ Auftauchen so gar nicht in den Kram, zumal er droht, sich in das Leben ihrer Töchter zu drängen. Sophia tüftelt den scheinbar perfekten Mordplan aus, kommt aber an ihrem Geburtstag nicht dazu, ihn auszuführen.
Am nächsten Tag erwacht sie mit einem gehörigen Filmriss in ihrem Hotelbett – und neben ihr auf dem Kopfkissen liegt Andreas‘ Hand. Der Rest ihres Ex ist jedoch spurlos verschwunden. Sophia bleibt nichts anderes übrig, als unauffällig zu ermitteln, auch gegen sich selbst, weil sie keine Ahnung hat, was tatsächlich in der letzten Nacht geschehen ist.
Ich gebe zu, der Einstieg ist mir ein wenig schwer gefallen. Sophia ist eine rational denkende, analytisch-vernünftige Frau, was mir grundsätzlich sehr sympathisch ist. Aber ihre Reaktion, als sie die Hand neben sich auf dem Kissen entdeckt, fällt mir dann doch ein wenig zu kühl, zu überlegt aus. Ich meine: Wer würde denn in dieser Situation nicht erstmal einen erschrockenen Schrei ausstoßen und wie von der Tarantel gestochen aus dem Bett hochfahren? Nun, Sophia jedenfalls nicht.
Dann aber, als sie beginnt zu ermitteln, konnte ich ihr und ihren Gedankengängen wieder gut folgen. Dabei wird die Szenerie immer abstruser: eine lärmende Großfamilie, ein im See versenkter Trecker, ein Herz im Getreidefeld und ein Sommergewitter spielen dabei eine wichtige Rolle. Und während Sophia die vielen losen Fäden aufnimmt und miteinander verknüpft, entwickelt die Geschichte einen Sog, dem ich mich nicht mehr entziehen konnte, so dass ich das Buch an einem Nachmittag komplett durchgelesen habe.
Auf meinem Blog finden sich noch ein paar Bilder von meinem eigenen Besuch auf Gut Immenhof im Jahr 2014.
Fazit: Eine skurrile Geschichte, gespickt mit dem wunderbaren Wortwitz, für den Karsten Dusse zu Recht bekannt wurde. Ein, wie ich finde, wunderbar passendes Ende und eine Location, die ich dank der TV-Filme sofort vor meinem inneren Auge präsent hatte. Aber auch Nicht-Fans der Immenhof-Filme kommen bei diesem Krimi sicherlich voll auf ihre Kosten.
Susanne Edelmann
Freie Journalistin mit Leidenschaft für Lokalberichte, Reisen und vor allem für Bücher. Auf meinem Blog, der seit 2014 existiert, teile ich Buchrezensionen, Reiseberichte sowie Erlebnisse von zuhause und unterwegs.
Hier geht es zu meiner Webseite: https://www.susanne-edelmann.de
und hier zu Instagram: https://www.instagram.com/susanne_edelmann/
Von HelgasBuecherparadies|Krimis und Thriller|11. August 2026|2 Min. Lesezeit
Kriminalhauptkommissar Böcker erwacht inmitten der Weinberge und neben ihm liegt die Leiche einer Frau. Für das Team aus Kleingrubenstetten wird dies zu einer komplizierten Angelegenheit, da die Zeit drängt und der Chef nicht ins Gefängnis kommen soll.
Es werden Gruppen gebildet, die jeder noch so kleinen Spur nachgehen. Die Frage ist, was Böcker in den Weinbergen gemacht hat und welche Verbindung er zur Ermordeten hatte. Leider kann er sich daran nicht erinnern.
Dies ist bereits der fünfte Fall für die Schwabencops und auch diesmal wird es keineswegs langweilig. Im Gegenteil: Die Geschichte hat wieder einiges zu bieten und sorgt für Spannung, Unterhaltung und die eine oder andere humorvolle Szene.
Diesmal gerät ausgerechnet der Chef selbst unter Verdacht. Böcker wird blutverschmiert am Tatort aufgefunden und die Beweislage sieht zunächst alles andere als gut für ihn aus. Für die Schwabencops beginnt damit eine schwierige Aufgabe, denn sie sind fest entschlossen, seine Unschuld zu beweisen.
Besonders gut gefallen hat mir, dass in diesem Band deutlich weniger Anglizismen vorkommen. Auch die Namensverwechslungen, die mich in den vorherigen Büchern gelegentlich aus meinem Lesefluss gebracht haben, sind diesmal ausgeblieben. Ich hoffe sehr, dass das auch in den nächsten Fällen so bleibt, denn dadurch lässt sich die Geschichte für mich noch angenehmer lesen.
Wie schon bei den vorherigen Fällen überzeugen mich auch diesmal die unterschiedlichen und liebevoll gezeichneten Charaktere. Die Handlung spielt erneut auf der Schwäbischen Alb und der schwäbische Dialekt wird dezent eingesetzt. Wer nicht mit allen schwäbischen Begriffen vertraut ist, findet im Glossar am Ende hilfreiche Erklärungen.
Fazit: Es ist wieder eine spannende und unterhaltsame Geschichte mit einer gelungenen Mischung aus Krimi, Humor und schwäbischem Lokalkolorit. Die Handlung bleibt interessant und die Schwabencops sind für mich inzwischen zu einer liebgewonnenen Ermittlertruppe geworden.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 5 Sterne
HelgasBuecherparadies
Mein Name ist Helga, ich bin verheiratet und Mutter von zwei Kindern. 2018 habe ich meinen Blog Helgas Bücherparadies ins Leben gerufen, um meine Leidenschaft für Thriller und Psychothriller mit anderen zu teilen. Dank euch habe ich inzwischen uber 15.000 Follower auf Facebook und konnte bereits einige Auszeichnungen wie den Skoutz-Award 2021 gewinnen.
Von HelgasBuecherparadies|Krimis und Thriller|13. August 2026|2 Min. Lesezeit
Rachels engste Freundin Amy wird seit einem Jahrzehnt vermisst. Nun wurde ihre Leiche entdeckt, und Rachel macht sich auf den Weg zur Beisetzung.
In einem Tunnel ereignet sich ein furchtbares Unglück, doch Rachel erleidet nur leichte Verletzungen. Allerdings gibt es viele Tote zu beklagen. Die Überlebenden halten zusammen, aber einer unter ihnen ist der Mörder von Amy. Als er Rachel erkennt, hat er nur einen Gedanken: Sie muss sterben.
Gleich zu Beginn spürt man eine erdrückende Stimmung. Der Tunnel verwandelt sich in eine tödliche Falle, da es keinen Ausweg gibt und die Überlebenden gefangen sind. Zusätzlich verstärkt der Regen die bedrückende Atmosphäre. Und als ob das nicht schon schlimm genug wäre, befindet sich auch ein Mörder unter ihnen. Was für ein Szenario!
Als er Rachel erkennt, steht für ihn fest, dass sie sterben muss. Damit nimmt die Geschichte richtig Fahrt auf. Die Handlung wird aus mehreren Perspektiven erzählt.
Wir erleben die Ereignisse aus der Gegenwart, erfahren, was damals passiert ist, und erhalten Einblicke in die Sichtweise des Mörders. Dadurch bleibt das Tempo hoch und die Geschichte abwechslungsreich.Besonders spannend fand ich die Frage, wer sich tatsächlich hinter dem Mörder verbirgt. Die Autorin hält diese Information bis zum Schluss zurück und sorgt damit für einige spannende Momente und Spekulationen.
An manchen Stellen hätte ich mir von Rachel und den anderen Beteiligten etwas mehr Emotionen gewünscht, um ihre Ängste und ihre verzweifelte Situation noch intensiver mitzuerleben. Das ist allerdings mein persönlicher Eindruck und hat meinen Gesamteindruck nur wenig getrübt.
Fazit: Ein spannungsreicher Thriller mit einem Szenario, das man sich selbst wohl keinesfalls wünschen möchte. Das hohe Tempo, die beklemmende Atmosphäre und die wechselnden Perspektiven machen den Thriller abwechslungsreich und fesselnd. Besonders die Frage nach der Identität des Mörders sorgt bis zum Schluss für Spannung.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne.
HelgasBuecherparadies
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Von HelgasBuecherparadies|Krimis und Thriller|14. August 2026|2 Min. Lesezeit
Nach einer langen Reise von Berlin ist Lotta endlich in Geelekow in der Villa Sturmmöwe angekommen. Ihre Ferien hat sie dort schon häufig verbracht.
Doch jetzt hat sie das Gefühl, beobachtet zu werden, und entdeckt, dass in dem Krähenzimmer eine Frau geschlafen hat, die verstorben ist.
Bereits der Prolog beginnt spannend und macht neugierig auf die Geschichte. Lotta kommt in der Villa an und findet schnell Kontakt zu anderen. Dennoch fühlt sie sich von Beginn an unbehaglich. Immer wieder hat sie den Eindruck, dass jemand sie beobachtet und bedroht. Bald fragt sie sich, ob es jemanden gibt, der möchte, dass sie die Villa verlässt.
Als Lotta erfährt, dass in der Villa vor einiger Zeit eine Frau gestorben ist, lässt sie der Gedanke daran nicht mehr los.
Sie beginnt, Nachforschungen anzustellen, um herauszufinden, was damals wirklich geschehen ist. Die Erzählung erfolgt größtenteils aus Lottas Perspektive. Tagebucheinträge und Regeln werfen zusätzliche Fragen auf.
Lange Zeit wusste ich nicht, was wirklich hinter den Ereignissen steckt und vor allem, wem Lotta überhaupt vertrauen kann. Im Mittelteil hat die Spannung allerdings etwas nachgelassen und die Handlung kam stellenweise etwas ruhiger voran. Dafür konnte mich die Auflösung am Ende überraschen, denn mit dieser Entwicklung hatte ich nicht gerechnet.
Fazit: Es ist ein gelungenes Debüt, das eher ruhig erzählt wird und seine Spannung vor allem durch Geheimnisse, Zweifel und die Frage nach der Wahrheit aufbaut. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne
HelgasBuecherparadies
Mein Name ist Helga, ich bin verheiratet und Mutter von zwei Kindern. 2018 habe ich meinen Blog Helgas Bücherparadies ins Leben gerufen, um meine Leidenschaft für Thriller und Psychothriller mit anderen zu teilen. Dank euch habe ich inzwischen uber 15.000 Follower auf Facebook und konnte bereits einige Auszeichnungen wie den Skoutz-Award 2021 gewinnen.
Mit „Das Krähenzimmer" hat Carolin Frey 2026 ihr Debüt in der Krimiwelt vorgelegt. Zuvor moderierte sie den mittlerweile pausierten Podcast „Krimi-Duett" (24 Folgen, zuletzt Juni 2024). Laut Verlagsangaben arbeitete sie vorher als Redakteurin und Lektorin.
Operation Tiefer Dorn Band 2: Infiltration (Matthias Vetsch)
Von Sarah Conrad|Krimis und Thriller|29. Juli 2026|2 Min. Lesezeit
Nach den spannenden Ereignissen aus dem ersten Teil und dem faszinierenden Ende zur Vorbereitung auf einen Möglichen Konflikt an der Schweizer Grenzen, spitzt sich die Situation immer weiter zu. Regelmäßig testet Russland dabei seine Grenzen aus und versucht, die Schweiz aufs Neue herauszufordern.
Werden diese darauf eingehen? Und wer wird wohl den ersten Stein werfen?
Wie auch im ersten Band werden die Geschehnisse größtenteils aus der Sicht der Schweiz erzählt. Mit dabei sind wieder unsere drei Kameraden, die zuvor viel Zeit auf dem Tannerhof verbracht hatten.
Es war wirklich schön zu lesen, dass wir ihre Entwicklung mitverfolgen können und dabei ebenfalls aufgezeigt wurde, wie vielseitig die Einsatzbereiche sind. Vorausgesetzt, die jeweiligen Personen können den Aufgaben nachgehen, wofür sie geeignet sind. Doch auch Bundesrätin Jung ist weiterhin im Amt und hat einige bittere Pillen zu schlucken.
Darunter misslungene Missionen, fehlende Menschlichkeit, Gewaltausbrüche und dem Zerwürfnis zwischen Handlung und Gehorsam oder dem Veröffentlichen von sensiblen Informationen.
Was allerdings hierbei faszinierend ist, dass wir nicht nur die Schattenseiten präsentiert bekommen, sondern auch einige positive Aspekte. Wie den Zusammenhalt der Kameraden, gegenseitige Hilfe und Anteilnahme, kleinere und größere Erfolge, Unterstützung und Respekt seinen Mitmenschen gegenüber.
Aufgrund des sehr angenehmen Schreibstils und der eher kurzen Kapitellänge, kommt einem das Buch mit rund 55o Seiten gar nicht so lang vor. Es bleibt durchgehend spannend und auch die militärischen Begrifflichkeiten sowie Cyberangriffe werden so beschrieben, dass man sie auch mit weniger Erfahrung sehr gut nachvollziehen und verstehen kann.
Ich für meinen Teil bin gespannt, was der nachfolgende Teil mit sich bringt und ob der Konflikt sich noch weiter zuspitzen wird.
Sarah Conrad
Hallo, ich bin Sarah von NalasBuchBlog, der nach meinem kleinen vierbeinigen Schatz benannt wurde. Am 13/08/2021 startete mein Blog als kleines Hobby und befindet sich seither stetig im Wandel, wo er für mich als Plattform zum Austausch mit anderen Buchliebhabern und Autoren geworden ist.
Auf der Straße liegt kein Glück, oder? (Dirk Omlor)
Von Nina Albert|Romane & Zeitgenössisches|09. August 2026
„Wo leise Hoffnung einzieht, findet das Herz den Weg…“ Manche Geschichten müssen nicht laut sein.
„Auf der Straße liegt kein Glück, oder?“ erzählt mit feinem Humor, großer Wärme und wohltuender Ehrlichkeit von einem Neuanfang, der dort beginnt, wo das Leben plötzlich still geworden ist. Nach seiner Scheidung kämpft Tilo nicht nur mit der Einsamkeit, sondern auch mit der Frage, ob das Herz den Mut findet, noch einmal zu vertrauen.
Skurrile Dates, liebevoll gezeichnete Alltagsmomente und selbstironische Situationskomik sorgen immer wieder für ein Lächeln, während die leisen, emotionalen Szenen tief berühren. Gerade die ungewöhnliche Männerperspektive macht den Roman besonders authentisch und glaubwürdig. Dirk Omlor erschafft Figuren, die wirken, als könnte man ihnen morgen begegnen – unperfekt, verletzlich und deshalb so menschlich. Sein flüssiger, humorvoller Schreibstil verleiht selbst den kleinen Augenblicken Bedeutung und zeigt, dass Glück oft ganz leise anklopft.
Fazit: Ein warmherziger Wohlfühlroman über Liebe, Familie, zweite Chancen und die Erkenntnis, dass die schönsten Wege manchmal erst nach einem Umweg beginnen.
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Nina Albert
Hey, mein Name ist Nina und ich lese für mein Leben gern. Bücher ziehen mich magisch an, ich lese so gut wie alle Genre, denn ich mag es bunt gemischt. Kinderbücher nehme ich gemeinsam mit meiner kleinen Schwester unter die Lupe. Mein Blog findet ihr auf Insta unter https://www.instagram.com/kanina_chen.
Von Susanne Edelmann|Belletristik, Romane & Zeitgenössisches|12. August 2026|3 Min. Lesezeit
Die Autorin Aja Leuthner, die mit vollem Vornamen eigentlich Alexandra heißt, kenne ich schon seit vielen Jahren zumindest dem Namen nach als Kollegin, denn sie arbeitet wie ich als Journalistin: sie bei der Süddeutschen, ich beim Münchner Merkur im Landkreis Ebersberg. Bei der Buchmesse Rosenheim 2024 lernten wir uns dann endlich auch mal persönlich kennen.
Dort stellte Aja Leuthner ihre beiden Italien-Romane „Via Torino“ und eben „Felicità!“ vor, die daraufhin beide umgehend auf meine Wunschliste wanderten.
Diesen Sommer bin ich nun endlich dazu gekommen, zumindest „Felicità!“ zu lesen.
Die Geschichte dreht sich um die drei Frauen Elli, Marie und Giovanna, die sich schon seit ihrer Grundschulzeit kennen.
Damals gehörte auch noch Giovannas Zwillingsschwester Antonella zu dem unzertrennlichen Kleeblatt, doch Antonella ist inzwischen nicht mehr am Leben – wie es dazu kam, wird erst spät im Buch enthüllt. Ebenso die Gründe, warum die Zwillinge, die in Rom geboren wurden und dort ihre ersten Lebensjahre verbrachten, überhaupt mit ihrem deutschen Vater nach München kamen, nachdem ihre Mutter unter tragischen Umständen gestorben ist.
In ihrer Kindheit, Jugend und jungen Erwachsenenzeit waren die vier Mädchen die allerbesten Freundinnen und haben gemeinsam so manchen Schicksalsschlag und viele Krisen gemeistert. Aber inzwischen sind Elli, Marie und Giovanna Mitte 40 und haben sich auseinander gelebt: Zwar haben Elli und Giovanna noch sporadisch Kontakt, leben aber sehr unterschiedliche Leben. Und Marie ist nach Italien ausgewandert, in ein kleines Dorf in den Sibillinischen Bergen, wo sie gemeinsam mit einigen anderen deutschen Aussteigern eine kleine Landwirtschaft betreibt.
Giovanna leidet noch immer sehr unter dem Verlust ihrer Schwester. Früher haben sie gemeinsam musiziert, doch seit Antonellas Tod hat Giovanna kein Instrument mehr in die Hand genommen. Doch nun sieht sie in einem italienischen Geschäft dieses wunderschöne Akkordeon … Elli begleitet sie auf ihrer Reise, um das Instrument abzuholen und fädelt dabei auch gleich ein Wiedersehen mit Marie ein. Anfangs fremdeln vor allem Marie und Giovanna sehr miteinander, zu viel Ungesagtes und Missverstandenes steht zwischen ihnen. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse …
Ich habe ein wenig gebraucht, bis ich in die Geschichte hinein gefunden habe. Im ersten Teil geht es um die Anreise von Giovanna und Elli und diese Reise zieht sich, nicht zuletzt dank vieler ausschweifender Landschaftsbeschreibungen, die ich irgendwann ehrlich gesagt nur noch quer gelesen habe, hier fehlte mir ein wenig das Tempo, aber das liegt sicher vor allem an meiner eigenen Ungeduld.
Doch spätestens, als die beiden Frauen bei Marie eintreffen, wird es spannend. Es gibt so viele Fragen zu klären, denen man auch als Leser*in auf den Grund gehen möchte. Zudem tauchen noch einige weitere interessante Personen in der Geschichte auf und dann kommt es schließlich zu einem sehr dramatischen Erlebnis, das dafür sorgte, dass ich mitgebangt und mitgehofft habe und das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte – und dafür, dass die Geschichte auch noch lange nachgewirkt hat, nachdem ich das Buch schon längst beendet hatte.
Ganz nebenbei erfährt man im Roman bzw. im Nachwort auch einiges über die politischen Verhältnisse in Italien in den späten 1970er- und frühen 1980er-Jahren. Da fand ich die Erläuterungen im Nachwort sehr hilfreich, denn einige der Schlagworte hatte ich zwar schon mal gehört, wusste aber nichts Näheres darüber. Das hat sich nun dank dieser Lektüre geändert.
Fazit: Unterm Strich war das eine sehr interessante, spannende, aufwühlende Geschichte, die mich nach kleinen Startschwierigkeiten nicht mehr losgelassen hat. Und über Italiens Geschichte habe ich dabei auch noch was gelernt.
Susanne Edelmann
Freie Journalistin mit Leidenschaft für Lokalberichte, Reisen und vor allem für Bücher. Auf meinem Blog, der seit 2014 existiert, teile ich Buchrezensionen, Reiseberichte sowie Erlebnisse von zuhause und unterwegs.
Hier geht es zu meiner Webseite: https://www.susanne-edelmann.de
und hier zu Instagram: https://www.instagram.com/susanne_edelmann/
Und immer wieder geht die Sonne auf (Elli Poletti)
Von Susanne Edelmann|Belletristik, Romane & Zeitgenössisches|28. Juli 2026|3 Min. Lesezeit
In dem Roman geht es um Kleo, Anfang 30, der es nach dem Tod ihrer Schwester Sophie förmlich den Boden unter den Füßen wegzieht. Viele Jahre lang hat Sophie gegen den Krebs gekämpft, das komplette Familienleben hat sich darum gedreht, ständig zwischen Hoffen und Bangen geschwankt, bis die Familie schließlich zerbrach und Sophie ihren Kampf verloren hat.
Kleo, die ihrer Schwester sehr nahe stand, ist erstmal vollkommen orientierungslos. Das Mitgefühl ihrer Umgebung ist ihr zu viel, vor allem die Fürsorge ihres Freundes Lenny erdrückt sie regelrecht, sie will nur noch allein sein und ihre Ruhe haben.
Da erinnert sie sich an ein Versprechen, das sie Sophie einst gegeben hat: Sophie liebte Seesterne über alles und hat davon geträumt, einmal den Seestern-Strand auf der Isla Colón / Panama zu besuchen. Weil ihr klar war, dass sie das nicht mehr schaffen würde, hat sie Kleo aufgefordert, an ihrer Stelle diese Reise zu unternehmen und Sophie in Gedanken mitzunehmen.
Also macht Kleo sich auf den Weg nach Panama, wo sie in einem kleinen Hostel landet, das von Tommy geführt wird. Anfangs ist Kleo genervt von ihm, doch allmählich finden die beiden in langen Gesprächen mehr übereinander heraus, Kleo schafft es, sich zu öffnen, von ihrem Kummer zu erzählen und sie lernt dabei, dass auch andere Menschen oftmals ein hartes Schicksal zu ertragen haben, was man ihnen nicht immer gleich ansieht. Auch Carlos, der scheinbar gerne Touristinnen aufreißt, hat ein Geheimnis, das er tief in sich vergraben hat. Nur seine melancholischen Augen deuten an, dass da mehr unter der Oberfläche ist als unverbindlicher Charme.
Allmählich fühlt sich Kleo auf der Insel heimisch, sie unterstützt Tommy in seinem Hostel und kümmert sich endlich einmal um sich selbst. Die Trauer um Sophie ist immer noch da, wird aber weniger schmerzhaft und zunehmend durchsetzt von schönen Erinnerungen, die sich unter die schmerzhaften mischen. Und Kleo verliebt sich immer mehr in Carlos – dabei warten zuhause Lenny und ihr bisheriges Leben auf sie. Doch ist es das eigentlich, was Kleo will? All die Jahre hat sie sich so sehr auf Sophie konzentriert, dass sie ihre eigenen Bedürfnisse, Wünsche und Träume vollkommen vernachlässigt hat. Nun muss sie herausfinden, welches Leben sie selbst eigentlich führen will …
So ein berührendes Buch! Schon auf den ersten Seiten habe ich heulen müssen, weil Kleos Trauer um Sophie so einfühlsam geschildert wurde, dass ich gar nicht anders konnte als mitzutrauern. Gleichzeitig versprüht diese Geschichte so viel Hoffnung, so viel Leichtigkeit, dass es mir ganz warm ums Herz wurde. Kleos Gefühle waren für mich jederzeit nachvollziehbar, ich habe ihre Zerrissenheit ebenso gespürt wie ihr Herzflattern bei Carlos und ihre Zwiespältigkeit bei Lenny, ihr Verantwortungsgefühl ihrer Mutter gegenüber und auch ihre Wut und Verzweiflung, die sie immer wieder überkommen.
Fazit: Trotz des ernsten Themas rund um Trauer und Verlust ist diese Geschichte mit viel Leichtigkeit und wunderbaren Urlaubs-Vibes erzählt, spielt sie doch zu einem sehr großen Teil an traumhaften Stränden, mit dem Blick aufs Meer, der einfach gut tut. Ein sehr bewegender Roman, der noch lange nachwirkt.
Susanne Edelmann
Freie Journalistin mit Leidenschaft für Lokalberichte, Reisen und vor allem für Bücher. Auf meinem Blog, der seit 2014 existiert, teile ich Buchrezensionen, Reiseberichte sowie Erlebnisse von zuhause und unterwegs.
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Von Buecher_Miezwohnung|Fantasy|15. August 2026|3 Min. Lesezeit
Die verborgene Macht Klappentext:
»Malin ist Anwältin und hat sich gerade von ihrem Freund getrennt, in dessen Kanzlei sie angestellt ist. Sie kündigt und arbeitet übergangsweise in einer kleinen Buchhandlung. Ein überraschender Brief von einem Anwalt aus Usedom bringt Malins Leben plötzlich völlig durcheinander. Ihr leiblicher Vater, den sie nie kennengelernt hat, ist gestorben und hat sie in seinem Testament bedacht. Malin fährt nach Usedom, um mehr über ihr Erbe und ihren Vater zu erfahren. Dort lernt sie Rieke und Lasse kennen. Mit Rieke versteht Malin sich auf Anhieb sehr gut. Lasse hingegen ist Malin eher unheimlich. Dennoch fühlt sie sich auf seltsame Art und Weise zu ihm hingezogen. Doch als Malin mehr über Lasse und seine Vergangenheit erfährt, geschehen seltsame Dinge und sie schwebt plötzlich in Lebensgefahr.«
Mysteriös, spannend und mit kleinen Schwächen
Malin ist Anwältin und steckt mitten in einem Umbruch: Nach der Trennung von ihrem Freund, der gleichzeitig ihr Chef ist, kündigt sie ihre Stelle in der Kanzlei und arbeitet vorübergehend in einer kleinen Buchhandlung. Als sie unerwartet Post von einem Anwalt aus Usedom erhält, wird ihr Leben komplett auf den Kopf gestellt. Ihr leiblicher Vater, den sie nie kennengelernt hat, ist gestorben und hat sie in seinem Testament bedacht.
Auf Usedom angekommen, versucht Malin mehr über ihr Erbe und ihren Vater herauszufinden. Dabei lernt sie Rieke und Lasse kennen. Während sie sich mit Rieke sofort versteht, wirkt Lasse auf sie zunächst eher unheimlich und trotzdem fühlt sie sich auf seltsame Weise zu ihm hingezogen. Doch je mehr Malin über Lasse und seine Vergangenheit erfährt, desto mehr häufen sich merkwürdige Ereignisse, bis sie plötzlich sogar in Lebensgefahr gerät.
Die Geschichte hat mir insgesamt gut gefallen und ich wollte ständig wissen, wie es weitergeht. Die Atmosphäre ist spannend und geheimnisvoll aufgebaut. Besonders gefallen hat mir die kreative Auswahl der Dämonennamen, das fand ich wirklich originell! Auch die Handlung rund um Luis, den Hund, war sehr gut umgesetzt und für mich absolut nicht vorhersehbar.
Etwas frustrierend fand ich allerdings, dass Malin von den anderen Figuren kaum Antworten erhält. Statt kleiner Hinweise oder zumindest einiger Bruchstücke bekommt sie meist nur Ausflüchte, leere Versprechungen oder wird abgewiesen. Das hätte für meinen Geschmack etwas ausgewogener sein dürfen (ich bin ein sehr ungeduldiger Mensch). Außerdem wirkt Malin als Anwältin manchmal überraschend unsicher, was nicht immer ganz zu ihrer beruflichen Rolle passt.
Fazit:
Euch erwartet eine spannende Geschichte mit viel Mystery und einer Handlung, die neugierig macht. Insgesamt ein unterhaltsames Buch, dem ich 4,5 von 5 Sternen gebe.
Buecher_Miezwohnung
Hallo liebe Bookies!
Mein Name ist Sabine und ich lebe zusammen mit meinem Mann und meinen beiden Katern Batman & Robin in Hamburg.
Außerhalb der Buchwelten arbeite ich als Fachkrankenschwester und begebe mich auf die Suche nach Viren und Bakterien!
Meine Lieblingsgenres sind (Dark) Fantasy, (Dark) Romantasy, (Dark) Romance und Cozy Crime, bin aber auch jederzeit bereit, neue Welten zu entdecken!
Meinen Buchblog findet ihr auf https://knabine.blogspot.com
Das Lichttor - mein letztes Erdenleben (Lilianne Ley)
Von Nina Albert|Science Fiction & Fantasy|09. August 2026
„Wenn das Licht den Weg weist…“ „Das Lichttor – Mein letztes Erdenleben“ von Lilianne Ley verbindet Roman, Spiritualität und leise Lebensphilosophie zu einer berührenden Geschichte über Freundschaft, Liebe und den Sinn unseres Daseins.
Vier Kinder, einst Lichtwesen, sind durch ein gemeinsames Schicksal verbunden und begeben sich auf eine Reise voller Intuition, Erinnerungen und innerem Erwachen.
Die Autorin erzählt ihre spirituellen Gedanken nicht belehrend, sondern lässt sie behutsam in die Handlung einfließen. So entsteht ein Roman, der zum Nachdenken einlädt und Themen wie Verbundenheit, Karma und die Kraft des Universums auf angenehme Weise greifbar macht. Besonders der poetische Einstieg und die warmherzige Atmosphäre haben mich tief berührt.
Fazit: Durch die Tiefe in den einzelnen Szenen und die vielen schönen Momente entfaltet das Buch einen besonderen Zauber und hinterlässt ein wohliges Gefühl. Wer sich für Spiritualität interessiert und Geschichten liebt, die Herz und Seele gleichermaßen berühren, findet hier einen märchenhaft anmutenden Roman, dessen Botschaft im Herzen verweilt.
„Das Licht findet immer einen Weg.“
5 | 5
Nina Albert
Hey, mein Name ist Nina und ich lese für mein Leben gern. Bücher ziehen mich magisch an, ich lese so gut wie alle Genre, denn ich mag es bunt gemischt. Kinderbücher nehme ich gemeinsam mit meiner kleinen Schwester unter die Lupe. Mein Blog findet ihr auf Insta unter https://www.instagram.com/kanina_chen.
Der Prinz des Nachtreichs - Midnight Heir (Sandra Regier)
Von Chiara Dierfeld|Romantasy, New Adult Fantasy, Jugendbuch (ab 12 Jahre)|19. August 2026|Werbung – Rezensionsexemplar|2 Min. Lesezeit
Meine Meinung:Der Prinz des Nachtreichs – Moonlight Heir“ ist der zweite und Finaleband der mitreißenden Romantasy Dilogie, von Bestsellerautorin Sandra Regier. Die Handlung wird hier wie auch schon beim ersten Band aus der Perspektive beider Hauptprotagonisten in der Gegenwart und Vergangenheit erzählt.
Sandra Regier entführt uns gemeinsam mit Letty, Will und seinen Schwestern wieder in das düstere Nachtreich Annwn.Das Nachtreich liegt in Trümmern und die Welt der Menschen gerät aus dem Gleichgewicht. Will kann sich seiner Aufgabe nicht länger entziehen – zu groß ist die Gefahr, die beide Welten bedroht. Doch dunkle Kreaturen aus Annwn stellen sich ihm entgegen, und auch seine Gefühle machen es ihm schwer. Denn eine Rückkehr ins Nachtreich würde bedeuten, Letty für immer zu verlieren… Währenddessen ringt Letty damit, ihren Platz im neuen Leben zu finden. Als wäre der Alltag in ihrer chaotischen Familie nicht schwer genug, stehen plötzlich Wesen aus dem Nachtreich vor der Tür. Schon bald muss Letty eine Wahl treffen, die ihr Schicksal unwiderruflich bestimmen wird: Welcher Welt wird sie endgültig den Rücken kehren?Ich wurde direkt wieder von dieser düsteren Parallelwelt und seinen Bewohnern in den Bann gezogen. Sandra hat diese Welt bildhaft weiter ausgebaut. Dieser Band ist viel düsterer als der erste weil für Letty und Will alles auf dem Spiel steht. Sie machen hier beide eine große Entwicklung durch. Sie gewinnen hier an Stärke selbstbewussten und tiefe. Ich konnte mich sehr gut in die beiden hineinversetzen, ihre Gefühle und Entscheidungen nachvollziehen, und habe von der ersten bis letzten letzten Seite mit ihnen und ihre Freunden mitgefiebert und wollte das Buch gar nicht nicht mehr aus der Hand legen. Durch die vielen unvorhersehbaren Plottwistst entsteht eine atemlose Spannung die sich bis zum emotionalen Showdown immer weiter aufbaute. Auch das Gefühlschaos und die Romantik kommen nicht zu kurz, die Liebesgeschichte von Letty und Will entwickelt authentisch und wunderschön, die zart gefühlvollen Momente zwischen den gaben der Handlung Zwischenzeitig immer wieder eine angenehme Leichtigkeit.
Chiara Dierfeld
Die Autorin hat schon in ihrer Kindheit, die magische Welt der Bücher entdeckt. Wenn sie nicht gerade liest, schreibt sie an Geschichten, die ihre Leser*innen in fantasievolle Welten, voller Spannung, Magie und Geheimnisse entführen.
Weitere Bücher und Rezensionen findet ihr auf Chiaras Instagram Seite.
Dunkelheit kann keine Dunkelheit vertreiben, das kann nur Licht. Hass kann keinen Hass vertreiben, das kann nur Liebe.
— Martin Luther King Jr.
Pioneers of Earth (Alexander Wolfsland)
Von Peter Brendt|Science-Fiction, Young Adult (14 - 19 Jahre)|14. Dezember 2025|6 Min. Lesezeit
„Als die Welt noch blau war“ – Eine präzise erzählte Geschichte über unfreiwillige Migration zum Mars Dieser Young-Adult-Roman verbindet wissenschaftlich fundierte Mars-Kolonisation mit einer schonungslos ehrlichen Coming-of-Age-Geschichte.
Der Autor erzählt von Hannah, 16, Schwimmerin aus der Eifel, deren Eltern ohne ihr Einverständnis für die Mars-Mission ausgewählt werden. Das Besondere: Die Geschichte nimmt keine einfachen moralischen Positionen ein, sondern zeigt einen komplexen Konflikt zwischen elterlichen Träumen und jugendlicher Selbstbestimmung. Pioneers of Earth ist Band 1 einer Reihe mit drei Büchern, welche alle erschienen sind. Es gibt ein Prequel mit dem Titel „Rebellion of the Marsborn“.
Ein Abschied, der achtzehn Monate dauert
Die meisten Science-Fiction-Romane über Weltraumkolonisierung beginnen mit dem Start. Dieser beginnt mit einem Wandbildschirm, den niemand richtig ansieht.
Auf dem Bildschirm spricht ein achtzehnjähriger Junge, der auf dem Mars geboren wurde, über eine neu entdeckte Eishöhle: hundertfünfzig Meter unter der Oberfläche, Wasser für tausend Menschen, ein Jahrhundert lang. Vor dem Bildschirm sitzt eine Sechzehnjährige mit Kopfhörern und scrollt durch ein Foto ihrer besten Freundin mit dem Jungen, der sich seit zwei Tagen nicht gemeldet hat.
Erst als ihr Vater ihr das Gerät aus der Hand nimmt, beginnt die Szene, um die es geht. Die Eltern haben sich beworben. Vor drei Monaten. Die Zusage kam vor drei Tagen. Für die Familie Daun. Alle drei.
Es folgt keine Diskussion. Es gibt nichts zu diskutieren.
Diese Eröffnung ist die beste erzählerische Entscheidung des Buches. Die Verkündung der Zukunft läuft im Hintergrund weiter, während im Vordergrund ein Mädchen die Treppe hochrennt und die Tür zuschlägt. Durch das geschlossene Holz hört man noch den Schlusssatz der Übertragung. Willkommen in der Zukunft.
Was Pioneers of Earth daraus macht, ist bemerkenswert: Der Roman spielt vollständig auf der Erde. Kein Raumschiff, kein Mars, keine Außenaufnahme. Achtzehn Monate Vorbereitung, ein Countdown, und am Ende eine Rakete, die auf der letzten Seite startet. Das Buch handelt nicht vom Aufbruch. Es handelt von dem, was man zurücklässt, und davon, dass man dabei nicht gefragt wurde.
Der Blog
Die zentrale Erfindung des Romans ist ein anonymer Blog. Last Earth Diaries, geschrieben um 00:23 Uhr von einer Sechzehnjährigen unter dem Namen MarsGirl_16. Zwölf Aufrufe.
Der Weg von dort zu 2,8 Millionen Followern ist die Wirbelsäule des Buches, und die Ich_Erzählerin erzählt ihn mit einer Präzision, die man selten liest. Zwölf Views. Zweihundertvierzehn. Dreihundertsiebenundvierzig. Dann, innerhalb einer Woche: 12.847 — 47.382 — 89.234 — 127.645.
Was daran gut funktioniert, ist die Ambivalenz. Der Blog ist erst ein Ventil, dann eine Waffe, dann eine Gefahr. Je mehr Menschen mitlesen, desto weniger gehören die eigenen Worte einem selbst. Eine Marketingchefin des Konzerns schlägt eine Rolle als Youth Ambassador vor. Die Protagonistin lehnt ab, und man merkt beim Lesen, wie knapp diese Ablehnung ausfällt.
Der Roman stellt damit eine Frage, die im weiteren Zyklus noch dreimal wiederkehrt, immer härter: Wem gehört die Erzählung über eine Mission, die eine Milliarde Menschen beobachten?
Die Wüste
Das beste Kapitel des Buches enthält keine Technik, keinen Konzern und keine Verschwörung.
Sechs Tage, fünf Nächte, hundertzwanzig Kilometer, fünf Jugendliche. Erfolgsquote der bisherigen Durchgänge: siebzig Prozent bestehen, zwanzig scheitern, zehn brechen ab. Sie verlieren acht von zwanzig Litern Wasser in einem Sandsturm. Sie verlaufen sich bei Nacht und stehen zwölf Kilometer statt vier vom Kontrollpunkt entfernt.
Am Ende kommen sie nach sechs Tagen, vier Stunden und dreizehn Minuten an, ohne den Notfall-Beacon aktiviert zu haben — als dritte Gruppe überhaupt in der Geschichte des Programms.
Hier entsteht die Gruppe, die die restlichen drei Bände trägt. Der Roman nimmt sich dafür Zeit, und das zahlt sich später aus: Wenn diese fünf Menschen zwei Bände weiter füreinander Strahlendosen kassieren, hat man verstanden, warum.
Der Riss in der Familie
Parallel läuft der Handlungsstrang, der dem Buch seine Schwere gibt. Hannahs Mutter, Radioastronomin, hat Chorea Huntington. Sie hat es verschwiegen, sie hat medizinische Berichte gefälscht, um überhaupt ins Programm zu kommen, und sie finanziert ihre Medikamente über Kanäle, die es offiziell nicht gibt.
Der Roman geht mit dieser Enthüllung erfreulich unsentimental um. Es gibt keine große Aussprache mit Musik darunter. Es gibt eine Rechnung: zwanzig Monate Vorrat werden gebraucht, achttausend Dollar pro Monat auf legalem Weg, fünfzehntausend auf dem Schwarzmarkt. Ein Arzt beschafft sechs Monate für sechsundzwanzigtausend. Dieser Arzt hat vor zwanzig Jahren seine Schwester verloren — nicht an ihre Krankheit, sondern an die Bürokratie. Das ist die einzige Begründung, die er gibt, und sie reicht.
Was hier angelegt wird, entscheidet später zwei komplette Bände: die Frage der Vererbung, und ein Umschlag, der erst in Band 3 geöffnet wird.
Der Antagonist, den man nicht hassen kann
Die Sabotagehandlung ist solide gebaut, aber sie ist nicht der Grund, dieses Buch zu lesen. Der Grund ist ihre Auflösung.
Hinter der Kampagne gegen das Programm steht unter anderem ein einundzwanzigjähriger Umweltwissenschaftsstudent — der Bruder einer der fünf. Er ist radikalisiert worden durch gefälschte Konzerndokumente, die eine Todesrate von vierzig Prozent behaupteten. Der reale Wert liegt weit darunter. Sein Plan war, die Startrampe zu sabotieren, um die Mission zu verhindern.
Er gibt auf, als man ihm die Fälschung nachweist. Kein Kampf, kein Showdown. Zwei Jugendliche legen ihm Belege vor, und er bricht zusammen.
Diese Entscheidung — den Gegenspieler nicht zu besiegen, sondern zu überzeugen — ist der früheste Hinweis darauf, wohin dieser Zyklus will. Zwei Bände später wird der eigentliche Antagonist eine Vertragsklausel sein.
Kritik mal zwei
Erstens: Die Mittelphase besteht aus einer langen Reihe von Übungen, Tests und Prüfungen — Tauchbecken, Chirurgie-Simulation, CO₂-Wäscher-Notfall, ein zweiundsiebzigstündiger Habitattest mit zweimal fünzig Menschen auf 158 Quadratmetern unter Stress. Jede einzelne Szene ist gut. Zusammengenommen entsteht eine Rhythmusgleichheit: neue Aufgabe, Rückschlag, Lernkurve, nächste Aufgabe. Verstärkt wird das durch die Erzählform — durchgehendes Präsens, kurze Absätze, hoher Dialoganteil. Das treibt an, aber es nivelliert auch: Ein Feuermach-Kapitel und ein Notfallmedizin-Kapitel klingen ähnlicher, als sie müssten.
Zweitens: Die Konzernebene wird eröffnet und im selben Kapitel wieder geschlossen. Die Sitzung mit der Geschäftsleitung ist für sich genommen stark — die Marketingchefin rechnet mit dreihundertvierzig Prozent mehr Bewerbungen, der CEO sieht ein unkontrollierbares Risiko, die Rechtsabteilung notiert und schweigt. Das sind echte Gegeninteressen. Nur kehrt der CEO danach nicht mehr zurück. Was ein durchlaufender Konflikt hätte werden können, bleibt eine einzelne Szene. Wer Band 3 kennt, weiß, wie viel mehr die Reihe aus dieser Ebene später herausholt.
Beides fällt vor allem rückblickend auf. Beim ersten Lesen trägt der Countdown darüber hinweg. Aber vielleicht ist es auch der jugendlichkeit der Protagonistin geschuldet, dass der Konzern erst mit zunehmender Reife ein relevanter Mitspieler wird.
Fazit:
Pioneers of Earth ist – trotz der Action – der leiseste Band des Zyklus und derjenige mit dem größten emotionalen Fundament. Er handelt von einer Sechzehnjährigen, die eine Entscheidung mittragen muss, an der sie nicht beteiligt war und die sich weigert, so zu tun, als wäre das in Ordnung. Außerdem ist das Buch ein wunderbares Fundament für die gelungenen Folgebände.
Für Leserinnen und Leser von: Andy Weir, Der Marsianer im Vorbereitungsmodus, sowie realistischer Jugend-SF, die auf Auserwählten-Mythen verzichtet.
Bewertung: 4 von 5 und eine klare Leseempfehlung.
Peter Brendt
Wir haben Productive Books gegründet, um eine Plattform zu schaffen, auf der Autoren und Leser zusammenkommen können, um die Freude am Lernen und Entdecken zu teilen. Im #bookstagram Magazin können Leser neue Bücher entdecken und ehrliche Rezensionen finden.
Zitronenblüten und Meereszauber (Nelly Berlin)
Von Buecher_Miezwohnung|Liebesromane (Romance)|15. August 2026|2 Min. Lesezeit
Klappentext: »Sonnenschein, das funkelnde Meer und ein unwiderstehliches Angebot…Eigentlich denkt Leonie, ihr Leben läuft gut.
Doch dann passiert eine Katastrophe und plötzlich steht sie ohne Job da und ohne Plan, wie es für sie weitergehen könnte.Jason ist Bassist in einer super erfolgreichen Rockband. Doch dann wird er in einen Skandal verwickelt und muss eilig untertauchen. Wo geht das besser als am wunderschönen Meer von San Michelle?Allerdings braucht Jason jemanden, der sich um sein Leben kümmert, und Leonie braucht dringend einen Job. Als die beiden aufeinandertreffen, haben sie sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, wie das gehen soll …Während die Zitronenblüten duften und das Meeresrauschen alles verzaubert, stellt Leonie fest, dass Jason ganz anders ist als gedacht und dass das Glück oft nur einen Songtext weit entfernt liegt.«»Zitronenblüten und Meereszauber« ist eine gut gelaunte Liebesgeschichte voller Herzklopfen. Warmherzig und mit Leichtigkeit erzählt Nelly Berlin vom funkelnden Glück und dass man sich manchmal einfach trauen muss, danach zu greifen.
Wohlfühlroman mit Herz, Humor und Meeresluft
Die Autorin hat hier eine Liebesgeschichte geschaffen, die sich wunderbar leicht liest und gleichzeitig mit authentischen Figuren und viel Gefühl überzeugt.
Leonie glaubt eigentlich, ihr Leben im Griff zu haben – bis ein unerwarteter Schicksalsschlag alles auf den Kopf stellt. Plötzlich steht sie ohne Job und ohne Zukunftsplan da. Zeitgleich gerät Rockstar Jason, Bassist einer international erfolgreichen Band, durch einen Skandal in die Schlagzeilen und sucht an der idyllischen Küste von San Michelle Zuflucht vor der Öffentlichkeit. Als Leonie ausgerechnet bei ihm einen Job annimmt, prallen zwei völlig unterschiedliche Welten aufeinander – und beide müssen erst lernen, ihre Vorurteile zu überwinden.
Besonders gut gefallen haben mir die vielschichtigen Charaktere. Sie wirken glaubwürdig, entwickeln sich nachvollziehbar weiter und handeln nie künstlich oder überzogen. Genau das hat dafür gesorgt, dass ich ihre Geschichte gerne begleitet habe.
Die Handlung ist humorvoll, warmherzig und mit genau der richtigen Portion Romantik erzählt. Zwischen duftenden Zitronenblüten, Meeresrauschen und kleinen wie großen Gefühlen entsteht eine Atmosphäre, in der ich mich vom ersten bis zum letzten Kapitel einfach wohlgefühlt habe.
Fazit:
Wer eine amüsante, gefühlvolle Liebesgeschichte mit sympathischen Figuren und echtem Wohlfühlcharakter sucht, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen.
Buecher_Miezwohnung
Hallo liebe Bookies!
Mein Name ist Sabine und ich lebe zusammen mit meinem Mann und meinen beiden Katern Batman & Robin in Hamburg.
Außerhalb der Buchwelten arbeite ich als Fachkrankenschwester und begebe mich auf die Suche nach Viren und Bakterien!
Meine Lieblingsgenres sind (Dark) Fantasy, (Dark) Romantasy, (Dark) Romance und Cozy Crime, bin aber auch jederzeit bereit, neue Welten zu entdecken!
Meinen Buchblog findet ihr auf https://knabine.blogspot.com
Humor ist die geheime Quelle der Freude; der Verstand allein kann sie nicht erschließen.
— Mark Twain
A bond sealed by dawn - Liebe im Schatten der Welten (Anna Weydt)
Von Nina Albert|Romantasy|14. August 2026
„Manchmal führt nur die Wahrheit ans Licht – selbst wenn sie das Herz erschüttert.“ Mit „A Bond Sealed by Dawn – Liebe im Schatten der Welten“ schenkt Anna Weydt ihrer Romantasy-Dilogie ein atmosphärisches und gefühlvolles Finale.
Vor der rauen, beinahe magischen Kulisse Islands entfaltet sich eine Geschichte, in der nordische Mythologie, uralte Geheimnisse und große Gefühle aufeinandertreffen. Ellie und Vidar müssen erkennen, dass nicht jede Wahrheit eindeutig ist und Vertrauen oft die größte Prüfung bedeutet. Gerade dieser Zwiespalt zwischen Liebe, Bestimmung und Verrat verleiht der Handlung eine besondere emotionale Tiefe.
Besonders begeistert haben mich die stimmungsvolle Welt mit Licht- und Dunkelalben, die bildhafte Sprache und die märchenhafte Atmosphäre, die sich wie ein roter Faden durch den Roman zieht. Die Slow-Burn-Romantik entwickelt sich glaubwürdig und lebt von Nähe, Loyalität und leisen Momenten statt von oberflächlichem Spice. Überraschende Wendungen und moralische Grauzonen sorgen dafür, dass die Spannung bis zum Schluss erhalten bleibt.
Fazit: Ein berührender Abschluss voller Hoffnung, Magie und nordischer Sagenwelt, der noch lange nach dem Zuklappen im Gedächtnis weiterlebt.
💜💜💜💜💜 | 5
Nina Albert
Hey, mein Name ist Nina und ich lese für mein Leben gern. Bücher ziehen mich magisch an, ich lese so gut wie alle Genre, denn ich mag es bunt gemischt. Kinderbücher nehme ich gemeinsam mit meiner kleinen Schwester unter die Lupe. Mein Blog findet ihr auf Insta unter https://www.instagram.com/kanina_chen.
Von Chiara Dierfeld|Dystopien, Young Adult (14 - 19 Jahre)|19. August 2026|Werbung – Rezensionsexemplar|2 Min. Lesezeit
Meine Meinung: „Canvas“ ist der zweite Band der mitreißenden Near-Future-Thriller Reihe von Bestsellerautorin Ursula Poznanski. Die Handlung wird wie auch bei Band 1 wieder aus der Perspektive der Weltendesignerin Pasco erzählt und setzt direkt am Ende des ersten Bandes an.
Nach dem Jana und ihre Freunde Pläne von Lauritz verhindert haben, scheint alles in bester Ordnung, doch dann tauchen plötzlich Systemfehler in den Virtuellenwelten auf, als Jana und ihre Freunde Nachforschungen betreiben, kommen sie einer Verschwörung auf die Spur.in ihrern neuen Werk zeigt Ursula Poznanski erneut eine erschreckende Zukunftsperspektive nicht nur war die Auswirkungen des Klimawandels betrifft, sondern auch was passieren wenn Technologie von denen die Bevölkerung abhängig ist, in die falschen Hände gerät,Die Autorin hat ihr dystopisches Worldbuilding mit neuen Welten und Herausforderungen eindrucksvoll weiteraugebaut. Die Handlung entwickelte schon nach kurzer Zeit einen Sog dem ich mich nicht entziehen konnte. Es machte sehr viel Spaß mit den Protagonisten in den Welten auf Spurensuche zu gehen, den bald ist klar, es ist nicht so wie es scheint. Es gab viele plottwistst, und Wendungen die ich nicht vorher gesehen habe. So baut sich die Spannung immer weiter auf endete schließlich in einem dramatischen Showdown. Ich würde mich auf jeden Fall über eine weitere Fortsetzung freuen.
Chiara Dierfeld
Die Autorin hat schon in ihrer Kindheit, die magische Welt der Bücher entdeckt. Wenn sie nicht gerade liest, schreibt sie an Geschichten, die ihre Leser*innen in fantasievolle Welten, voller Spannung, Magie und Geheimnisse entführen.
Weitere Bücher und Rezensionen findet ihr auf Chiaras Instagram Seite.
Von Chiara Dierfeld|Young Adult (14 - 19 Jahre)|18. Juli 2026|2 Min. Lesezeit
Meine Meinung: Mit „Zwischen Ebbe und Wut“ erzählt Marion Brunet einen packenden Jugendthriller, über Neid, Blendung, und Liebe.
Eine Leiche, ein Segelboot und ein Sturm.Als der regungslose Körper neben dem Rumpf des Segelbootes auftaucht, schreit niemand. Keiner von uns. Als könnten wir es nicht begreifen, als könnten wir durch unsere Nicht-Reaktion das Geschehene ungeschehen machen: dass eine Leiche an die Oberfläche getrieben ist. Die Leiche unseres Freundes, um genau zu sein.Beim Anblick von Clarences Leiche wird Emma klar, dass der schöne Segeltörn, den sie und ihre Freunde geplant hatten, zu einem Albtraum geworden ist. Sie können keinen Kontakt zur Küstenwache aufnehmen, und ohne ihren charismatischen Anführer Clarence ist die Gruppe zersplittert. Und dann treten immer mehr Geheimnisse ans Licht. Und während der Sturm tobt und die Angst wächst, führen Emmas Erinnerungen uns zur Wahrheit über das, was geschehen ist.Vier Freunde die Gefangenen auf einem Segelboot in einen Sturm geraten und ums Überleben kämpfen.Das beklemmende Sitting auf hoher See Gefangenen auf engsten Raum ist hier sehr gut gewählt. Der bildhafte Schreibstil fängt die Atmosphäre perfekt ein.Die Handlung setzt mitten in der Geschichte ein, und springt dann an den Anfang zurück. Nach und nach erfahren wir, wie es zu dem Folgenschweren Segeltörn und Tod von Clarences kam. Wir tauschen immer tiefer in die Geschichte und die Freundschaft der Clique ein, und lernen die Protagonisten immer besser kennen.Die Handlung aus Vergangenheit und Gegenwart aus der Perspektive von Emma erzählt. Sie ist eine junge Frau, die für die ihre Freunde gleichermaßen die Familie ist.Doch der Schein der Gruppe trügt. Der Autorin zeigt hier authentisch, gefährlich Neid, Blendung und Eifersucht werden können. Auch die Protagonisten sind authentisch und facettenreich gezeichnet. Jeder von ihnen hat sein Päckchen zu tragen. Die Dramatik ist von Anfang an da und und steigte sich im Verlauf noch. dennoch gab es zwischenzeitig gerade bei den Geschehnisse in der Vergangenheit, leider ein paar Stellen bei denen die Spannung etwas abflachte, was ich sehr schade fande.Auch Auflösung hinsichtlich des Mordes, und des Täters war für mich leider vorhersehbar.
Chiara Dierfeld
Die Autorin hat schon in ihrer Kindheit, die magische Welt der Bücher entdeckt. Wenn sie nicht gerade liest, schreibt sie an Geschichten, die ihre Leser*innen in fantasievolle Welten, voller Spannung, Magie und Geheimnisse entführen.
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Von eine.kissenschlacht|Kinder- und Jugendbuch, Kinderroman (8-12 Jahre)|16. August 2026|2 Min. Lesezeit
Ferien mit Juli ✏️ / 🎨 Petra Eimer ( @petra_eimer_illustration )📚 Baumhaus Verlag ( @baumhausbande )💭 witzig, warmherzige Geschichte im Comic-Roman-Stil (Band 3)🔢 ab 8 Jahren (Empfehlung des Verlags)🗓️ 27.05.2022📖 192 Seiten💶 14,00€
👀 Klappentext – siehe Fotos auf meinem Instagram-Kanal
✨ Meinung des Jüngsten: Die Tierischen Vier fahren ohne ihre Eltern auf den Ponyhof, aber dafür mit Juli. Paul hat auch eine Ferienliste geschrieben, was er mit seinen Freunden in den Ferien alles machen möchte. Doch Juli mag kein Wasser und Annas Ferien-Pony Blacky mag sie auch nicht.
Und als die Tierischen Vier dann auch noch eine Flaschenpost finden und sich wegen der Rätsel, die die Flaschenpost mit sich bringt, streiten, ist das Chaos perfekt. Werden die Tierischen Vier das Rätsel lösen, den Schatz finden und den Streit schlichten können? Mir gefällt das Buch gut, weil es spannend und freundschaftlich ist und weil es um ein Pferd und einen Jungen geht. Ich nehme aus der Geschichte mit, dass man sich nicht gleich streiten sollte, wenn etwas nicht so klappt, wie man es sich vorgestellt hat. Das Buch hat sich gut lesen lassen und die bunten Illustrationen gefallen mir sehr, sehr gut. Das Cover gefällt mir auch sehr gut.
💕 Empfehlung des Jüngsten: Ich würde das Buch allen empfehlen, die gerne eine spannende, freundschaftliche und abenteuerliche Geschichte lesen möchten, bei der ein Pferd in den Ferien im Mittelpunkt steht.
Von unserem Jüngsten gibt es auch für Band drei dieser tollen Reihe eine ganz klare Leseempfehlung.
eine.kissenschlacht
Ich bin Mama von zwei wunderbaren Kindern und wir sind absolut lesbegeistert. Daher reichen meine Rezensionen von Kinder- und Jügendbüchern bis hin zu Büchern für Erwachsene und ich hoffe, dass ich den einen oder die andere mit meinen Rezensionen für ein paar tolle Bücher begeistern kann.
Meinen Buchblog findet ihr auf Instagram.
Wenn man verliebt ist, beginnt man sich selbst zu täuschen, und das ist der Anfang, den anderen zu täuschen.
— Oscar Wilde
Das kleine Böse Buch 8 - Spoooky! (Magnus Myst)
Von eine.kissenschlacht|Kinder- und Jugendbuch, Kinderroman (8-12 Jahre)|16. August 2026|2 Min. Lesezeit
Das kleine Böse Buch 8 ✏️ Magnus Myst🎨 Thomas Hussung ( @thomas_hussung_illustration )📚 Ueberreuter Verlag ( @ueberreuterverlag )💭 Interaktives Buch (Band 8)🔢 ab 8 Jahren (Empfehlung des Verlags)📖 144 Seiten💶 15,00€
👀 Klappentext – siehe Fotos auf meinem Instagram-Kanal
✨ Meinung des Großen: Ich finde Das kleine Böse Buch 8 sehr witzig und auch ein bisschen spannend. Witzig sind einfach alle Bücher der Reihe. Spannend ist dieses Buch, weil man versucht einen Geist zu fangen und dabei die verschiedenen Geister und ihre Eigenschaften kennenlernt. Dass man, wenn man einen Geist gefangen hat, mit in einen Käfig gezogen wird, macht das Ganze natürlich mega spannend, weil man erstmal versuchen muss, dort wieder raus zu kommen. Das schafft man, indem man, wie auch in den anderen Büchern der Reihe, Rätsel löst und dadurch interaktiv durchs Buch springt. Das Buch hat sich wieder sehr gut lesen lassen und sowohl die bunten Illustrationen, als auch das Cover gefallen mir wieder richtig gut, auch weil der Schleim auf dem Cover etwas verrät, was ich aber noch nicht verraten möchte. Ich hoffe, dass die Reihe noch weiter geht, weil ich sie einfach super gerne lese.
💕 Empfehlung des Großen: Ich würde das Buch allen empfehlen, die gerne interaktive, gruselige aber auch witzige Geschichten mit Geistern mögen oder die bereits andere Bücher aus der Reihe gelesen haben.
Von unserem Großen gibt es auch für Band acht der Reihe eine absolute Leseempfehlung.
eine.kissenschlacht
Ich bin Mama von zwei wunderbaren Kindern und wir sind absolut lesbegeistert. Daher reichen meine Rezensionen von Kinder- und Jügendbüchern bis hin zu Büchern für Erwachsene und ich hoffe, dass ich den einen oder die andere mit meinen Rezensionen für ein paar tolle Bücher begeistern kann.
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Ich will doch keinen kleinen Bruder! ( Nat Amoore)
Von eine.kissenschlacht|Kinder- und Jugendbuch, Bilderbücher (0-5 Jahre)|16. August 2026
Ich will doch keinen kleinen Bruder! ✏️ Nat Amoore ( @nat_amoore )🎨 Nathaniel Exkstrom ( @nathanieleckstrom )📚 cbj Verlag ( @penguinkinderbuch)💭 Bilderbuch über kleine Geschwister🔢 ab 3 Jahren (Empfehlung des Verlags)🗓️ 29.07.2026📖 40 Seiten💶 15,00€
👀 Klappentext – siehe Fotos auf meinem Instagram-Kanal
✨ meine Meinung: Dieses Bilderbuch zeigt auf liebevolle Weise und mit wunderschönen Illustrationen, wie es für große Geschwister ist, ein kleines Geschwisterkind zu haben. Sie sind einfach zu nichts zu gebrauchen. Sie können weder gut klettern, noch malen, noch können sie eigene Freunde finden. Und egal was man tut, ob man sie nach Frankreich verschickt, im Zoo aussetzt, oder zum Mond schießt – sie kommen immer wieder zurück. Ganz schön doof – ein Glück können sie aber auch Mal ganz nützlich sein. Dann ist es vielleicht doch okay, dass man sie nicht los wird. Die Geschichte kommt dabei mit kurzen Sätzen aus und besticht mit ihren wunderschönen Illustrationen, die dem Ganzen einen angenehmen Witz verpassen und dafür sorgen, die (eigene) Geschwisterbeziehung mit einem Augenzwinkern zu sehen.
💕 Empfehlung: Ich kann dieses Buch von Herzen allen empfehlen, die auf der Suche nach einem Bilderbuch sind, das mit einem Augenzwinkern zeigt, wie es ist, mit kleinen Geschwistern aufzuwachsen.
eine.kissenschlacht
Ich bin Mama von zwei wunderbaren Kindern und wir sind absolut lesbegeistert. Daher reichen meine Rezensionen von Kinder- und Jügendbüchern bis hin zu Büchern für Erwachsene und ich hoffe, dass ich den einen oder die andere mit meinen Rezensionen für ein paar tolle Bücher begeistern kann.
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Literatur, die bewegt: Im Feuilleton versammeln wir Reportagen, Trendanalysen, Autorenvorstellungen, Essays, Gedanken und Betrachtungen rund um Bücher, Lesen und die Welt der Worte – persönlich, meinungsstark und immer mit Leidenschaft geschrieben.
Interviews
„Wir haben keine Angst vor dem Shitstorm" — Wie ein Leipziger Verlag Kindern zumutet, was das Leben ihnen sowieso zumutet
Von Peter Brendt •
01. September 2026 • 7 Min. Lesezeit
Der Klett Kinderbuch Verlag ist eines der spannendsten unabhängigen Kinderbuchhäuser im deutschsprachigen Raum. 2009 zunächst als Ableger des Stuttgarter Klett-Konzerns in Leipzig gegründet, ist er seit 2015 ein eigenständiger Verlag — klein und mit einer klaren Haltung.
Pro Halbjahr erscheinen gerade einmal sieben bis zehn neue Titel für Kinder zwischen 2 und 12 Jahren. Was den Verlag auszeichnet, ist sein programmatischer Mut: Während viele Kinderbuchverlage auf heile Welten setzen, stellt Klett Kinderbuch die großen Fragen des Lebens in den Mittelpunkt — Tod, Toleranz, Sexualität, Identität, Flucht. Bücher, die Kindern zumuten, was das Leben ihnen sowieso zumutet. Außerdem gibt es herrlich derbe kleine Quatschbücher.
Zum Programm gehören namhafte deutschsprachige Autorinnen und Autoren wie Kirsten Boie, Rotraut Susanne Berner, Anke Kuhl und Philip Waechter, ergänzt durch internationale Stimmen wie die mehrfach ausgezeichnete schwedische Autorin Pernilla Stalfelt. Der Anspruch des Verlags lautet dabei: Bücher sollen „schwungvoll, eingängig und wahrhaftig“ sein — und dürfen ruhig Anlass zum Streiten geben.
Stellen Sie sich kurz vor: Wer sind Sie, und welche Rolle spielen Sie bei Klett Kinderbuch?
Ich bin Monika Osberghaus, die Gründerin und Verlegerin von Klett Kinderbuch, 63 Jahre alt. Vorher war ich Buchhändlerin, Übersetzerin, Journalistin – immer mit Bezug zum Kinderbuch. Ich habe mit 17 angefangen mit dem Thema und mich immer mehr hineingesteigert. Das sind also jetzt schon 46 Jahre!
Klett Kinderbuch hat sich einen Ruf erarbeitet, auch schwierige Themen für Kinder aufzugreifen — Tod, Flucht, Sexualität, Toleranz. Wie kam es zu dieser programmatischen Entscheidung?
Von Beginn an habe ich nach den Büchern und Themen gesucht, die mir in meiner langjährigen Arbeit mit Kinderbüchern zuvor gefehlt haben und von denen ich weiß, dass sie Kinder – neben Feen, Hexen, Einhörnern und Dinos – stark interessieren, sie angehen. Anfang der 2000er Jahre war als Folge des Harry-Potter-Erfolgs die Fantasy massiv im Kinderbuchmarkt angekommen und Mainstream geworden, dem wollte ich etwas entgegensetzen. Bücher, in denen Kinder ihr eigenes Leben erkennen können, was sie ja sehr wohl ebenfalls zu schätzen wissen, aber auch damals schon nicht genug bekamen. Weil die Erwachsenen meist zu ängstlich sind und ihnen zu wenig zutrauen. Heute ist das noch schlimmer geworden.
Wo ziehen Sie die Grenze? Ab wann ist ein Thema zu schwer für Kinder — oder gibt es diese Grenze gar nicht?
Die wichtigste Grenze ist die der Langeweile, Betulichkeit und Pädagogik. Ich mache keine Kinderbücher, die auch nur von ferne nach so etwas riechen. Wir sind im Gegenteil direkt antipädagogisch unterwegs. Inhaltlich würde ich nichts machen, das aktuell (d.h. in einem Staat ohne AfD-Einschränkungen o.ä.) auf den Index kommen würde. Also keine Gewaltverherrlichung, Nazi-Zeug oder Pornografie. Und ein persönliches Tabu habe ich außerdem: Ich würde Kindern unter 7 Jahren nicht von Abtreibungen erzählen. Älteren auch nur auf Anfrage und eher nicht per Buch. Ich persönlich finde einfach, sie müssen, während sie Kind sind, noch lange nicht wissen, dass es die Möglichkeit gegeben hätte, sie wieder wegzuschicken.
Wer entscheidet eigentlich, was für Kinder „altersgerecht“ ist — Verlage, Eltern, Pädagogen oder die Kinder selbst?
Letztlich natürlich die Kinder selbst. Jedes Buch, das ein Kind liest, ist ein Kinderbuch. Egal, welches. Aber um den Verkauf und die Vermittlung kümmern sich nun mal die Erwachsenen, und die setzen dann diese Altersmarkierungen. Wir nennen immer ein Alter, das wir und unser Vertrieb so ungefähr für Handelszwecke okay halten, aber das tun wir nur für die viel zu vorsichtigen Erwachsenen. Denn die Kinder selbst merken ja sofort, wenn ein Buch für sie nicht passt, und dann legen sie es weg.
Was unterscheidet Ihren Ansatz von anderen Kinderbuchverlagen — und was können Sie sich von anderen abschauen?
Wir schauen konsequent nach dem, was Kinder wissen wollen und worin sie ihr eigenes Leben erkennen können – statt nach dem, was sie wissen sollten. Der Blick der Kinder auf die gegenwärtige Welt ist für uns wichtiger als der von erwachsenen Pädagog:innen auf Kinder. Wir versuchen dies mit realistischen Inhalten zu beantworten, also so wenig wie möglich fantastische Elemente oder Handlungslinien, vermenschlichte Tierfiguren oder dergleichen zu benötigen. Wir zeigen in unseren Büchern auch die ambivalenten, traurigen und anstrengenden Seiten des Kinderlebens. Und wir geben dem Hang der Kinder nach Quatsch viel Raum. Das kann alles gerne recht derbe und drastisch sein. Wichtig ist dennoch, dass ein Kind irgendwie erbaut aus dem Buch herauskommt, also positiv in Schwingung versetzt und in seiner Freude am Sein bekräftigt wird. In dieser Gesamt-Haltung sind wir so konsequent auf Seiten der Kinder, dass das nicht immer gut fürs Geschäft ist.
Anderen gelingt oft die Vermarktung besser. Wir sind ziemlich auf die Inhalte konzentriert, freuen uns, ein starkes und gesprächslustig machendes Buch auf diesen überreifen Markt zu werfen – und müssen leider oft hilflos zuschauen, wie es in der Masse der anderen Angebote untergeht. Dieses Nachfassen nach der Publikation, das Ausschlachten aller Verbreitungsmöglichkeiten – das können andere oft deutlich besser. Sie investieren dafür mehr Geld und Energie, während wir schon wieder japsend am nächsten Programm arbeiten und für die Mühen des Marketings einfach zu wenig menschliche und finanzielle Ressourcen haben.
Welches Ihrer Bücher hat die stärkste Reaktion ausgelöst — positiv wie negativ?
Immer mal wieder gibt es sehr starke Reaktionen in beide Richtungen, ich kann da kein Ereignis als Stärkstes oder Markantestes rausgreifen. Sehr wichtig war einmal ein einzelner Facebook-Post, ein Hilferuf von uns für das sehr berührende kleine Buch „Klein“, das von häuslicher Gewalt erzählt und deshalb sehr schwierig zu verkaufen war. Der eine Post hat es gerettet, die Resonanz war riesig und so nachhaltig, dass das Buch inzwischen seit vielen Jahren ein Longseller ist. Das war sozusagen ein Candy-Storm allererster Güte – er fegte das Buch sogar für Tage auf Platz 1 von allen (!) Amazon-Titeln.
Shitstürme können auch sehr hilfreich sein; wir haben mehrere erlebt. Der heftigste tobte um unser Buch „Alles lecker“, in dem wir ein Schwein in Massentierhaltung zeigen. Das machte den Bauernverband wütend, was dem Buch einen Riesenabsatz bescherte.
Ein anständiger Shitstorm ist jedenfalls Gold wert. Wir haben keine Angst davor, weil wir ja vorher schon wissen, warum wir die jeweiligen Bücher wichtig finden, d.h., wir werden von kritischen Stimmen in der Regel nicht überrascht, sondern sind darauf vorbereitet, antizipieren sie schon, während wir das Buch planen. Und wenn man in diesem Punkt gelassen ist, kann so eine Diskussion, auch wenn sie teilweise giftig wird, schön Schwung hineinbringen.
Leider scheint die Zeit der „stärksten Reaktionen“ vorbei zu sein. Nicht, weil wir plötzlich bravere Bücher machen würden, im Gegenteil. Die Streitlust über sie hat nachgelassen; vermutlich haben die Leute ganz allgemein härtere Dinge zu diskutieren und keine Energie mehr, sich über ein Kinderbuch aufzuregen.
Was wünschen Sie sich für die Kinderliteratur der nächsten zehn Jahre?
Ich wünsche mir, dass die heutigen jungen Eltern hungrige Leser von echten, anspruchsvollen Erwachsenenbüchern sind, ganz egoistisch für sich selbst. Die Kinder sollen ums Vorlesen betteln und hören, dass die Mama sagt: O nee, ich bin grad selbst in so einem spannenden Buch, aber na gut, komm her. Ich wünsche mir auch, dass Erwachsene Kinderbücher nicht zu ihrer eigenen Beschwichtigung brauchen (und ihren Kindern daher beruhigende, verlogen-tröstliche, neue Heile-Welt-Kinderbücher kaufen), sondern selbst Spaß an markanten und ehrlichen, aufkratzenden Geschichten für Kinder entwickeln. Dass sie ihre eigenen Handys weglegen und mit ihren Kindern über diese Bücher ins Reden geraten.
Ich wünsche mir, dass die Politik Leseförderung und damit Bildung als eins der wichtigsten Staatsziele betrachtet, wenn sie die Demokratie erhalten will. Dass also da ein richtiger Ruck passiert und starke Strukturen dafür fest verankert werden.
Ich wünsche mir Erwachsene, die einen Ekel gegen alles kultivieren, was KI im Kinderbuch macht. Dass sie ein Sensorium dafür entwickeln und diesen wirklich schädlichen Dreck meiden wie der Teufel das Weihwasser.
Vielen Dank, Monika Osberghaus, für dieses Gespräch — und dafür, dass Sie sich vor keiner Antwort gedrückt haben.Wir hoffen noch viele tolle Bücher von Euch auch bei uns im Magazin vorzustellen.
Peter Brendt
Wir haben Productive Books gegründet, um eine Plattform zu schaffen, auf der Autoren und Leser zusammenkommen können, um die Freude am Lernen und Entdecken zu teilen. Im #bookstagram Magazin können Leser neue Bücher entdecken und ehrliche Rezensionen finden.
Die fünf wichtigsten Buchtrends im September 2026
Von Peter Brendt|Zwischen den Zeilen|03. September 2026|4 Min. Lesezeit
Während im Juli gezeigt wurde, wie sich klassische Genres wie Romantasy weiter ausdifferenzieren und in Spielarten wie Dark Romantasy oder Cozy Fantasy aufspalten, geht die aktuelle Entwicklung noch einen Schritt weiter. Der Markt löst die starren Grenzen zwischen den Hauptgenres fast vollständig auf.
1. Genre-Bending & Extreme Cross-Over
Leserinnen und Leser geben sich nicht mehr mit vorgefertigten Schema-F-Kategorien zufrieden, sondern suchen gezielt nach unerwarteten Crossover-Erlebnissen: Sci-Fi trifft auf historische Romanze, Cozy Mystery verbindet sich mit Cyberpunk, oder Horror verschmilzt mit klassischem Liebesroman. Für Lesende bedeutet das eine völlig neue Vielfalt im Bücherregal – sie können exakt die Nischenkombinationen entdecken, die ihren persönlichen Geschmack treffen, anstatt Kompromisse eingehen zu müssen. Für Autoren eröffnet sich dadurch die Freiheit, beim Plotten kühnere Wege zu gehen. Sie sind nicht mehr gezwungen, ihre Geschichten in ein einzelnes Genre-Korsett zu zwängen, sondern nutzen diese extremen Kombinationen als Alleinstellungsmerkmal, um sich von der Masse abzuheben. Auf der anderen Seite – wird das Bücher finden jetzt schwerer oder leichter für Leser? Was meint ihr?
2. Professionelles Hybrid-Publishing als neuer Standard
In der Vergangenheit lag das Augenmerk auf dem Direktvertrieb (D2C) und im August auf der Backlist-Pflege im Selfpublishing. Die logische Konsequenz daraus ist die Etablierung des professionellen Hybrid-Publishings als gleichwertiges Geschäftsmodell.
Lesende profitieren von dieser Entwicklung spürbar: Sie erhalten Titel, die einerseits die Unabhängigkeit, Frische und Nahbarkeit von Indie-Werken besitzen, andererseits aber in puncto Lektorat, Druckqualität und Erhältlichkeit im physischen Buchhandel absolut verlässlich sind. Autoren wiederum müssen sich nicht mehr kompromisslos für das eine und gegen das andere Modell entscheiden. Sie nutzen Hybriddienstleister oder Verlage für spezifische Formate (etwa den flächendeckenden Print-Vertrieb im stationären Handel), während sie die digitalen Rechte, Sonderauflagen und ihren direkten Leserkontakt weiterhin in eigener Regie führen. Dieses Hybrid-Publishing wird so auch zum Motor für den nächsten Punkt.
Quelle:Alliance of Independent Authors (ALLi) / Atmosphere Press
3. Entschleunigung und funktionale Barrierefreiheit im Print
Nachdem im Juli der Boom von aufwendigen Special Editions mit Farbschnitt, Folienprägung und Sammler-Details beleuchtet wurde, etabliert sich nun eine starke Gegenbewegung. Als Ausgleich zur visuellen Reizüberflutung auf Social Media und den extrem opulenten Sonderausgaben wächst die Nachfrage nach schlichtem, entschleunigendem Design.
Leser können nun gezielt zu Ausgaben greifen, die für ein entspanntes, augenschonendes Leseerlebnis optimiert sind. Großzügige Typografie, durchdachter Weißraum und minimalistisch gestaltete Einbände sprechen insbesondere Gelegenheitsleser sowie Menschen an, die ein Buch als bewussten Rückzugsort ohne optischen Lärm suchen. Für Autoren entsteht hierbei die Möglichkeit, ihr Print-Portfolio clever zu diversifizieren: Neben der edlen, limitierten Sammlerausgabe für die Hardcore-Community bietet eine reduzierte, barrierefreie Standardausgabe die Chance, neue Zielgruppen anzusprechen, die schlichte Funktionalität beim Lesen bevorzugen.
Schlagworte, Tropes und Stimmungs-Labels haben wir erklärt und auch ein kostenloses Fachbuch zum Thema angeboten. Diese Entwicklung hebt durch den Einsatz moderner KI-Systeme jetzt auf eine neue Ebene ab: Die reine Schlüsselwort-Suche wird zunehmend durch semantische KI-Agenten abgelöst.
Lesende suchen Bücher heute nicht mehr nur über starre Kategorien oder Hashtags, sondern führen komplexe Suchgespräche mit KI-Assistenten. Sie können Eingaben machen wie: „Empfiehl mir ein Buch mit der düsteren Atmosphäre von Titel X, aber dem schnellen Erzähltempo und der Beziehungsdynamik von Titel Y.“ Die KI analysiert dafür den gesamten Textbestand, Klappentexte und Leseproben auf Stimmung, Tempo und Tonalität. Für Autoren bedeutet dies, dass bloßes Aneinanderreihen von Modebegriffen im Hintergrund an Wirkung verliert. Sie haben jetzt die Chance, durch bildhafte, emotional präzise Klappentexte und handwerklich starke Leseproben von den Algorithmen exakt jenen Lesern empfohlen zu werden, die genau ihren Schreibstil suchen. Aber wir müssen genau hinsehen – wer füttert diese KI? Wer den Inhalt bestimmt, bestimmt was wir lesen oder als Autoren verkaufen. Was früher Macht bei den Suchmaschinen war, wird jetzt noch undurchschaubarer.
Quelle:d-velop (KI-Trends 2026: Von Chatbots zu KI-Agenten) / literaturcafe.de
5. Diversität durch Mikro-Nischen und Subkulturen
Anknüpfend an die Erkenntnisse aus den Vormonaten, dass universelle Bestseller an Zugkraft verlieren und Zielgruppen sich stark fragmentieren, rücken im Spätsommer extrem spezifische Subkulturen in den Mittelpunkt.
Leserinnen und Leser finden sich immer öfter in Büchern wieder, die exakt ihre eigene Lebensrealität, ein sehr spezielles Hobby oder eine regionale Identität widerspiegeln. Das Leseerlebnis wird dadurch persönlicher und emotional verbindlicher, da die Geschichten nicht mehr für den kleinsten gemeinsamen Nenner der Masse geglättet sind. Autoren wiederum bietet sich die Chance, sehr fokussierte Communities aufzubauen. Anstatt zu versuchen, ein Millionenpublikum mit einem allgemeinen Thema zu erreichen, bauen sie eine extrem treue und engagierte Leserschaft auf, indem sie tief in eine hochgradig spezifische Mikro-Nische eintauchen.
Quelle:Ghostwriters Planet (Micro-Niche eBook Markets 2026) / Inkfluence AI
Peter Brendt
Wir haben Productive Books gegründet, um eine Plattform zu schaffen, auf der Autoren und Leser zusammenkommen können, um die Freude am Lernen und Entdecken zu teilen. Im #bookstagram Magazin können Leser neue Bücher entdecken und ehrliche Rezensionen finden.
Die Seite, die keiner liest – und die dich 5.000 Euro kosten kann
Von Peter Brendt|Zwischen den Zeilen|02. September 2026|9 Min. Lesezeit
Das Impressum ist die unscheinbarste Seite in jedem Buch. Für Selfpublisher ist sie zugleich die gefährlichste.
Was drinstehen muss, steht in 16 verschiedenen Gesetzen – und in den meisten kursierenden Mustervorlagen steht das Falsche.
Es gibt eine Passage, die sich seit Jahren durch die Selfpublishing-Szene fortpflanzt wie ein Kettenbrief. Sie lautet: Verantwortlich für den Inhalt nach § 18 Abs. 2 MStV. Sie steht in Mustervorlagen, in Blogartikeln, in Facebook-Gruppen und inzwischen in vermutlich zehntausenden selbstverlegten Büchern.
Sie ist falsch.
Der Medienstaatsvertrag regelt journalistisch-redaktionell gestaltete Telemedien – also Websites, Blogs, Newsportale. Ein Buch ist kein Telemedium. Ein Buch ist ein Druckwerk, und Druckwerke fallen in Deutschland unter das Presserecht der Länder. Die Vorlage, die halb Selfpublishing-Deutschland benutzt, stammt aus einem Website-Impressum.
Praktisch harmlos? Vermutlich. Eine falsche Rechtsgrundlage im Impressum wird (hoffentlich) kaum jemand abmahnen, solange die geforderten Angaben vorhanden sind. Aber die Fehlzitierung ist ein Symptom: Die meisten Selfpublisher wissen nicht, welchem Gesetz sie eigentlich unterliegen. Und das wird dort teuer, wo die Vorlagen nicht nur die falsche Norm nennen, sondern echte Pflichtangaben weglassen.
Sechzehn Gesetze, ein Buch
Wer in Deutschland ein Buch selbst herausgibt, ist rechtlich Verleger. Diese Rolle bringt die Impressumspflicht mit – geregelt in den Landespressegesetzen, und die sind eben nicht bundeseinheitlich.
Der gemeinsame Kern ist überall gleich: Name und ladungsfähige Anschrift des Verlegers, beim Selbstverlag also des Verfassers oder Herausgebers. Dazu in den meisten Bundesländern Name und Anschrift der Druckerei. So formuliert es exemplarisch § 8 des baden-württembergischen Landesmediengesetzes, so ähnlich Art. 7 des Bayerischen Pressegesetzes.
Und dann fängt das Kleingedruckte an. In Berlin genügt der Ort statt der vollständigen Anschrift. Hessen und Rheinland-Pfalz verlangen bei eingetragenen Verlagen zusätzlich Namen und Anschrift der Vertretungsberechtigten. Thüringen will die Eigentumsverhältnisse des Verlags wissen. Hamburg fordert in § 9 des Pressegesetzes ausdrücklich die Nennung des Verfassers beim Selbstverlag.
Wer sein Impressum aus einer Vorlage baut, ohne einmal ins Gesetz seines eigenen Bundeslandes zu schauen, arbeitet mit einem Schätzwert.
Der Verstoß ist übrigens keine Kleinigkeit: Ein fehlendes oder fehlerhaftes Impressum ist eine Ordnungswidrigkeit. In den meisten Ländern drohen bis zu 5.000 Euro Bußgeld, in Brandenburg bis zu 25.000, in Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Thüringen bis zu 50.000 Euro. Dass diese Summen selten ausgeschöpft werden, ändert nichts an der Rechtslage.
Das Pseudonym-Missverständnis
Hier kommt der zweite große Irrtum. Das gängige Vorgehen lautet: „Wenn du deine Privatadresse nicht im Buch haben willst, nimm einen Impressumservice und veröffentliche unter Pseudonym.“
Der erste Teil stimmt. Der zweite nicht ohne Weiteres.
Impressumdienste stellen eine ladungsfähige c/o-Adresse bereit – eine Anschrift, an der Post und gerichtliche Zustellungen tatsächlich ankommen. Das ist legal, etabliert und für Autorinnen zu kontroversen Themen ein echter Schutz. Ein Postfach erfüllt diese Anforderung ausdrücklich nicht.
Aber die Landespressegesetze verlangen eben nicht nur eine Adresse, sondern den Namen des Verfassers. Und damit ist die reine Pseudonym-Veröffentlichung ohne Klarnamen im Impressum in den meisten Bundesländern rechtlich angreifbar. Die anerkannten Auswege sind eng: ein im Personalausweis eingetragenes Künstlerpseudonym – dafür muss man unter dem Namen überregional bekannt sein – oder ein Zustellungsbevollmächtigter, dessen Konstruktion in der Literatur nicht unumstritten ist.
Manche Impressumdienste werben trotzdem damit, den Klarnamen ersetzen zu können. Wer sich darauf verlässt, sollte sich das schriftlich geben lassen – und im Zweifel anwaltlich prüfen.
Was seit Dezember 2024 dazugekommen ist
Fast alle kursierenden Vorlagen stammen aus der Zeit davor. Deshalb fehlt in ihnen ein Punkt, der inzwischen echte Pflicht ist: die EU-Produktsicherheitsverordnung (GPSR).
Seit dem 13. Dezember 2024 muss auf jedem physischen Produkt, das in der EU in Verkehr gebracht wird, der Hersteller mit Name, Postanschrift und einer direkten elektronischen Kontaktadresse genannt sein. Ein Buch ist ein solches Produkt. Der Selfpublisher ist sein Hersteller. Die Verlagshomepage als URL genügt ausdrücklich nicht – es braucht eine E-Mail-Adresse oder ein Kontaktformular, über das Verbraucher Beschwerden und Sicherheitsprobleme melden können.
Print-on-Demand verschiebt die Rollen: Wer über BoD oder Tolino Media veröffentlicht, hat es unter Umständen mit dem Dienstleister als Hersteller zu tun und übernimmt dessen Angaben. Bei Amazon KDP bleibt der Autor Hersteller. Ein Blick in die FAQ des eigenen Anbieters lohnt sich mehr als jede Vorlage.
Für reine E-Books gilt die GPSR nach herrschender Auffassung nicht – sie werden als Dienstleistung eingestuft, nicht als Produkt. Die Impressumspflicht aus dem Presserecht greift dort trotzdem.
Freiwillig, aber sinnvoll
Interessanterweise sind viele der Bausteine, die in jedem Standardimpressum stehen, gesetzlich gar nicht vorgeschrieben:
Die bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek ist ein Höflichkeitshinweis. Was Pflicht ist, ist etwas anderes: die Ablieferung der Pflichtexemplare an die DNB. E-Books werden per Upload gemeldet, gedruckte Bücher ab einer Auflage von 25 Exemplaren abgeliefert.
Die ISBN ist keine gesetzliche Pflicht. Ohne sie kommt man allerdings kaum in Buchhandel und Bibliotheken – und die GPSR verlangt, dass ein Produkt eindeutig identifizierbar ist, wofür sich die ISBN anbietet.
Der Bildnachweis ist ebenfalls keine presserechtliche Pflichtangabe. Aber Bildrechtsverletzungen sind der wahrscheinlichste Grund, aus dem ein Selfpublisher tatsächlich Post von einem Anwalt bekommt. Jede Coverquelle, jedes Innenfoto, jede Lizenz gehört sauber dokumentiert – im Impressum oder in einem separaten Nachweis.
Die KI-Frage: weniger dramatisch, als alle behaupten
Am 2. August 2026 werden die Transparenzpflichten aus Artikel 50 der EU-KI-Verordnung anwendbar. Seitdem geistert durch Autorenforen die Behauptung, ab dann müsse jedes KI-gestützte Buch eine Kennzeichnung ins Impressum drucken.
So einfach ist es nicht.
Artikel 50 enthält vier verschiedene Pflichten. Für Buchautoren relevant sind im Kern zwei. Die erste betrifft KI-generierte Texte, die veröffentlicht werden, um die Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse zu informieren. Ein Roman fällt darunter nicht. Ein Sachbuch zu Politik, Gesundheit oder Zeitgeschehen kann darunter fallen. Entscheidend ist aber die Ausnahme: Wer den Text vor Veröffentlichung inhaltlich prüft – auf Richtigkeit, Plausibilität, Quellen – und als klar identifizierbare Person die redaktionelle Verantwortung übernimmt, muss nicht kennzeichnen. Reines Drüberlesen und Rechtschreibkorrektur genügen dafür laut dem Leitlinienentwurf der EU-Kommission ausdrücklich nicht.
Die zweite relevante Pflicht betrifft Deepfakes – und der Begriff ist im AI Act weiter gefasst, als die Schlagzeilen vermuten lassen. Erfasst sind realistisch wirkende Darstellungen von Personen, Orten oder Ereignissen, die jemand für echt halten könnte. Ein KI-generiertes Cover mit einem fotorealistischen Gesicht ist damit potenziell kennzeichnungspflichtig. Ein stilisiertes, offensichtlich illustratives Cover nicht. Für künstlerische und fiktionale Werke sieht die Verordnung eine Erleichterung vor: Die Offenlegung muss so erfolgen, dass sie die Darstellung des Werks nicht beeinträchtigt – ein Vermerk im Impressum genügt.
Unabhängig davon: Amazon KDP verlangt beim Upload eine Offenlegung KI-generierter Inhalte gegenüber Amazon. Das ist kein Impressumsvermerk, sondern eine Angabe im Verlagskonto – eine vertragliche Pflicht, keine gesetzliche.
Bleibt die Frage, ob man freiwillig kennzeichnet. Viele tun es, und die Gründe sind gut: Transparenz schafft Leservertrauen, und die Auslegungspraxis der Aufsichtsbehörden ist ab August 2026 noch offen. Wer kennzeichnet, sollte sich für eine ehrliche Abstufung entscheiden:
Minimale Nutzung – KI als Recherche- und Korrekturwerkzeug: „Dieses Werk wurde vom Autor eigenständig verfasst. Generative KI-Systeme wurden ausschließlich punktuell zur Recherche und formalen Textoptimierung genutzt.“
Moderate Nutzung – KI liefert Rohentwürfe, der Autor überarbeitet substanziell: „Bei der Ausarbeitung kamen generative KI-Systeme zur Erstellung von Rohentwürfen zum Einsatz. Sämtliche Inhalte wurden vom Autor geprüft, maßgeblich überarbeitet und in die endgültige Fassung gebracht.“
Intensive Nutzung – Co-Kreation, der Autor kuratiert und verantwortet: „Dieses Werk entstand in Co-Kreation mit generativen KI-Systemen. Wesentliche Textabschnitte wurden KI-basiert erzeugt, vom Autor kuratiert, auf sachliche Richtigkeit geprüft und redaktionell finalisiert.“
Bildmaterial – separat auszuweisen: „Das Cover wurde mithilfe generativer KI-Bildprogramme erstellt und nachbearbeitet.“
Wer hier übertreibt oder untertreibt, riskiert im ersten Fall unnötige Angriffsfläche, im zweiten den Vorwurf der Irreführung. Der ehrliche Satz ist der sicherste.
Ein Musterimpressum – mit dem richtigen Paragrafen
Beachte: Die Rechtsgrundlage ist das Landespressegesetz deines Bundeslandes – nicht der Medienstaatsvertrag. Wenn du die Norm zitieren willst, zitiere die richtige. Wenn du unsicher bist, zitiere gar keine: Vorgeschrieben sind die Angaben, nicht der Paragrafenverweis. Der kostenfreie Impressumsgenerator von Bukido kann helfen ein Impressum schnell und unkompliziert zu erstellen. Bei unserer Suche durchs Web sind wir aber auch auf viele Impressumsgeneratoren gegstoßen, die entweder falsch waren oder gar nicht für Bücher sondern für Webseiten gedacht sind. Das ist ein Unterschied.
Fünf Fragen vor dem Upload
Habe ich in das Landespressegesetz meines Bundeslandes geschaut – nicht in eine Vorlage aus Bayern, während ich in Thüringen wohne?
Steht mein Klarname im Impressum, oder verlasse ich mich auf eine Pseudonym-Konstruktion, die ich mir nicht schriftlich habe bestätigen lassen?
Ist eine direkte E-Mail-Adresse angegeben – nicht nur eine Website-URL?
Ist der Drucker genannt, sofern mein Bundesland das verlangt?
Habe ich für jedes einzelne Bild einen Nachweis, den ich im Streitfall vorlegen könnte?
Dieser Artikel gibt den Stand von Juli 2026 wieder und ersetzt keine Rechtsberatung. Die Auslegung von Artikel 50 der EU-KI-Verordnung ist zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht durch Aufsichtspraxis oder Rechtsprechung gefestigt. Bei kommerziell relevanten Titeln lohnt die Prüfung durch eine auf Presse- und Urheberrecht spezialisierte Kanzlei.Dies gilt auch bei kostenfreien Impressumsgeneratoren wir auf Bukido.
Fazit: Ein Impressum ist keine Formalie am Buchende. Es ist der Punkt, an dem sichtbar wird, ob jemand sein Buch zu Ende gedacht hat. Die zehn Minuten, die es kostet, den richtigen Paragrafen nachzuschlagen, sind die günstigste Versicherung im ganzen Projekt.
Peter Brendt
Wir haben Productive Books gegründet, um eine Plattform zu schaffen, auf der Autoren und Leser zusammenkommen können, um die Freude am Lernen und Entdecken zu teilen. Im #bookstagram Magazin können Leser neue Bücher entdecken und ehrliche Rezensionen finden.
Werbung sichtbar machen – so einfach geht rechtssichere Kennzeichnung auf Instagram
Von Peter Brendt|Zwischen den Zeilen|22. Juni 2026|4 Min. Lesezeit
Kostenlose Overlay-PNGs für Buchbloggerinnen und Buchblogger Ein neues Urteil des Landgerichts Köln hat im Mai 2026 klargestellt, was viele von uns bisher nicht wussten: „Rezensionsexemplar“ in der Caption reicht nicht mehr.
Die Kennzeichnung muss direkt im Bild sichtbar sein – also schon im Vorschaubild im Grid, bevor jemand überhaupt auf den Post klickt.Was das genau bedeutet und wen es betrifft, haben wir in der Juli-Ausgabe des Bookstagram Magazins ausführlich aufbereitet. Hier gibt es die praktische Lösung dazu: fertige PNG-Overlays, die ihr einfach über eure Buchfotos legt.
Was sind die Overlays und warum brauche ich sie? Die Overlays sind transparente PNG-Dateien mit einem farbigen Textbalken. Ihr legt sie als Ebene über euer Buchfoto – fertig. Das Ergebnis ist ein Post, der schon im Grid auf den ersten Blick zeigt: hier ist Werbung. Kein Grafikprogramm, kein Design-Know-how nötig. Einmal heruntergeladen, könnt ihr die Overlays immer wieder verwenden.
Was ist enthalten? Das Paket enthält 30 PNG-Dateien in vier Kategorien, farblich codiert damit ihr auf einen Blick die richtige Variante findet: 🔵 Blau – Rezensionsexemplar Für Bücher, die ihr kostenlos erhalten habt, ohne dafür bezahlt zu werden. Varianten: Rezensionsexemplar | Werbung · Leseexemplar erhalten | Werbung · Kostenfrei erhalten | Werbung · ARC | Werbung 🟢 Grün – Kooperation Für bezahlte Zusammenarbeiten mit Verlagen, Autoren oder anderen Partnern. Varianten: Anzeige · Werbung · Bezahlte Kooperation | Werbung · Verlagskooperation | Werbung · In Zusammenarbeit | Werbung 🟣 Violett – Eigenwerbung Für Autorinnen und Autoren, die ihr eigenes Buch promoten. Varianten: Eigenwerbung · Mein Buch | Werbung · Selbstpromotion | Werbung 🟤 Braun – Grenzfälle Für Sondersituationen wie Buchgeschenke, Verlosungspreise oder Pressematerial. Varianten: Mit freundlicher Unterstützung | Werbung · Buchgeschenk | Werbung · Pressematerial | Werbung
Jede Variante ist in zwei Formaten enthalten: 1080 × 1080 px für quadratische Feed-Posts 1080 × 1350 px für Hochformat-Posts
Welche Variante ist die richtige für mich?
Situation Empfehlung
Ihr habt das Buch kostenlos zugeschickt bekommen: 🔵 Rezensionsexemplar | Werbung
Ihr habt ein ARC (Advance Reader Copy) erhalten: 🔵 ARC | Werbung
Der Verlag zahlt euch für den Post: 🟢 Verlagskooperation | Werbung
Ihr habt einen bezahlten Kooperationsvertrag: 🟢 Bezahlte Kooperation | Werbung
Ihr promotet euer eigenes Buch: 🟣 Eigenwerbung
Ihr habt das Buch als Geschenk bekommen: 🟤 Buchgeschenk | Werbung
Ihr habt Pressematerial erhalten: 🟤 Pressematerial | Werbung
Ihr habt das Buch selbst gekauft: Keine Kennzeichnung nötig ✓
So verwendet ihr die Overlays In Canva
Neues Design in der gewünschten Größe anlegen (1080 × 1080 oder 1080 × 1350)
Euer Buchfoto als Hintergrund einfügen
Über „Uploads“ die passende PNG-Datei hochladen
PNG auf das Foto ziehen – es liegt automatisch als transparente Ebene oben drauf
Position bei Bedarf anpassen (empfohlen: oben links oder oben zentriert)
Herunterladen und posten
In Lightroom Mobile
Foto öffnen und bearbeiten
Über „Ebenen“ (in der kostenpflichtigen Version) die PNG-Datei importieren
Overlay positionieren und Deckkraft bei Bedarf anpassen
Exportieren
Direkt in Instagram (Stories & Reels)
Für Feed-Posts ist ein externer Editor empfohlen. Für Stories könnt ihr die fertige Komposition als JPG exportieren und direkt hochladen.
In anderen Apps Die Overlays funktionieren in jeder App, die PNG-Ebenen unterstützt – zum Beispiel Snapseed, PicsArt oder Adobe Express und sogar Windows Paint.
Häufige Fragen Muss ich wirklich kennzeichnen, wenn ich kein Geld bekomme? Ja. Sobald ihr ein Buch kostenlos erhalten habt und darüber postet, liegt rechtlich gesehen Werbung vor – unabhängig davon, ob Geld geflossen ist. Das hat das OLG Frankfurt bereits 2022 klargestellt. Reicht „Rezensionsexemplar“ in der Caption nicht mehr? Nach dem aktuellen Urteil des LG Köln nicht. Der Hinweis muss bereits im Vorschaubild sichtbar sein – also im Bild selbst, bevor jemand den Post öffnet. Sind „Ad“ oder „Sponsored“ auch zulässig? Nein. Nach deutschem Recht sind nur „Werbung“ und „Anzeige“ rechtssicher. Englische Begriffe reichen nicht aus. Was ist, wenn ich das Buch selbst gekauft habe? Dann braucht ihr keine Kennzeichnung – vorausgesetzt, es besteht keine andere kommerzielle Verbindung zum Verlag oder Autor. Darf ich die Overlays weitergeben? Ja, gerne. Die Overlays sind kostenlos und dürfen frei verwendet und geteilt werden – ein Hinweis auf productive-books.org freut uns natürlich.
Hinweis: Mehr zum Thema Werbekennzeichnung auf Instagram – inklusive einer ausführlichen Einordnung des LG-Köln-Urteils und konkreten Handlungsempfehlungen – findet ihr in der Juli-Ausgabe des kostenlosen Bookstagram Magazins auf productive-books.org. Je nach Anordnung der Bilder kann dies auch für andere Social Media Anbieter (bspw. Facebook) zutreffen!
Peter Brendt
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Sigra Eismann - Autorinnenvorstellung
Von HelgasBuecherparadies|Autorenvorstellung|17. August 2026|2 Min. Lesezeit
Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Sigra Eismann vorstellen. Doch wer steckt hinter der Autorin?
Das erzählt sie euch heute selbst:
Ein Leben ohne Bücher ist sinnlos – das war für mich schon als Kind klar. Wenn meine Großeltern Besuch hatten, wurde ich dazu gerufen, um allen vorzulesen, weil ich das „doch so schön kann“. Als Teenie schrieb ich Buffy-Fanfiction und die Horror-Story „Insel des Grauens“.
Es gab nie Zweifel: Beruflich will ich mal was mit Schreiben machen. In der thüringischen Provinz, in der ich aufgewachsen bin, gab es dahingehend aber nicht viele Optionen und so brachte mich 2013 dann ein Volontariat beim Onlinemagazin Promiflash nach Berlin. Ein Schritt, der mein Leben in vielerlei Hinsicht komplett verändert hat.
In den folgenden Jahren hab ich immer irgendwie mit Content gearbeitet: für Startups, Medienhäuser, Digitalagenturen. Der Wunsch, ein Buch zu schreiben, war immer da, wurde im Laufe der Jahre aber einfach vom Leben zugeschüttet. Und die Grube letztlich von Selbstzweifeln und fehlendem Mut bewacht. Irgendwann inspirierte mich Herzschmerz wieder zum Schreiben kurzer Texte, aber weiterhin hat die große Idee gefehlt, die sich für mich für ein Buch richtig angefühlt hat.
Im Herbst 2024 kam die dann endlich und jetzt sind wir hier und ich darf mich nach der Veröffentlichung meiner Debüt-Novelle „Vergiss nicht, was uns Zuflucht war“ am 28.07.2026 nun Autorin nennen.
Verrückt, sehr oft irrational und beängstigend. Ich bin ein sehr sensibler, empathischer Mensch, der dazu neigt, alles zu zerdenken – das ist bei dem Ganzen wirklich nicht hilfreich. Auf der anderen Seite wäre mein Buch sicher auch nicht das, was es ist, wenn ich nicht so wäre.
Und sonst? Auch nach 13 Jahren in Berlin bin ich der Stadt nicht müde. Ihr hab ich die mir liebsten Menschen zu verdanken und dass ich mich selbst gefunden hab. Ich liebe gutes Essen, Rosé und Margaritas, bin für immer Linkin Park- und Buffy-Fan. Und sehr, sehr dankbar, dass ich das Privileg hatte, meinen Traum zu verwirklichen.
Ganz herzlichen Dank für die wunderbaren und persönlichen Einblicke. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg, viele inspirierende Momente und alles Gute für Deinen weiteren Weg als Autorin!
HelgasBuecherparadies
Mein Name ist Helga, ich bin verheiratet und Mutter von zwei Kindern. 2018 habe ich meinen Blog Helgas Bücherparadies ins Leben gerufen, um meine Leidenschaft für Thriller und Psychothriller mit anderen zu teilen. Dank euch habe ich inzwischen uber 15.000 Follower auf Facebook und konnte bereits einige Auszeichnungen wie den Skoutz-Award 2021 gewinnen.
Von HelgasBuecherparadies|Autorenvorstellung|15. August 2026|2 Min. Lesezeit
Heute freue ich mich sehr, euch die sympathische Autorin Astrid Lehmann näher vorzustellen. Ihre besondere Lebensgeschichte verbindet Frankreich, den Schwarzwald und die Liebe zum Schreiben auf eine ganz außergewöhnliche Weise.
Französische Schwarzwälderin, europäische Nomadin und ein Kind des Waldes So richtig gefunden im Leben habe ich mich erst durch das Schreiben.
Geboren bin ich in Frankreich. Meine Mutter stammt aus der Bretagne, mein Vater aus dem Schwarzwald. Ende der 70er Jahre bin ich mit meinen Eltern nach Freiburg gezogen, ohne ein Wort Deutsch zu können! Nach dem Abitur auf dem Deutsch-Französischen Gymnasium habe ich zunächst eine Banklehre absolviert, der ausdrückliche Wunsch meines Vaters. Nach meinem Studium in Frankfurt bin ich dann als „Expat“ in der Welt herumgereist.
Ich habe in vielen Ländern gelebt und gearbeitet. Klingt aufregend, war es aber nicht immer. Denn ich habe auch Zeiten der Einsamkeit erlebt. Dieses Gefühl, „anders“ zu sein, hat mich begleitet. Wer bin ich, wo gehöre ich hin? Die Sehnsucht nach einem „Zuhause“ wurde stärker, und so bin ich nach vielen Jahren im Ausland wieder in den Schwarzwald zurückgekehrt, wo ich, nach einigen Kehren, meine ganz persönliche Heimat gefunden habe.
Die Liebe zur Natur hat meinem Leben eine neue Richtung geschenkt: nach einer Ausbildung als Wildpflanzenpädagogin, folgte eine Zertifizierung im Bereich Feldbotanik, sogleich dann auch mein erstes Buch „Wildpflanzenküche aus dem Schwarzwald“. Mehrere Sachbücher folgten. Doch ich habe gemerkt, dass ich noch andere Geschichten in mir trage.
Geprägt von meiner tiefen Liebe zu Frankreich und diesem Gefühl, „anders“ zu sein, habe ich eine Familiengeschichte geschrieben: „Nur ein kurzer Sommer“, nominiert für den Delia Literaturpreis 2026. Vor wenigen Wochen ist dann „Und der Wind steht still“ erschienen, wieder eine deutsch-französische Geschichte, die in der Nachkriegszeit spielt und auf historischen Begebenheiten beruht.
Heute weiß ich: Ich bin eine „französische Schwarzwälderin“. Das ist meine ganz persönliche Identität.“
Ganz herzlichen Dank, liebe Astrid, für die interessanten Einblicke in dein Leben und deine Bücher. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg und viele begeisterte Leserinnen und Leser!
HelgasBuecherparadies
Mein Name ist Helga, ich bin verheiratet und Mutter von zwei Kindern. 2018 habe ich meinen Blog Helgas Bücherparadies ins Leben gerufen, um meine Leidenschaft für Thriller und Psychothriller mit anderen zu teilen. Dank euch habe ich inzwischen uber 15.000 Follower auf Facebook und konnte bereits einige Auszeichnungen wie den Skoutz-Award 2021 gewinnen.
Von HelgasBuecherparadies|Autorenvorstellung|02. August 2026|2 Min. Lesezeit
Habt ihr euch schon einmal gefragt, welche Erlebnisse einen Autor zu einer Geschichte inspirieren? Entdeckt in meiner Autorenvorstellung die spannende Geschichte hinter Alexander Cimzars Thriller „Alpenblut“.
Hallo Welt, hallo bookies! Vielen herzlichen Dank, dass ich mich hier vorstellen darf, liebe Helga.
Vor „Alpenblut“, das Ende Juli im Emons-Verlag erscheint, habe ich lange unter Pseudonym veröffentlicht und bloß einen anderen Thriller unter meinem echten Namen. Geboren und aufgewachsen bin ich in Klagenfurt am Wörthersee, ganz im Süden Österreichs. Nach zehn Jahren als Lehrer für Ethik, Geschichte und Deutsch habe ich 2025 meine Unterrichtstätigkeiten unterbrochen, um endlich in Vollzeit zu schreiben.
Fiktive Geschichten und das Erzählen ebendieser kann getrost als mein zentraler Lebensinhalt bezeichnet werden. Es gibt nichts, womit ich mich lieber beschäftige, und zwar inzwischen seit bald dreißig Jahren. Die Story hinter „Alpenblut“, die die Leserschaft ebenso wie die Hauptfiguren Dominik und Nelly in ein abgeschiedenes Bergsetting entführt, ist mir, wie so oft, beim (Auto)fahren zugeflogen. Und zwar als ich auf dem Weg zu einer kleinen Hütte an der österreichisch-slowenischen Grenze war, um dort ein anderes Projekt fertigzustellen (am liebsten schreibe ich in den Bergen bzw. in der Natur).
Nach mehreren, den sprudelnden Gedanken geschuldeten, verpassten Ausfahrten und Irrwegen habe ich es schließlich ans Ziel geschafft. Das Geplante aber musste warten, „Alpenblut“ sollte entstehen und damit eine der kompromisslosesten Geschichten, die ich unter Klarnamen je veröffentlicht habe.
Gegenwärtig lebe ich mit meiner Partnerin und unserem Hund in Klagenfurt und Graz, arbeite an zwei, drei neuen und alten Projekten und freue mich bereits auf die zahlreichen Lesungen und Veranstaltungen, die im Herbst und Winter für „Alpenblut“ geplant sind.
Ich hoffe, dieser kleine Einblick hat euch gefallen. Und vielleicht läuft man sich ja mal bei einer Veranstaltung, einer Messe oder sonst wo über den Weg. Sprecht mich gerne an, ich freue mich!
Ganz herzlichen Dank für die sehr interessanten Einblicke. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg!
HelgasBuecherparadies
Mein Name ist Helga, ich bin verheiratet und Mutter von zwei Kindern. 2018 habe ich meinen Blog Helgas Bücherparadies ins Leben gerufen, um meine Leidenschaft für Thriller und Psychothriller mit anderen zu teilen. Dank euch habe ich inzwischen uber 15.000 Follower auf Facebook und konnte bereits einige Auszeichnungen wie den Skoutz-Award 2021 gewinnen.
Von HelgasBuecherparadies|Autorenvorstellung|02. August 2026|2 Min. Lesezeit
Heute möchte ich euch die sehr sympathische Autorin Lotte Schweizer vorstellen, die ihren Kindheitstraum verwirklicht hat und mit ihren Geschichten kleine und große Leser begeistert. Liebe Lotte, herzlichen Dank, dass du heute mein Gast bist.
Ich freue mich sehr, dich hier begrüßen zu dürfen.
Ich bin Lotte Schweizer und schon als Kind war für mich klar: Wenn ich groß bin, schreibe ich Kinderbücher!
Doch wie das mit Kinderträumen oft so ist, kam mit dem Erwachsenwerden erstmal der Alltag dazwischen. Ich beschloss zunächst etwas „Vernünftiges“ zu machen, studierte BWL und arbeitete in einem Büro mit Kaffeemaschine und Aktenordnern.
Meine Arbeit hat mir Spaß gemacht – aber die Sehnsucht nach Geschichten blieb. Und so kündigte ich meinen Job, packte einen Koffer (wirklich nur einen!) und reiste einmal um die Welt.
Unterwegs hatte ich zum ersten Mal seit Langem wieder Zeit zum Schreiben: auf einem Campingplatz unter der Milchstraße, neben Meeresechsen auf den Galápagosinseln, in einer Salzwüste in Bolivien und an vielen anderen außergewöhnlichen Orten. Vieles von dem, was damals entstand, würde ich heute niemandem mehr zeigen – aber eines wusste ich wieder ganz sicher: Kinderbuchautorin ist immer noch mein Traumberuf.
Ich bin mit einem einzigen Koffer aufgebrochen und mit einer Wagenladung voller Geschichten zurückgekommen. Zurück in Berlin entschied ich mich, nicht in meinen alten Bürojob zurückzukehren, sondern zu schreiben. Seitdem darf ich mich jeden Tag vom Schreibtisch aus in neue Abenteuer stürzen – und bin dankbar, dass ich tun kann, was ich liebe.
Foto copyright Pauline Ruther
Ganz herzlichen Dank, liebe Lotte, für die interessanten Einblicke. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg, Freude am Schreiben und viele schöne Momente mit deinen Geschichten.
HelgasBuecherparadies
Mein Name ist Helga, ich bin verheiratet und Mutter von zwei Kindern. 2018 habe ich meinen Blog Helgas Bücherparadies ins Leben gerufen, um meine Leidenschaft für Thriller und Psychothriller mit anderen zu teilen. Dank euch habe ich inzwischen uber 15.000 Follower auf Facebook und konnte bereits einige Auszeichnungen wie den Skoutz-Award 2021 gewinnen.
Abseits des Mainstreams: Hier findest du eine sorgfältig zusammengestellte Auswahl von Neuerscheinungen aus Kleinverlagen und dem Self-Publishing. Diese Plattform bietet eine Bühne für frische Stimmen und besondere Geschichten, die darauf warten, von dir entdeckt zu werden.
Die Legenden von Leij
Alexander Sandmann
Fantasy
Was geschieht, wenn Legenden wahr werden?
Wo Frieden zur Selbstverständlichkeit geworden ist,
beginnt die gefährlichste aller Geschichten.
Er hat keinen Namen. Keine Vergangenheit. Nur ein Schwert, ein schwarzes Pferd – und die Gewissheit, dass er nicht in diese Welt gehört.
Sein Weg führt ihn nach Leij: eine Stadt ohne Könige und Armeen, deren Volk seit zweitausend Jahren in Frieden lebt. Ebenso lange wartet es auf den Istvari – einen Fremden aus einer anderen Welt, der kommen soll, wenn diese Zeit endet.
Für die einen erfüllt sich mit seiner Ankunft die älteste Prophezeiung Leijs. Für andere ist er der Anfang vom Ende.
Eine junge Ratsherrin aber sieht in ihm weder Heilsbringer noch Gefahr, sondern den Menschen. Zwischen ihnen wächst eine Liebe, durch die Leij für ihn zur Heimat wird. Doch je näher sie einander kommen, desto stärker vereinnahmt die Stadt den Fremden für ihre Ängste und Hoffnungen.
Als ein übermächtiger Feind näher rückt, entbrennt im Rat ein Kampf um Macht, Wahrheit und die Deutung der alten Worte. Der Namenlose muss entscheiden, wie weit er gehen darf, um ein wehrloses Volk zu bewahren – ohne dabei das zu zerstören, was es ausmacht.
Was geschieht, wenn Legenden wahr werden – und der Mann in ihrem Mittelpunkt seine eigene Geschichte nicht kennt?
Ein epischer Fantasyroman über Liebe, Macht und Erinnerung – und über den Preis eines Friedens, der plötzlich verteidigt werden muss.
Als Räuber sein Dorf niederbrennen und seine Familie töten, bleibt dem jungen Kenji nur die Flucht.
Seine Rettung scheint ausgerechnet ein einsamer Rōnin zu sein, ein herrenloser Samurai mit einer geheimnisvollen Vergangenheit. Während Kenji lernt, mit seinem Verlust zu leben, führt ihre gemeinsame Reise durch Klöster, Städte und abgelegene Bergpfade des alten Japans.
Doch hinter den Überfällen und Gewalttaten verbirgt sich weit mehr als gewöhnliche Räuberei. Mächtige Männer verfolgen ihre eigenen Pläne, und schon bald geraten Kenji und der Rōnin in Ereignisse, die weit über ihr persönliches Schicksal hinausreichen.
Vor der eindrucksvollen Kulisse des historischen Japan erzählt dieser Roman von Loyalität, Mut und der Erkenntnis, dass wahre Stärke nicht im Schwert, sondern im eigenen Herzen beginnt.
Oberstleutnant Kleinschmidt wird in Mali tot aufgefunden. Die Umstände seines Todes liegen im Dunkeln. War es Selbstmord? Kam er einem gut gehüteten Geheimnis gefährlich nahe und musste deswegen sterben? Oder war er nur zur falschen Zeit am falschen Ort?
Obwohl vorübergehend an einen Rollstuhl gefesselt, wird der Militärpolizist Pepe S. Fuchs nach Afrika abkommandiert. Gemeinsam mit Feldwebel Svenja Gehricke kommt er einer gewaltigen Verschwörung auf die Spur. Verwickelt sind nicht nur einheimische Fanatiker und russische Söldner, sondern auch Bundeswehrsoldaten. Die Konfrontation aller Beteiligten im Herzen Afrikas endet in einer persönlichen Katastrophe.
Abenteuergeschichten zwischen Dienstpflicht und Draufgängertum
Oberfeldwebel Pepe S. Fuchs ist kein gewöhnlicher Soldat. Trotz seiner geringen Körpergröße ist der Erfurter Militärpolizist ein Mann, den man besser nicht unterschätzt. Mit dem Herz auf dem rechten Fleck sind seine Einsätze in und um Thüringen alles, nur nicht alltäglich.
In diesem Sammelband stellt sich der eigenwillige Feldjäger neuen, gefährlichen Herausforderungen. Ob er einen fahnenflüchtigen Scharfschützen jagt, eine Rennsteigwanderung unternimmt, mit seiner Freundin Urlaub im Thüringer Wald macht, oder seine Quasi-Nichte auf eine Fantasy-Lesung begleitet. Eines steht von vorneherein fest: Nichts läuft so, wie geplant und eine Katastrophe bleibt selten aus!
Die mentale Seite des Yoga: Wie Atem, Achtsamkeit und Yogaphilosophie Resilienz und innere Stärke aufbauen und was die Neurowissenschaft dazu sagt
Lian Wege
Persönlichkeitsthemen
Der Oberschenkel brennt. Der Atem wird kürzer. Im Kopf beginnt eine Verhandlung: Noch zehn Sekunden. Oder jetzt raus, wer merkt das schon.
Und dann die Frage, die sich von selbst stellt:
Wer kämpft hier eigentlich gegen wen?
Yoga gilt im Westen als Körperpraxis. Das war es nie. Von den acht Aspekten, des Yoga, betrifft genau einer den Körper. Die anderen sieben betreffen das, was zwischen den Ohren passiert.
Lian Wege führt durch diese übersehene Seite der Praxis: Atem und Nervensystem, Resilienz und Scheitern, Achtsamkeit und Emotion, Stille, Routine und Gemeinschaft. Zweitausend Jahre Yogaphilosophie treffen auf aktuelle Forschung aus Neurowissenschaft und Psychologie – auf Augenhöhe.
Kein Programm. Keine Posen, die du beherrschen musst. Am Ende jedes Kapitels eine Übung: manche brauchen eine Matte, manche einen Stuhl, manche nur einen Atemzug.
Für alle, die schon auf der Matte stehen und ahnen, dass da mehr ist. Und für alle, die das Wort Resilienz nicht mehr hören können, ohne zu wissen, wie sie sich anfühlt
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Über Lian Wege
Lian Wege praktiziert seit vielenJahren Yoga und schreibt über die Schnittstelle von Yogaphilosophie und Psychologie. Dieses Buch ist der Versuch, beide Sprachen nebeneinander zu stellen, ohne dass eine die andere übertönt.
Die Matte zeigt dir, wie du mit Widerstand umgehst. Sie ist das Trainingslager.
Das Leben ist die Prüfung.
Der erfundene Planet: Warum wir seit 150 Jahren zum Mars wollen und was uns dort wirklich erwartet
Alexander Wolfsland
Technik
Der Mars ist der einzige Planet, den die Menschheit zweimal entdeckt hat: einmal in ihrer Fantasie und einmal in Wirklichkeit.
Als Giovanni Schiaparelli 1877 rund vierzig feine Linien auf die Marsoberfläche zeichnete, nannte er sie canali, italienisch für Rinnen. Die englische Übersetzung machte daraus gebaute Kanäle. Innerhalb weniger Jahre entstand daraus das Bild einer sterbenden Zivilisation, die Wasser von den Polkappen in ihre Wüsten leitet. Percival Lowell baute in Arizona eine ganze Sternwarte, um diese These zu belegen. H. G. Wells und Kurd Laßwitz schrieben sie in die Weltliteratur. Und noch 1962 druckte die US Air Force eine Marskarte mit einem Netz gerader Streifen.
Dann, in der Nacht des 15. Juli 1965, funkte Mariner 4 einundzwanzig Bilder zur Erde. Keine Kanäle. Nur Krater.
Dieses Buch erzählt, was seither geschah, und warum die Frage nach dem Mars offener ist als je zuvor.
Es führt von den Viking-Landern, deren Lebensexperiment 1976 anschlug und deren Ergebnis man verwarf, über die sieben Minuten, in denen jede Landung autonom über Erfolg oder Totalverlust entscheidet, bis zu einem Felsen namens Cheyava Falls. Dort fand Perseverance im Juli 2024 Muster, für die es bis heute keine überzeugende nichtbiologische Erklärung gibt. Die Probe steckt in einem Titanröhrchen. Sie liegt noch dort. Das Rückholprogramm der NASA wurde im Januar 2026 gestrichen.
Aus dem Inhalt:
Wie ein Übersetzungsfehler ein halbes Jahrhundert Astronomie prägte
Was der Mars wirklich ist, wenn man alle Projektionen abzieht: sechs Millibar Luftdruck, 38 Prozent Erdschwerkraft, ein 22 Kilometer hoher Vulkan
Warum die Landung schwerer ist als überall sonst im Sonnensystem
Wohin das Wasser verschwand, das einst in Flüssen floss
Der stärkste Kandidat für eine Spur von Leben, den wir je hatten
Warum Peking 2031 die ersten Marsproben auf der Erde haben könnte
Was sechs Monate Strahlung mit einem menschlichen Körper machen
Warum nicht der Hinflug das Problem ist, sondern der Rückflug
Und die Frage, die vor allen anderen beantwortet werden muss: Dürfen wir einen Ort umbauen, an dem vielleicht schon jemand lebt?
Für alle, die verstehen wollen, was gerade wirklich passiert. Ohne Vorwissen, ohne Formeln, ohne Pathos. Mit Karten, Zeitleisten und Infoboxen, die komplizierte Dinge einfach machen, aber nicht falsch. Und viele tolle Farbfotos.
Ein Sachbuch über den rostroten Nachbarn, das seine wichtigste Erkenntnis über uns selbst gewinnt: Jede Epoche projiziert ihre eigenen Themen auf den Mars. Die Kanalzeit sah dort eine bedrohte Hochkultur. Wir sehen ein Rettungsboot. Beides sagt mehr über die Erde als über den Mars.
Im Kopf der Maschine: Wie große KI-Sprachmodelle wirklich funktionieren
Thomas R. Müller
Technik
Einführung in die Funktionsweise von KI-Sprachmodellen - einfach und fundiert erklärt.
Sommer 1956, Dartmouth College: Eine Handvoll Forscher prägt in sechs Wochen einen Begriff, der siebzig Jahre später über Arbeitsplätze, Milliardeninvestitionen und die Zukunft ganzer Branchen mitentscheidet.
\\\"Künstliche Intelligenz\\\" beginnt als Konferenztitel und endet, über Jahrzehnte voller Hype und Ernüchterung, bei ChatGPT.
Aber was passiert eigentlich, wenn eine Maschine das nächste Wort in einem Satz vorhersagt? Wie wird aus einem Text eine Zahlenreihe, die ein Computer verarbeiten kann? Warum erfindet ein Sprachmodell mit voller Überzeugung Gerichtsurteile, die es nie gegeben hat? Und weshalb sind sich Dario Amodei, Demis Hassabis und Geoffrey Hinton, drei der einflussreichsten Köpfe der Branche, uneinig, ob menschenähnliche Maschinenintelligenz in zwei Jahren oder erst in mehreren Jahrzehnten kommt?
Dieses Buch nimmt technisch interessierte Laien mit auf eine Reise vom Dartmouth-Workshop bis zu den Kündigungsschreiben und Rechenzentren des Jahres 2026. Es erklärt Tokens, Attention-Mechanismen und Trainingskosten so, dass sie verständlich bleiben, ohne die Zahlen und Fakten zu verwässern, die das Thema so schnelllebig machen: 250.000 Zitationen für ein einziges Forschungspapier, 78 Millionen Dollar für das Training eines einzigen Modells, 101.743 Entlassungen in einem einzigen Halbjahr.
Ein Buch für alle, die verstehen wollen, wie die Maschine tatsächlich denkt, bevor sie mitreden, wie sie unser Leben verändert
Die Impact-Reihe erklärt Themen, die schon heute unseren Alltag verändern, verständlich und faktenstark. Jeder Band verbindet Fakten und Hintergründe zu einem roten Faden ohne nötige Vorkenntnisse. So entsteht Orientierung in einer Welt, die sich schneller wandelt, als die meisten Debatten folgen können.