Liebe Leserinnen und Leser, liebe Buchbloggerinnen und Buchblogger, liebe Autorinnen und Autoren,
Böhmen hat keine Küste. Shakespeare hat ihm trotzdem eine geschenkt. Genau dieses Bild hat sich Tschechien als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse gewählt: „Ein Land an der Küste“. Vom 7. bis 11. Oktober erzählt in Frankfurt ein Binnenland vom Meer.
Mir gefällt dieses Motto, weil es zur ganzen Branche passt. Auch sie sucht gerade neue Ufer. Zwischen KI und Handarbeit, zwischen TikTok-Tempo und leisem Lektorat, zwischen Marktdruck und Meinungsfreiheit. Für Juergen Boos ist es die letzte Messe als Direktor, ein Kapitänswechsel mitten im Aufbruch. Wie stark die Gezeiten in diesem Jahr sind, lest ihr in unserem Feuilleton.
Beim Zusammenstellen dieser Ausgabe ist mir aufgefallen, wie viele unserer Bücher vom Aufbrechen erzählen. Odysseus kämpft sich von Küste zu Küste, diesmal ganz ohne Götter. Lis steuert in „Die Flussfrau“ ihren Lastenkahn durch ein halbes Jahrhundert deutscher Geschichte. In „Niederegger“ hängt ein Marzipantraum an Mandeln, die über Helgoland geschmuggelt werden. Gisa Pauly schickt Familie Jantzen in „Leinen los“ in die Karibik. Und in „Pioneers of Space“ liegen 400 Millionen Kilometer zwischen der Erde und dem nächsten Ufer.
Euch Leserinnen und Lesern legen wir diesmal zwanzig Rezensionen ans Herz, von Fantasy über Thriller bis zum Kinderbuch. Für jede Stimmung ist ein Hafen dabei.
Euch Bloggerinnen und Bloggern gehört mein Dank. Diese Ausgabe lebt von euren ehrlichen, persönlichen Leseeindrücken. Wer neu dazukommen möchte: Meldet euch gern über productive-books.org/kontakt.
Und euch Autorinnen und Autoren empfehle ich unsere fünf Trends für den Buchherbst. Metadaten, KI-Transparenz und die Buchhandlung um die Ecke sind dort die Stichworte. Die Autorenvorstellungen von Maurice Richardson, Tanja Samson, Julia Haussmann und Mia Moreno zeigen außerdem: Der Weg zum eigenen Buch ist selten gerade. Er lohnt sich trotzdem.
Ob Böhmen wirklich eine Küste braucht, war schon bei Shakespeare Nebensache. Entscheidend ist, dass man ablegt. Also: Leinen los und viel Freude mit dieser Ausgabe.
Wir lesen uns!
Euer Peter
Rezensionen
Echt, ehrlich und von uns gelesen: Engagierte Buchblogger durchforsten jeden Monat die Neuerscheinungen nach den Titeln, die wirklich hängen bleiben. Hier findest du keine PR-Texte, sondern persönliche Empfehlungen für dein nächstes Lese-Highlight.
Fantasy
Seizouh - Das Urteil der Rune (Fabiano Docimo)
Von Sarah Conrad •
06. September 2026 • 2 Min. Lesezeit
Was für eine spannende und emotionale Reise, auf die uns der Autor hier mitnimmt. Doch beginnen wir am Anfang…
Gleich zu Beginn lernen wir Seizouh und seinen Großvater Pelbar kennen, der zudem sein Ausbilder ist und ihn auf die langersehnte Prüfung vorbereitet. Zur gleichen Zeit geschehen im angrenzenden Waldrand seltsame Dinge, die schon bald näherrücken und das Leben der Bewohner gefährdet. Kurz darauf wird eine Truppe losgeschickt, um Antworten auf die Fragen zu finden. Doch ihre Mission gestaltet sich extrem nervenaufreibend, da sie umgeben sind von unzähligen Geheimnissen, die sie aufdecken müssen. Das macht das Ganze natürlich verdammt schwierig für die Charaktere, sorgt aber gleichzeitig für einen permanenten Spannungsbogen und eine mysteriöse Atmosphäre, die zum Miträtseln einlädt.
Die Dynamik innerhalb der Truppe ist ein Highlight, was vor allem an den interessanten und sich ergänzenden Charakteren liegt. Mein persönlicher Liebling ist Kaleira. Aber auch deren Entwicklung kommt nicht zu kurz. Da lag Seikan in diesem Band ganz vorn.
Besonders hervorzuheben ist der einzigartige Schreibstil. Er hebt sich erfrischend vom klassischen Fantasy-Roman ab und hat mich unheimlich stark an einen Manga oder Anime erinnert. Selbst in düsteren und ernsten Momenten wurde durch perfekt platzierten Humor die Stimmung aufgelockert, ohne der Handlung selbst die Ernsthaftigkeit zu nehmen.
Sarah Conrad
Hallo, ich bin Sarah von NalasBuchBlog, der nach meinem kleinen vierbeinigen Schatz benannt wurde. Am 13.08.2021 startete mein Blog als kleines Hobby und befindet sich seither stetig im Wandel, und ist für mich zur Plattform zum Austausch mit anderen Buchliebhabern und Autoren geworden.
Afterlife Crisis - Paradies in Scherben (Robin Theis)
Von Nina Albert|Fantasy|08. September 2026|Werbung – Rezensionsexemplar
„Wo Scherben liegen, kann Hoffnung wachsen“ Was geschieht, wenn der Tod nicht das Ende ist, sondern der Beginn einer Reise zu sich selbst?
In „Afterlife Crisis: Paradies in Scherben“ entführt Robin Theis seine Leser in einen ungewöhnlichen Limbus zwischen Himmel und Hölle – ein skurriles, bürokratisches Zwischenreich, in dem Eva nach ihrem überraschenden Tod auf einer Clubtoilette landet. Was zunächst herrlich absurd und mit schwarzem Humor erzählt wird, entwickelt sich nach und nach zu einer berührenden Reise durch Schuld, Verlust, Familie und die Frage, was ein Leben wirklich lebenswert macht.
Besonders bezaubert hat mich die eigenwillige Weltgestaltung: Zwischen Todsünden, Engeln und bürokratischem Wahnsinn entsteht ein fantastischer Ort, der zugleich Spiegel von Evas innerer Welt wird. Die geheimnisvolle Muriel begleitet sie dabei und verleiht der Geschichte eine ganz besondere Wärme.
Der Schreibstil ist modern, leichtfüßig und wunderbar bissig, ohne den ernsten Themen ihre Tiefe zu nehmen. Humor und Melancholie gehen Hand in Hand und lassen immer wieder kleine Lichtfunken zwischen den Scherben aufleuchten.
Fazit: Ein außergewöhnlicher, bittersüßer Kurzroman über Vergebung, zweite Chancen und die Erkenntnis, dass selbst im vermeintlichen Ende noch ein neuer Anfang verborgen liegen kann.
Bewertung: ★★★★★
Nina Albert
Hey, mein Name ist Nina und ich lese für mein Leben gern. Bücher ziehen mich magisch an, ich lese so gut wie alle Genres, denn ich mag es bunt gemischt. Kinderbücher nehme ich gemeinsam mit meiner kleinen Schwester unter die Lupe. Mein Blog findet ihr auf Insta unter https://www.instagram.com/kanina_chen.
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Where Colors Die (Saskia Louis)
Von Buecher_Miezwohnung|Romantasy|14. September 2026|Werbung – Rezensionsexemplar|2 Min. Lesezeit
Kingdoms of Pentharos 1: Ich lese inzwischen eigentlich jedes Buch von Saskia Louis – und auch dieses Mal wusste ich schon nach wenigen Seiten wieder ganz genau, warum.
Ich liebe ihren Schreibstil! Vor allem diese witzigen, schlagfertigen Dialoge zwischen ihren Protagonisten sind einfach der Knüller. Und Yara und Jareth liefern davon reichlich. 😏
Von der ersten Seite an hat mich die Welt der Regenbogenfae und des Sturmvolks gepackt. Ich habe mitgefiebert, mitgeschimpft, mitgelitten – und war mir zwischendurch mehrfach ziemlich sicher, zu wissen, wohin die Geschichte führt.
Tja. Falsch gedacht. 😂
Denn nichts entwickelt sich so, wie ich es erwartet hatte. Und genau das hat mir unglaublich gut gefallen.
Besonders stark fand ich die beiden Protagonisten. Yara und Jareth sind tiefgründig und vielschichtig und ihre Gefühle und Handlungen waren für mich jederzeit nachvollziehbar. Das Misstrauen zwischen ihnen, der Stolz, die Wut und gleichzeitig diese ersten, ganz zarten Bande – ihre Beziehung entwickelt sich glaubwürdig und bekommt genau die Zeit und Tiefe, die sie braucht.
Dazu kommen eine spannende Welt, Fae, politische Konflikte, Geheimnisse und natürlich ordentlich Enemies-to-Lovers-Chemie.
Klappentext: »Würdest du deinen Feind heiraten, um dein Land zu schützen?
Yara lernt als Prinzessin der Regenbogenfae sehr früh drei Dinge. Erstens: Farben sind machtvoll. Zweitens: Das Sturmvolk bedeutet den Tod. Und drittens: Schütze deine Geheimnisse besser als dein eigenes Leben. Nach zwanzig Jahren Krieg, in denen die Regenbogenfae beinahe ausgelöscht wurden, muss ausgerechnet sie den Anführer des verfeindeten Sturmvolks heiraten, um endlich Frieden zu schließen. Jareth ist für seine Kraft, seine Unbarmherzigkeit und seine Schönheit bekannt – Yara für ihre toten Ehemänner. Ihr Plan liegt auf der Hand: Sie wird ihm jedes seiner Geheimnisse entlocken, seine Schwachstellen finden, ihn stürzen und schließlich ihre Freiheit zurückerlangen. Doch am Hof des Sturmkönigs trachtet jemand nach ihrem Leben und plötzlich ist ihr verhasster Ehemann der Einzige, der ihr helfen kann. Wenn sie nicht aufpasst, riskiert sie nicht nur ihre eigenen Geheimnisse, sondern auch ihr Herz … und sie kann unmöglich beides vor Jareth schützen.«
Fazit: Ich habe tatsächlich jede Seite geliebt und vergebe für den Auftakt dieser Dilogie volle 5 Sterne: ★★★★★
Buecher_Miezwohnung
Hallo liebe Bookies!
Mein Name ist Sabine und ich lebe zusammen mit meinem Mann und meinen beiden Katern Batman & Robin in Hamburg.
Außerhalb der Buchwelten arbeite ich als Fachkrankenschwester und begebe mich auf die Suche nach Viren und Bakterien!
Meine Lieblingsgenres sind (Dark) Fantasy, (Dark) Romantasy, (Dark) Romance und Cozy Crime, bin aber auch jederzeit bereit, neue Welten zu entdecken!
Meinen Buchblog findet ihr auf https://knabine.blogspot.com
Dunkelheit (Ulrich Gilga)
Von Conny Mang|Horror|12. September 2026|Werbung – Rezensionsexemplar|2 Min. Lesezeit
„Mal klassischer Grusel, mal moderner Horror, mal dystopischer Albtraum: Dunkelheit versammelt sieben Erzählungen über die Momente, in denen das Vertraute zerbricht und etwas Fremdes hervortritt. Und manchmal blickt die Dunkelheit zurück.“
Ulrich Gilga erzählt seine Geschichten bildreich, mit einer Ruhe und Intensität, die ein feines Netz um den Kern webt und das Ende dann abrupt zum Stillstand bringt. Einige Geschichten lassen mich mit gemischten Gefühlen zurück, andere sind das, was ich bei Horror und Grusel erwarte. Spannend, geheimnisvoll und schaurig sind sie alle. Ein flüssiger Schreibstil, eigensinnige Charaktere und unheimliche Momente. 140 Seiten für ein Lesevergnügen der besonderen Art.
Klappentext
Was als gewöhnlicher Tag beginnt, endet nicht selten in Blut, Verzweiflung oder einem Blick hinter die Wirklichkeit. Sieben Geschichten. Sieben Wege in die Dunkelheit. Was geschieht, wenn die Menschen, die uns beschützen sollen, uns verraten? Wenn die Welt aus den Fugen gerät und wir dennoch glauben, unser Schicksal kontrollieren zu können? Wem können wir noch vertrauen, wenn sich hinter Freundlichkeit und einem Lächeln plötzlich Abgründe auftun? Und was, wenn die wichtigste Entscheidung unseres Lebens längst getroffen wurde – ohne dass wir es bemerkt haben? In sieben düsteren Geschichten begegnen Menschen dem Unbekannten – manchmal schleichend, manchmal mit voller Wucht. Was vertraut erscheint, offenbart sein wahres Gesicht. Was sicher scheint, wird zur Falle. Hinter alltäglichen Begegnungen, vertrauten Orten und scheinbar harmlosen Entscheidungen lauern Geheimnisse, Wahnsinn und Grauen. Mal klassischer Grusel, mal moderner Horror, mal dystopischer Albtraum: Dunkelheit versammelt sieben Erzählungen über die Momente, in denen das Vertraute zerbricht und etwas Fremdes hervortritt. Und manchmal blickt die Dunkelheit zurück.
Conny Mang
Meinen Buchblog 'Connys Bücherchaos' findet ihr auf Instagram
Wer ist eigentlich …
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Ulrich Gilga
Ulrich Gilga, Jahrgang 1969, ist ein deutscher Autor und Branchenkenner, der hauptberuflich in einer leitenden Position in einem Großkonzern tätig ist. Seine schriftstellerische Leidenschaft gilt seit seiner Jugend der Phantastik, insbesondere den Bereichen Horror, Grusel und Fantasy. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Andrea Hagemeier-Gilga entwickelt er kontinuierlich neue Geschichten und Filme. Aktuell fokussiert er sich auf seine Serie »Dämonenjäger Isaac Kane«, mit der er klassische Heftroman-Traditionen der 70er- und 80er-Jahre modern interpretiert.
Bekanntestes Werk:
Dämonenjäger Isaac Kane
Pioneers of Space (Alexander Wolfsland)
Von Peter Brendt|Science-Fiction|04. August 2026|Werbung – Rezensionsexemplar|6 Min. Lesezeit
Ein Kammerspiel mit 400 Millionen Kilometern Auslauf. Es gibt einen Moment ungefähr im ersten Viertel dieses Buches, an dem sich entscheidet, ob man es zur Seite legt oder bis vier Uhr morgens weiterliest.
Die Hauptschiffsärztin ist tot. Sie ist gestorben, weil sie ohne Maske zu einem Vergifteten gelaufen ist. Und die einzige Person an Bord, die medizinisch überhaupt etwas kann, ist siebzehn Jahre alt.
Es folgt keine Heldenmusik. Es folgt eine Bestattung an einer Luftschleuse auf Deck 6, 115 Überlebende, und ein Mädchen, das eine Aufgabe übernimmt, für die es nicht ausgebildet ist, weil sonst niemand da ist – nur unterstützt durch einen Pfleger auf dem Schiff und Telemedizin vom Mars mit 20 Minuten Signallaufzeit. Das ist der Ton dieses Romans, und er hält bis zur letzten Seite.
Pioneers of Space erzählt die 241 Tage der Newcomer zwischen Erde und Mars. 118 Menschen, ein Schiff, keine Fluchtmöglichkeit — und ein Saboteur an Bord.
Der Whodunit im geschlossenen System
Formal ist Band 2 der Marsgirl-Chroniken ein klassischer Closed Circle: eine begrenzte Zahl Verdächtiger, keine Polizei, keine Zeugen, kein Ausweg. Was den Roman von hundert vergleichbaren Konstruktionen abhebt, ist die Konsequenz, mit der jeder Sabotageakt physikalisch zu Ende gedacht wird.
Der Anschlag auf die CO₂-Wäscher tötet drei Menschen und vergiftet zwölf. Die zerstörte Hauptantenne kappt für 34 Stunden die Verbindung zur Erde. Die E.-coli-Kontamination trifft 240 Tonnen Wasser, der unverseuchte Rest ist viel zu wenig. Das zwingt Hannah dazu, eine Verteilungsliste für 115 Menschen aufzustellen. Wer bekommt wie viel? Nach welchen Kriterien? Wer entscheidet das? Und wer akzeptiert es?
Es ist bezeichnend, dass die eindrucksvollste Szene des Buches keine Actionszene ist, sondern eine Rechnung.
Die Auflösung des Kriminalfalls kommt dabei früher, als man erwartet — der Täter sitzt lange vor Erreichen des Mars in Gewahrsam. Das ist ein mutiger Bauplan, weil er auf die naheliegende Schlusspointe verzichtet. Die letzten hundert Seiten leben stattdessen von etwas anderem: von der Frage, was der Verrat mit einer Gemeinschaft macht, die ihn überlebt hat. Und wie man ein defektes Raumschiff „runterbringt“.
Die Figur, die dieses Buch trägt
Hannah Daun war im Vorgängerband eine wütende Sechzehnjährige mit einem Blog. Hier wird sie Ärztin, Ermittlerin und Anführerin, und das Buch macht kein Geheimnis daraus, dass sie zu keiner dieser drei Rollen befähigt ist. Sie wird es durch Wiederholung, durch Fehler und durch die Weigerung, den Raum zu verlassen.
Zwei Szenen sollte man sich merken.
Die erste: eine Trepanation. Vier Stunden, an einem Mann mit Epiduralhämatom, den sie nicht ausreichend versorgen kann. Direkt danach eine Armamputation in 45 Minuten. Hannah verzichtet bei der Beschreibung (Ich-Perspektive) auf jede Ästhetisierung. Was bleibt, ist die Nüchternheit einer Siebzehnjährigen, die zählt, weil Zählen das Einzige ist, was sie noch kontrollieren kann.
Die zweite: Jin Sato steigt in einen havarierten Reaktorschacht und öffnet in 41 Sekunden drei Ventile. Er rettet damit alle 115 Menschen an Bord. Er zahlt dafür mit sechs Wochen Strahlenkrankheit, dauerhaftem Haarausfall und der Gewissheit, nie Kinder zu bekommen. Sein Kommentar dazu ist einer der besten Sätze des Buches, und ich verrate ihn hier nicht.
Das ist die eigentliche Leistung dieses Romans: Er lässt seine Figuren bezahlen, und er verrechnet die Kosten nicht nachträglich weg. Keine magischen Schwerter, die alle Probleme lösen – ein Leitmotiv, das der Autor auch in dieser Buchreihe weiter einhält. Wer Mia Raloris gelesen hat, weiß, wovon ich spreche.
Der Handlungsstrang, der wehtut
Parallel zum Kriminalfall läuft eine zweite Geschichte, und sie ist die härtere. Hannahs Mutter Yuki hat Chorea Huntington. Der Roman verfolgt ihren Verfall über die gesamte Reise hinweg in kleinen, präzise datierten Beobachtungen: erst ein minimales Zittern, dann eine zehn Sekunden lange Wortfindungsstörung, dann ein grundloses Stolpern bei 0,38 g, irgendwann die Unfähigkeit, Schnürsenkel zu binden.
Man sieht das Ende die ganze Zeit kommen. Genau darin liegt die Grausamkeit.
Diese Erzählentscheidung — eine tödliche Erbkrankheit als langsam laufende Uhr neben einem schnell laufenden Thriller — bindet die beiden Ebenen des Buches zusammen. Der Saboteur ist eine Bedrohung, die man festnehmen kann. Die Krankheit ist es nicht.
Was den Zyklus zusammenhält
Wer nur diesen Band liest, bekommt eine geschlossene Geschichte. Wer die Reihe von vorne verfolgt, sieht mehr.
Der Bogen des Terrors. Der Anschlag von Earth First auf die Hopeful aus dem Vorgängerband ist hier nicht Kulisse, sondern Motiv. Der Saboteur ist kein Fanatiker, sondern ein Vater, dessen Frau und achtjähriger Sohn 2045 bei einem Bombenanschlag starben — verübt von genau der Bewegung, in deren Trauergruppe er drei Jahre später radikalisiert wurde. Er bringt Hannah zweimal ungefragt Kaffee. Er hat eine Tochter auf der Erde, die ihren Blog liest. Der Roman macht ihn dadurch nicht sympathisch. Er macht ihn erklärbar, und das ist unangenehmer.
Der Blog.MarsGirl_16 wächst von drei auf dreißig Millionen Follower. Was in Band 1 ein Ventil war, wird hier zu einer Machtfrage: Wer kontrolliert die Erzählung über eine Mission, die die halbe Erde beobachtet? Diese Frage wird im Folgeband zur Waffe.
Die Kolonie. Olympus 1 ist bislang nur eine Stimme aus dem Funk (oder der Vorgeschichte „Rebellion of the Marsborn“) gewesen. Hier taucht sie erstmals als handelnde Größe auf — eine Spezifikation aus der Hydroponik löst die Wasserkrise, ein Fahrzeug aus der Kolonie rettet Menschen aus dem abgestürzten Modul. Der Zyklus fügt seine beiden Hälften zusammen, ohne dass es nach Fanservice klingt.
Der offene Faden. Die künstliche Intelligenz, die in der Vorgeschichte eine tragende Rolle spielte, kommt hier nicht mehr vor. Ob das Absicht ist oder eine Lücke, wird man erst später wissen.
Kritik
Zwei Punkte, ehrlich gesagt.
Erstens: Der Roman führt eine erhebliche Zahl von Nebenfiguren ein, und nicht alle bekommen genug Raum, um mehr zu sein als eine Funktion. Auf der anderen Seite sind mit den „Fünf“ und der Schiffsmannschaft schon genug aktive Leute auf dem Kolonieschiff unterwegs.
Zweitens: An einigen Stellen kippt die technische Genauigkeit ins Belehrende. Wer Hard-SF liest, nimmt das gern in Kauf. Wer wegen der Figuren gekommen ist, wird zwei- oder dreimal ungeduldig.
Fazit:
Pioneers of Space ist ein Buch über Kompetenz unter Bedingungen, unter denen niemand kompetent sein sollte. Es ist physikalisch sauber gerechnet, emotional rückhaltlos und in seinen besten Momenten schwer erträglich — im guten Sinne.
Vor allem aber hat es den Mut, seine Rechnungen offen zu präsentieren. Drei Tote auf der Reise. Sechzehn insgesamt. Eine Frau, die an Bord bleibt, damit hundertneun Menschen landen können. Der Roman zählt sie einzeln auf, und er lässt die Namen stehen.
Für Leserinnen und Leser von: Andy Weir, Kim Stanley Robinson, The Expanse — und für alle, die ein Coming-of-Age-Buch suchen, das das Erwachsenwerden nicht als Metapher behandelt.
Bewertung: ★★★★⯪
Peter Brendt
Wir haben Productive Books gegründet, um eine Plattform zu schaffen, auf der Autoren und Leser zusammenkommen können, um die Freude am Lernen und Entdecken zu teilen. Im #bookstagram Magazin können Leser neue Bücher entdecken und ehrliche Rezensionen finden.
Odysseus: Die Odyssee neu erzählt als historischer Thriller (Tatjana Grass)
Von Peter Brendt|Klassiker der Weltliteratur|02. September 2026|Werbung – Rezensionsexemplar|2 Min. Lesezeit
Diese Neuerzählung der Odyssee erscheint zu einem denkbar günstigen Zeitpunkt, mitten im medialen Aufmerksamkeitsfenster der aktuellen großen Kinoverfilmung des Stoffs durch Christopher Nolan, und sie nutzt diesen Moment klug, indem sie bewusst einen anderen Weg geht als das Kino. Statt Götterhimmel und Spezialeffekten setzt der Roman konsequent auf eine realistische, historisch plausible Rekonstruktion der Ereignisse, und genau das macht ihn zu einer bemerkenswerten Lektüre für alle, die den Stoff durch die Verfilmung neu entdecken.
Der Realismus zeigt sich bereits im Auftakt, der Plünderung der Stadt der Kikonen. Die Gewaltdarstellung ist schnell, unsentimental und frei von jeder Heldenpose, wie sie ältere Nacherzählungen häufig prägt. Auch die berühmte Begegnung mit Kirke wird konsequent entzaubert. Statt einer Zauberin, die Männer in Schweine verwandelt, tritt eine Frau auf, die mit betäubenden Kräutern arbeitet und aus einem zweiten, unauffälligen Krug trinkt, während ihre Gäste vergiftet werden. Die Auflösung wirkt dadurch bedrohlicher als jede Magie, weil sie plausibel bleibt. Der Grund, weshalb sie das tut, ist umso erschreckender.
Auch die Sirenen-Episode profitiert von diesem Ansatz. An die Stelle mythischer Wesen tritt Wind, der durch schmale Felsspalten presst und wie Gesang klingt, kombiniert mit Männern, die genau diese Stelle kennen und auf erschöpfte Schiffe warten. Die Szene, in der Odysseus sich an den Mast binden lässt, um den Klang trotzdem zu hören, gehört zu den stärksten des Buchs, gerade weil die Spannung aus Physik und menschlicher Neugier entsteht statt aus Zauberei.
Bemerkenswert ist zudem, wie viel Raum die Handlung in Ithaka bekommt. Penelope wird nicht auf die Rolle der wartenden Ehefrau reduziert, sondern erhält einen eigenständigen, fast spionageartigen Handlungsstrang. Die Nebenhandlung um die Dienerin Melantho, die durch die Verschuldung ihrer Familie erpressbar gemacht wird, zeigt ein Ausmaß an Intrige und Verrat innerhalb des Palasts, das dem eigentlichen Kriegsschauplatz in nichts nachsteht.
Fazit: Ein historischer Thriller, der die Odyssee vollständig entzaubert und gerade dadurch an Spannung gewinnt, mit einer Penelope, die endlich ebenso viel erzählerisches Gewicht trägt wie Odysseus selbst, und mit einem Timing, das die aktuelle Verfilmung ideal ergänzt, statt zu kopieren.
Peter Brendt
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Wer ist eigentlich …
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Homer
Homer ist der traditionelle Name des frühesten namentlich bekannten griechischen Dichters, dessen historische Existenz bis heute in der sogenannten „Homerischen Frage“ diskutiert wird. Falls es sich um eine historische Person handelte, lebte er vermutlich im achten Jahrhundert vor Christus im ionischen Kleinasien, wobei Städte wie Smyrna oder Chios als mögliche Geburtsorte genannt werden. Die antike Überlieferung beschreibt ihn häufig als blinden, wandernden Sänger, der seine Verse mündlich vortrug. Ihm werden die beiden monumentalen Epen „Ilias“ über den Trojanischen Krieg und „Odyssee“ über die Irrwege des Odysseus zugeschrieben. Beide Werke bestehen jeweils aus 24 Büchern und gehören zu den ältesten erhaltenen Zeugnissen der europäischen Literatur. Bis heute bilden seine Dichtungen das Fundament der westlichen Epik und prägten das antike griechische Kultur- und Selbstverständnis maßgeblich.
Bekanntestes Werk:
Ilias, Odyssee
Niederegger – Der Traum vom edlen Genuss (Lena Johannson)
Von Susanne Edelmann|Historische Romane|08. September 2026|3 Min. Lesezeit
Anfang September erschien offiziell dieser historische Roman über die Anfänge des berühmten Unternehmens Niederegger Marzipan aus Lübeck. Das passt gut, schließlich ist in den Supermärkten schon längst das erste Weihnachtsgebäck zu finden.
Und ich kann Euch versprechen: Bei der Lektüre dieses Romans bekommt Ihr garantiert Appetit auf Süßes!
Im Roman, der in den Jahren 1800 bis 1823 spielt, geht es um Johann Georg Niederegger, einen jungen Konditor, der von Ulm nach Lübeck kommt, um dort sein Glück zu versuchen und seinen Traum von der Marzipanherstellung zu verwirklichen. Er findet eine Anstellung in der Bäckerei Maret, wo er sich bald zur rechten Hand des Bäckermeisters hocharbeitet.
Parallel dazu wird die Geschichte von Anna Schumacher aus Oldenburg erzählt. Sie ist mit Mitte 30 noch unverheiratet und lebt im Hause ihrer Eltern, wo sie ihre todkranke jüngere Schwester Sophie pflegt. Nach deren Tod soll Anna Sophies deutlich älteren Mann heiraten und sich um Sophies kleinen Sohn kümmern. Doch Sophie hat Anna vor ihrem Ableben das Versprechen abgerungen, ihr eigenes Leben zu leben, um ihre Freiheit zu kämpfen und anderen Frauen ein Vorbild zu sein. Anna verspricht es, wohlwissend, dass solch ein Versprechen nicht leicht zu halten ist, schließlich haben Frauen zu dieser Zeit keinerlei Rechte. Als sie sich dem Heiratswunsch ihrer Eltern widersetzt, schicken diese sie nach Lübeck zu Verwandten. Dort soll sie gewissermaßen zur Besinnung kommen.
In Lübeck trifft Anna Johann und die beiden verlieben sich. Anna tut alles, um Johann bei seinen ehrgeizigen Plänen zu unterstützen. Doch die Zeiten sind schwierig, Kriege und Besatzungen beuteln das Land und die Stadt Lübeck: Erst kommen die Preußen, dann die Franzosen, die Engländer verhindern den Warentransport über die Elbe und die Nordsee. Doch Johann ist für sein köstliches Marzipan, das sich inzwischen einen guten Ruf in Lübeck erworben hat, auf Mandellieferungen aus Sizilien angewiesen. Ein Schmuggel über Helgoland scheint die einzige Lösung zu sein, doch die ist lebensgefährlich …
Wie die Autorin im Nachwort erläutert, ist über die reale Anna Niederegger außer ihrem Geburts- und Sterbedatum kaum etwas bekannt, ihre Geschichte im Roman ist also frei erfunden. Etwas mehr weiß man über die Geschichte des Unternehmens Niederegger und dessen Gründer Johann Georg, hier hat sich die Autorin an die tatsächliche Historie gehalten, manches aber zeitlich etwas gestrafft. Viel gelernt habe ich bei der Lektüre über die wechselhafte Geschichte der Stadt Lübeck. So wusste ich beispielsweise bislang nicht, dass Lübeck einmal zu Frankreich gehört hat und Hauptort eines Arrondissements des nordöstlichsten französischen Départements war.
Vor allem aber habe ich die Geschichte von Johann und Anna mit Begeisterung gelesen! Es hat mir gefallen, wie die beiden gemeinsam für ihren Traum gekämpft haben, gegen viele Widerstände, und ich wünsche mir, dass ihre Ehe tatsächlich von so viel Liebe geprägt war, wie es im Roman dargestellt wird. Selbstverständlich ist das nicht, denn wie oben bereits erwähnt, hatten Frauen zu Beginn des 19. Jahrhunderts keinerlei Rechte. Sie wurden aus rein wirtschaftlichen Interessen verheiratet und waren allzu leicht von Armut bedroht. Das wird im Buch deutlich dargestellt anhand der Figur Gesche, einer Prostituierten, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, junge Mädchen vor diesem Schicksal zu bewahren.
Fazit: Ein spannender Roman, der das historische Lübeck vor meinem geistigen Auge wieder auferstehen ließ und den Wunsch in mir weckte, die schöne Stadt an der Trave mal wieder zu besuchen. Und beim Genuss von Lübecker Marzipan werde ich künftig immer an diesen Roman und an Johann und Anna denken müssen.
Von Lena Johannson habe ich schon einige zumeist historische Romane gelesen, die allesamt in Norddeutschland spielen. Besonders gefallen hat mir auch ihre Trilogie über den Bau des Nord-Ostsee-Kanals.
Susanne Edelmann
Freie Journalistin mit Leidenschaft für Lokalberichte, Reisen und vor allem für Bücher. Auf meinem Blog, der seit 2014 existiert, teile ich Buchrezensionen, Reiseberichte sowie Erlebnisse von zuhause und unterwegs.
Hier geht es zu meiner Webseite: https://www.susanne-edelmann.de
und hier zu Instagram: https://www.instagram.com/susanne_edelmann/
Leinen los (Gisa Pauly)
Von Susanne Edelmann|Cozy Crime / Regionalkrimis|25. August 2026|3 Min. Lesezeit
Es gibt wieder Neues von einer meiner Lieblingsautorinnen, Gisa Pauly: kein Mamma Carlotta-Krimi, sondern die Fortsetzung ihres Kreuzfahrt-Romans „Käpt’ns Dinner“, der vor knapp zwei Jahren erschienen ist. Diesmal startet die „Soleil“ von Hamburg aus zu einer mehrwöchigen Reise in die Karibik.
Mit an Bord sind wieder Kapitän Lukas Jantzen und seine Schwester Maria, die Leiterin des Bordshops. Sie werden von einigen Familienmitgliedern begleitet: Schwester Barbara ist ebenso an Bord wie Marias Sohn Jonas und dessen Frau Emily. Auch Robert, der Vater von Lukas, Maria und Barbara, ist – für seine Familie überraschend – mit von der Partie.
Schon bald vertraut Robert seiner Tochter Maria an, warum er unbedingt mit auf die Reise wollte und warum vor allem seine Ehefrau, die ihn auf Geschäftsreise wähnt, nichts davon erfahren darf. Roberts Gründe haben etwas mit der berühmten Schauspielerin Diana Major zu tun. Die möchte ihre Memoiren herausbringen, die von einer Ghostwriterin an Bord der „Soleil“ geschrieben werden. Und es gibt etliche Menschen, die vor dem Erscheinen dieser Memoiren Grund zum Zittern haben.
Eine weitere Berühmtheit an Bord ist Edelbert Graf, ein erfolgreicher Autor von Eheratgebern. Edelberts Anwesenheit bringt Maria gehörig aus dem Gleichgewicht, denn vor über 30 Jahren war er ihre große Liebe, der sie aber zugunsten seiner Karriere verlassen hat, was Maria noch immer schmerzt. Nun kommt es zu einem folgenreichen Wiedersehen und etlichen turbulenten Verwicklungen. Dazu tragen auch ein geliebtes Kuscheltier mit wertvollem Inhalt, ein penetranter Journalist und einige andere Passagiere bei, mit denen es Maria und ihre Familie auf der Kreuzfahrt zu tun haben.
Beim ersten Band fiel es mir zeitweise schwer, den Überblick zu behalten angesichts so vieler Personen, die in der Geschichte vorkommen. Das gelang mir diesmal deutlich besser, weil ich mich an die Hauptpersonen vom ersten Band her noch erinnerte. Dennoch wäre ein Personenregister am Anfang des Buches sicher hilfreich, zumal wenn man den ersten Band nicht kennt. Um bei der Handlung mitzukommen, braucht man die Vorkenntnisse aus „Käpt’ns Dinner“ aber nicht. Der erste Band wurde noch aus sieben verschiedenen Perspektiven erzählt, bei „Leinen los“ beschränkt sich die Autorin auf fünf Perspektiven, nämlich die der Familie Jantzen, außer der von Vater Robert. Er bleibt bis zuletzt ein wenig undurchsichtig – für seine Familie ebenso wie für die Leser:innen.
Die häufig wechselnden Perspektiven sorgen für so manchen Cliffhanger, der die Spannung zusätzlich erhöht. Denn die Geschichte ist von Anfang an temporeich und unterhaltsam erzählt, ich konnte das Buch kaum weglegen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie sich am Ende alles auflöst. Wie schon der erste Band vereint auch dieser die Genres Familienroman und Cozy Crime in sich. In ein, zwei Szenen hatte ich kleine Fragezeichen hinsichtlich der Logik im Kopf, aber das ist verglichen mit dem Gesamteindruck verschmerzbar, insgesamt fühlte ich mich aufs Beste unterhalten.
Fazit: Gerade für die Urlaubszeit eine sehr empfehlenswerte Lektüre.
Susanne Edelmann
Freie Journalistin mit Leidenschaft für Lokalberichte, Reisen und vor allem für Bücher. Auf meinem Blog, der seit 2014 existiert, teile ich Buchrezensionen, Reiseberichte sowie Erlebnisse von zuhause und unterwegs.
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Die Lüge in ihrem Gesicht (Anne Keßel)
Von HelgasBuecherparadies|Krimis und Thriller|14. September 2026|Werbung – Rezensionsexemplar
Marlene Nielson ist Expertin für Mikroexpressionen und Hauptkommissar Deniz Kurt braucht ihre Hilfe. Eine Frau hat angeblich in Notwehr einen Mann getötet und sie schweigt.
Marlene erkennt aber an ihrer Mimik, dass sie lügt und eine Mörderin ist. Doch keiner glaubt Marlene und sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit.
Mich hat dieser Thriller von Anfang an gefesselt. Schon Marlenes Vortrag im Hörsaal, bei dem sie anhand kleinster mimischer Veränderungen Lügen enttarnt, hat mich sofort neugierig gemacht. Dabei überschreitet sie durchaus Grenzen, was sie für mich zu einer interessanten und besonderen Protagonistin macht.
Auch bei ihren weiteren Nachforschungen hilft ihr ihre außergewöhnliche Fähigkeit, Mimik zu lesen. Die Wahrheit wird Stück für Stück enthüllt, sodass die Spannung durchgehend erhalten bleibt. Besonders gut gefallen haben mir die interessanten und verschiedenen Charaktere.
Fazit: Ein psychologischer Thriller, der temporeich, packend und gegen Ende noch einmal richtig nervenaufreibend wird. Der sehr gute Schreibstil hat dazu beigetragen, dass ich mich bestens unterhalten gefühlt habe. Auch das Thema wurde überzeugend in die Handlung integriert.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 5 Sterne
HelgasBuecherparadies
Mein Name ist Helga, ich bin verheiratet und Mutter von zwei Kindern. 2018 habe ich meinen Blog Helgas Bücherparadies ins Leben gerufen, um meine Leidenschaft für Thriller und Psychothriller mit anderen zu teilen. Dank euch habe ich inzwischen über 15.000 Follower auf Facebook und konnte bereits einige Auszeichnungen wie den Skoutz-Award 2021 gewinnen.
Hilf mir (K. L. Slater)
Von HelgasBuecherparadies|Krimis und Thriller|09. September 2026|Werbung – Rezensionsexemplar
Saffy erhält eine seltsame Nachricht von ihrer Freundin Leona, die kurz darauf gelöscht wird. Sie macht sich sofort auf den Weg zu ihr und Leona behauptet, dass alles in Ordnung ist.
Kurze Zeit später steht die Polizei vor Saffys Tür, denn die ganze Familie ist verschwunden und Blutspuren deuten auf eine Tat hin. Saffy war die Letzte, die die Familie gesehen hat. Sie beteuert ihre Unschuld.
Der Einstieg ist spannend, lässt für mich im weiteren Verlauf aber etwas nach, da Saffys Probleme und die ihrer Schwester zunehmend in den Vordergrund rücken. Durch die verschiedenen Perspektiven und die Einblicke in die Vergangenheit blieb ich trotzdem neugierig und habe mich gefragt, wo die Familie ist, was damals geschehen ist und ob es einen Zusammenhang gibt.
Saffy war mir zwar sympathisch, ihre Aufopferung für andere fand ich allerdings teilweise etwas übertrieben. Einige Wendungen sorgen immer wieder für Überraschungen und lassen die Geschichte in eine andere Richtung laufen.
Fazit: Der Thriller beginnt spannend, lässt zwischendurch etwas nach und konnte mich am Ende dennoch mit einer überraschenden Auflösung überzeugen. Erst zum Schluss wird klar, was tatsächlich dahintersteckt.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ★★★★☆ Sterne
HelgasBuecherparadies
Mein Name ist Helga, ich bin verheiratet und Mutter von zwei Kindern. 2018 habe ich meinen Blog Helgas Bücherparadies ins Leben gerufen, um meine Leidenschaft für Thriller und Psychothriller mit anderen zu teilen. Dank euch habe ich inzwischen über 15.000 Follower auf Facebook und konnte bereits einige Auszeichnungen wie den Skoutz-Award 2021 gewinnen.
Atme, Bella – wenn du kannst (Angelika Godau)
Von Nina Albert|Krimis und Thriller|08. September 2026|Werbung – Rezensionsexemplar|2 Min. Lesezeit
„Manchmal tarnt sich das Gefängnis als Rettung.“ Mit „Atme, Bella – wenn du kannst“ entführt Angelika Godau ihre Leserinnen und Leser in einen düsteren Märchenwald der menschlichen Psyche – dorthin, wo nicht jeder Retter tatsächlich einer ist und hinter vermeintlicher Geborgenheit eine ganz andere Wahrheit lauern kann.
Bella ist 26, voller Sehnsucht nach Freiheit und doch gefangen zwischen den Erwartungen ihrer kontrollierenden Mutter und den eigenen Ängsten. Als sie während einer Panikattacke Tom begegnet, scheint plötzlich jemand da zu sein, der sie versteht, beruhigt und auffängt. Doch was wie eine helfende Hand beginnt, verwandelt sich langsam in ein Netz aus Manipulation, Kontrolle und Abhängigkeit.
Besonders gelungen fand ich, wie unheimlich leise sich diese Veränderung vollzieht. Nichts geschieht einfach von jetzt auf gleich – vielmehr schleicht sich die Bedrohung Schritt für Schritt in Bellas Leben. Gerade dadurch wird ihre Geschichte so beklemmend und emotional. Man möchte ihr zurufen, die Warnzeichen zu erkennen, und fiebert gleichzeitig mit ihr mit.
Der Atem wird dabei zum eindringlichen Symbol für Bellas Kampf um Freiheit: Wer nimmt ihr die Luft zum Leben – und wer hilft ihr, wieder frei zu atmen?
Fazit: Ein spannender, psychologisch fesselnder Genrewechsel der Autorin, der zeigt, dass die gefährlichsten Käfige manchmal dort entstehen, wo man sich eigentlich geborgen fühlen wollte.
⭐⭐⭐⭐⭐
Nina Albert
Hey, mein Name ist Nina und ich lese für mein Leben gern. Bücher ziehen mich magisch an, ich lese so gut wie alle Genres, denn ich mag es bunt gemischt. Kinderbücher nehme ich gemeinsam mit meiner kleinen Schwester unter die Lupe. Mein Blog findet ihr auf Insta unter https://www.instagram.com/kanina_chen.
Der Lehrer - Will er dir helfen oder will er deinen Tod? (Freida McFadden)
Von eine.kissenschlacht|Krimis und Thriller|08. September 2026|2 Min. Lesezeit
Freida McFadden · Thriller · Heyne (@penguinbuecher) · 400 Seiten · erschienen am 13.08.2025 Ein neues Schuljahr beginnt und ausgerechnet im Mathekurs von Eve Bennett sitzt Addie Severson – eine Schülerin, wegen der Eves Kollege die Schule verlassen musste.
Und dann sieht Nate Bennett , Eves Mann, auch noch etwas in Addie und tut alles, um sie zu fördern. Doch ist das tatsächlich der einzige Grund, wieso Nate so viel Zeit mit seiner Schülerin verbringt?Eine ganze Weile liest sich das Buch wie ein Highschool-Teenie-Drama, was einen regelrecht in seinen Bann zieht und plötzlich nimmt es teils unvorhersehbare Wendungen und wird richtig düster. Dabei wird jedes Kapitel aus der Sicht eines der Protagonisten erzählt, was das Ganze wahnsinnig lebendig macht. Und nicht nur diese Mischung aus Highschool-Teenie-Drama und Thriller, und der Erzählweise, sondern auch, dass bis zur letzten Seite Wendungen passieren, die einem teilweise den Atem rauben, macht dieses Buch meiner Meinung nach zu einem absoluten Highlight. Und ich bin ganz ehrlich: was ganz am Ende ans Licht kommt, damit hätte ich nie im Leben gerechnet.
Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die auf der Suche nach einem Thriller sind, der zunächst viel Highschool-Teenie-Drama bereithält, und noch dazu bis zum Schluss mit Wendungen spielt, mit denen man einfach nicht rechnet.
Klappentext: siehe Bilder auf meinem Instagram-Kanal
eine.kissenschlacht
Ich bin Mama von zwei wunderbaren Kindern und wir sind absolut lesebegeistert. Daher reichen meine Rezensionen von Kinder- und Jugendbüchern bis hin zu Büchern für Erwachsene und ich hoffe, dass ich den einen oder die andere mit meinen Rezensionen für ein paar tolle Bücher begeistern kann.
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Kings of Kodiak 17 (Raynie S. Cullum)
Von Buecher_Miezwohnung|Liebesromane (Romance)|14. September 2026|3 Min. Lesezeit
Zwischen Vertrag und Herzklopfen Hazel als Nanny und Mason als attraktiver, alleinerziehender Vater – dass da Herzklopfen vorprogrammiert ist, dürfte schnell klar sein.
Besonders schön fand ich, wie Hazel nicht nur Mason, sondern auch seine Tochter in ihr Herz schließt und nach und nach Leben in den Alltag der beiden bringt.
Der Schreibstil von Raynie S. Cullum ist locker und flüssig, sodass ich wirklich schnell durch die Geschichte gekommen bin. Die Dynamik zwischen Hazel und Mason hat mir gut gefallen und insgesamt hat mich die Geschichte sehr gut unterhalten.
An manchen Stellen ging es mir allerdings etwas zu schnell. Einige Situationen und Konflikte wurden recht zügig und eher oberflächlich abgehandelt. Gerade dort hätte ich mir ein bisschen mehr Tiefe und auch etwas mehr realistisches Drama gewünscht – das hätte der Geschichte für mich noch mehr Emotion gegeben.
Wer wegen der „Kings of Kodiak“ auf viel Eishockey hofft, sollte seine Erwartungen ebenfalls etwas zurückschrauben. Der Sport ist zwar Teil von Masons Leben, spielt in diesem Band aber eher im Hintergrund.
Klappentext:
»Sie bringt seine Tochter zum Lachen. Er bringt ihr Herz aus dem Takt.
Hazel Als Nanny hatte ich mit Trotzanfällen gerechnet. Nicht mit einem verdammt attraktiven alleinerziehenden Vater. Mason Steward ist mein neuer Boss und damit absolut tabu. Während ich mich um seine Tochter kümmere, bringt jeder Blick, jede zufällige Berührung und seine Nähe meine guten Vorsätze ins Wanken. Je mehr Zeit wir miteinander verbringen, desto schwerer fällt es mir, zwischen dem Mann und meinem Boss zu unterscheiden. Doch von Herzklopfen steht nichts im Vertrag.
Mason Eine Nanny einzustellen war die beste Entscheidung für meine Tochter. Dass Hazel Martin mein sorgfältig geordnetes Leben völlig auf den Kopf stellen würde, stand nicht im Vertrag. Sie bringt meine Tochter zum Lachen, füllt unser Zuhause mit Leben und weckt in mir eine Sehnsucht, die ich längst vergessen glaubte. Die Anziehung zwischen uns ist unmöglich zu ignorieren. Mit jedem Moment, den wir gemeinsam verbringen, fällt es mir schwerer, die Finger von ihr zu lassen. Aber manche Grenzen sollte man nicht überschreiten. Vor allem dann nicht, wenn am Ende mehr als nur das eigene Herz auf dem Spiel steht.
Dies ist der 17. Band der Reihe „Kings of Kodiak“. In jedem Band geht es um ein anderes Pärchen. Freu dich auf spannende Eishockey-Momente und heiße Szenen. Jeder Liebesroman der Reihe ist in sich abgeschlossen und kann unabhängig von den anderen gelesen werden. Nach und nach alle Teile zu genießen, erhöht natürlich den Lesespaß.«
Fazit: Trotz meiner kleinen Kritikpunkte hatte ich eine richtig gute Zeit mit Hazel und Mason. Eine leichte, unterhaltsame Romance für zwischendurch, die sich wunderbar weglesen lässt.
Bewertung: ★★★★☆ (4 von 5 Sterne)
Buecher_Miezwohnung
Hallo liebe Bookies!
Mein Name ist Sabine und ich lebe zusammen mit meinem Mann und meinen beiden Katern Batman & Robin in Hamburg.
Außerhalb der Buchwelten arbeite ich als Fachkrankenschwester und begebe mich auf die Suche nach Viren und Bakterien!
Meine Lieblingsgenres sind (Dark) Fantasy, (Dark) Romantasy, (Dark) Romance und Cozy Crime, bin aber auch jederzeit bereit, neue Welten zu entdecken!
Meinen Buchblog findet ihr auf https://knabine.blogspot.com
“
Das Leben verringert nicht unsere Probleme, aber es vergrößert unseren Mut.
— Orison Swett Marden
Voll verregnet ins Glück (Sylvia Filz, Sigrid Konopatzki)
Von HelgasBuecherparadies|Romane & Zeitgenössisches|11. September 2026|Werbung – Rezensionsexemplar
Fee fühlt sich in Sandum rundum wohl und liebt ihre Arbeit in der Boutique. Um mehr Zeit mit Simon verbringen zu können, stellt sie Frauke in ihrer gut gehenden Boutique ein.
Doch Simon hat ganz andere Pläne, denn ein Jobangebot in Genua lockt ihn. Für Fee wird dadurch ihre bisher so schöne Welt plötzlich auf den Kopf gestellt. Sie kann sich nicht vorstellen, Sandum zu verlassen, und muss sich mit einer schwierigen Entscheidung auseinandersetzen.
Dieser achte Band ist etwas anders als seine Vorgänger. Diesmal gibt es neben schönen und heiteren Momenten auch traurige und emotionale Situationen.
Besonders gefallen hat mir dabei der Zusammenhalt der Küsten Queens. Sie stehen einander mit Rat und Tat zur Seite, hören zu und trösten sich, wenn es gerade nicht so gut läuft.
Fazit: Auch mit dem achten Band der Sandum-Reihe haben mich die beiden Autorinnen wieder wunderbar unterhalten. Es ist einfach schön, immer wieder zu den Küsten-Queens zurückzukehren und ihre Geschichten mitzuerleben. Der wunderschöne Farbschnitt und das passende Lesezeichen sind auch diesmal wieder ein echtes Highlight.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐
HelgasBuecherparadies
Mein Name ist Helga, ich bin verheiratet und Mutter von zwei Kindern. 2018 habe ich meinen Blog Helgas Bücherparadies ins Leben gerufen, um meine Leidenschaft für Thriller und Psychothriller mit anderen zu teilen. Dank euch habe ich inzwischen über 15.000 Follower auf Facebook und konnte bereits einige Auszeichnungen wie den Skoutz-Award 2021 gewinnen.
Upside Down (Claudia Raute)
Von Buecher_Miezwohnung|Romane & Zeitgenössisches|14. September 2026|Werbung – Rezensionsexemplar|2 Min. Lesezeit
Der Moment, der alles verändert: Diese mitreißende Geschichte zeigt eindrücklich, wie ein einziger Augenblick ein ganzes Leben auf den Kopf stellen kann.
Besonders überzeugen konnten mich die vielschichtigen Charaktere. Die Autorin lässt ihre Figuren entsprechend ihrer jeweiligen Persönlichkeit handeln und reagieren, sodass ihre Entscheidungen für mich nachvollziehbar blieben. Dabei gibt es kein einfaches Schwarz und Weiß – gerade das macht die Geschichte interessant.
Der Schreibstil ist sehr bildhaft und ermöglicht es, tief in die Handlung einzutauchen und sich gut in die unterschiedlichen Protagonisten hineinzuversetzen. Die emotionalen und dramatischen Momente werden greifbar, ohne dass die Figuren dabei ihre Individualität verlieren.
Klappentext:
»Ein einziger Augenblick genügt, um alles zu verändern. Dr. George Manchester hat sein Leben der Medizin gewidmet. Als Chefarzt der Onkologie kämpft er täglich um das Leben anderer Menschen – bis seine Familie ein schwerer Verkehrsunfall trifft. Seine Frau Suzanne schwebt zwischen Leben und Tod, und Georges Welt gerät aus den Fugen. Zum ersten Mal reichen Fachwissen und Erfahrung allein nicht mehr aus. Während George verzweifelt um Suzanne kämpft, erhält der Unfallverursacher Theodor Bruckner eine niederschmetternde Diagnose. Zwischen Intensivstation, Hoffnungen und Rückschlägen kreuzen sich die Wege zweier Männer, die gegensätzlicher kaum sein könnten und die doch mehr verbindet, als sie ahnen. Ein Roman über Liebe, Vergebung und kostbare Zeit, die uns geschenkt wird.«
Fazit: Eine bewegende Geschichte über Liebe, Familie, Schuld, Vergebung und darüber, wie wertvoll gemeinsame Zeit sein kann. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sterne: ★★★★⯪
Buecher_Miezwohnung
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Die Flussfrau (Tanja Weber)
Von Susanne Edelmann|Romane & Zeitgenössisches|01. September 2026|4 Min. Lesezeit
Dieser Roman erzählt die Lebensgeschichte von Elisabeth, genannt Lis, von ihrer Kindheit 1937 bis ins Jahr 2020. Lis wächst auf dem Bauernhof auf, der sich schon seit Generationen in Familienbesitz befindet, die Zeiten sind hart, insbesondere während der Nazizeit und im Zweiten Weltkrieg.
Lis träumt von der großen weiten Welt, ihr Element ist das Wasser. Als sie Horst kennenlernt, einen Binnenschiffer, ist es nicht die große Liebe, sondern „alles, was ihn für sie attraktiv machte, war die Aussicht, einem Leben auf dem Bauernhof zu entkommen. Gegen ein Dasein auf dem Wasser einzutauschen. Zu fahren. Unterwegs zu sein. Fremde Landschaften zu sehen. In Freiheit zu sein.“ (Zitat)
Als Horst bei einem Unglück ums Leben kommt, erwirbt Lis das Schifferpatent und arbeitet fortan allein als Binnenschifferin auf dem Lastenkahn Heidi. In den Nachkriegsjahren ist sie damit eine Exotin in einer Männerdomäne, wird oft belächelt oder gar angefeindet, aber das kümmert Lis nicht. Sie liebt es, unabhängig zu sein, heute hier, morgen dort, je nachdem, wohin der nächste Auftrag sie führt. So ist sie auf Deutschlands Flüssen unterwegs und lebt in ihrer eigenen Welt, mit nur wenig Kontakt zur Außenwelt. Abgesehen von ihrer Familie, die immer weiter auseinanderdriftet, hat sie nur wenige Berührungspunkte zu anderen Menschen.
Das ändert sich, als sie Vassili kennenlernt, einen Griechen, der in Deutschland in einer Ziegelei schuftet. Zu Hause war er Fischer, er liebt das Leben an Bord ebenso wie Lis. Eine Weile sind sie glücklich, doch dann plagt Vassili das Heimweh, während Lis sich ein Leben fern von ihrem Lastenkahn Heidi nicht vorstellen kann.
Dieser Roman ist selbst wie ein Fluss: Mal fließt die Geschichte ruhig und beinahe gemächlich dahin, dann wieder gibt es Strudel, Verwirbelungen und Stromschnellen. An Lis Seite habe ich die deutsche Geschichte seit dem Zweiten Weltkrieg miterlebt, etwa die Nachkriegszeit und die Zeit des Wiederaufbaus: „Deutschland räumte auf und der Menge an Schutt nach zu urteilen, den allein die Heidi in den drei Jahren transportierte, lag das ganze Land in Trümmern.“ (Zitat)
Angesprochen werden auch die negativen Auswirkungen der Wirtschaftswunderjahre: Flüsse werden begradigt und in Betonrinnen gezwungen, Flussauen verschwinden und mit ihnen die Tierwelt, die sich dort zuvor heimisch gefühlt hatte.
Ein weiteres Thema ist die Rolle der Frau in der Gesellschaft und das ist erschreckend aktuell: So ereignet sich auf der Heidi ein Vorfall, nach dem Lis geraten wird, zu ihrem eigenen Schutz einen Mann an Bord zu nehmen. Sie grübelt: „Musste man sich als Frau immer und überall als Beute fühlen, solange man sich nicht in der schützenden Gegenwart eines Mannes befand? Und überhaupt, dachte sie, wenn Männer jede alleinstehende Frau als potentielles Opfer betrachteten, wieso sollte sie sich dann in ihrer Gegenwart sicher fühlen?“ (Zitat)
Lis‘ Lebensgeschichte mit all ihren Schicksalsschlägen hat eine ungeheure Sogwirkung auf mich ausgeübt. Obwohl ruhig und leise erzählt, fand ich die Handlung so spannend, dass ich das Buch kaum noch weglegen konnte und oft über die Geschichte nachgedacht habe, wenn ich gerade nicht weiterlesen konnte. Zum Ende hin wird es sehr melancholisch, wie das ja oft so ist bei Menschen, die selbst sehr alt werden und zusehen müssen, wie all ihre Lieben vor ihnen gehen – etwas, was ich gerade auch in der eigenen Familie hautnah miterlebe, weshalb es mich bei der Lektüre vermutlich umso mehr angefasst hat.
Fazit: Sehr lesenswerter Roman, der noch lange nachwirkt, mit einer ungewöhnlichen Protagonistin.
Von Tanja Weber, die auch unter den Pseudonymen Marie Matisek und Judith Arendt veröffentlicht hat, habe ich so gut wie alle Bücher gelesen und sie haben mir allesamt gefallen, so unterschiedlich sie auch waren. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen auch diesmal und ich wurde nicht enttäuscht.
Susanne Edelmann
Freie Journalistin mit Leidenschaft für Lokalberichte, Reisen und vor allem für Bücher. Auf meinem Blog, der seit 2014 existiert, teile ich Buchrezensionen, Reiseberichte sowie Erlebnisse von zuhause und unterwegs.
Hier geht es zu meiner Webseite: https://www.susanne-edelmann.de
und hier zu Instagram: https://www.instagram.com/susanne_edelmann/
Schule für Kinder mit besonderen Begabungen (Florian Rattinger)
Von Conny Mang|Jugendbuch (ab 12 Jahre)|12. September 2026|Werbung – Rezensionsexemplar|2 Min. Lesezeit
Nachdem ich bereits zwei Teile der Reihe lesen durfte, freue ich mich wieder in der Schule für Kinder mit besonderen Begabungen zu sein. Diesmal geht es nicht nur um das Dreiergespann Magnus, Gino und Sheri, sondern um drei Geschichten, die noch vor Band 1 („Im Kampf gegen die Purpurraben“) spielen
Bei der „Geisterjagt im Genoveva-Anwesen“ nehmen es Magnus Oma Eugenine und ihr Waschbär Sir Wellington mit einem Poltergeist auf.
Die zweite Story spielt direkt in der Schule und beim „Duell mit dem Schlafkönig“ müssen Gino, Sheri und Magnus ordentlich in die Trickkiste greifen. Sie stiften Chaos und schlittern mal wieder haarscharf an eine Menge Ärger vorbei. Gino zaubert wieder seine helfenden Tiere aus dem Tornister, Sheri ist mit ihren Erfindungen sehr kreativ und Magnus zaubert trotz Verbot.
Die „Legenden von Learntopia“ sind eine ganz besondere Geschichte. Mit den Sportstar Tim, dem Verschwörungstheoretiker Kozak und dem Chemiker Paul beginnt ein gefährliches Abenteuer als sie in ein Lernspiel gezogen werden. Sie müssen lernen, zusammenzuhalten und jeder seine besonderen Fähigkeiten gezielt einzusetzen.
Der Schreibstil war flüssig und lebendig. Die Geschichten stecken voller Action, Magie und Freundschaft. Hier zeigen die Teams, was man mit unterschiedlichen Begabungen alles schaffen und erreichen kann. Was Zusammenhalt und Vertrauen mit ihnen macht. Wie schlaue Köpfe und temperamentvolle impulsive Handlungen zusammenpassen um auch überstarke Gegner zu bekämpfen. Ein anspruchsvolles Jugendbuch und ein toller Einstieg in die Reihe.
Klappentext
An dieser Schule erzählt der Stundenplan nur die halbe Wahrheit. In ihrem alten Haus stellt sich Magnus’ Großmutter gemeinsam mit dem tapferen Waschbären Sir Wellington einem finsteren Geist. Der Zauberer und seine Freunde verfolgen den Chaos stiftenden Herrn Morpheus durch die geheimnisvollen Traumwelten ihrer schlafenden Lehrer, in denen unglaubliche Gefahren lauern. Und ein scheinbar harmloses Lernspiel für Kleinkinder entpuppt sich für drei von Magnus’ Mitschülern als abenteuerliche Pixelwelt voller schräger Fallen und dunkler Geheimnisse. Zwischen knarrenden Dielen, rätselhaften Flüchen und überraschenden Abenteuern verschwimmen die Grenzen zwischen Spiel, Traum und Wirklichkeit. Willkommen an der Schule für Kinder mit besonderen Begabungen – einem Ort, an dem nicht nur Wissen, sondern vor allem das Abenteuer lebendig wird.
Conny Mang
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Merles mystische Abenteuer: Ein Wunsch für den Plon (Stephanie Domaschke)
Von Conny Mang|Kinderroman (8-12 Jahre)|12. September 2026|Werbung – Rezensionsexemplar|2 Min. Lesezeit
Im Band 5 der spannenden Jugendbuchreihe treffen wir wieder auf eine sorbische Sagengestalt und natürlich auf Felix, Adrian und Merle. Die Teenager sind nun in einem Alter, in dem sie sich nicht nur mit neuen Abenteuern auseinandersetzen müssen, sondern auch mit ihren Gefühlen.
Diese sind kompliziert, verwirrend und schmerzhaft. Ein neuer „Mitbewohner“ hat es sich auf Merles Dachboden gemütlich und futtert ihr heimlich die Chips und Kekse weg, bis sie ihn stellen können und schon stecken sie wieder mittendrin in einem gefährlichen Abenteuer.
In Merles neue Heimat Ostro, einem sorbisches Dorf in der Oberlausitz im Landkreis Bautzen, gibt es noch alte Traditionen und Bräuche, die hier zusätzlich zu den Sagen und Legenden viel Wissenswertes übermitteln. Felix ist da ein wandelndes Lexikon und was er nicht weiß, treibt ihn nur noch mehr an, es in Erfahrung zu bringen. Zusammen sind die drei …. Nun eher vier … ein unschlagbaren Team. Ein gelungener Folgeband und ich freue mich auf einen 6. Teil.
Klappentext
Merles Welt steht kopf: Zwischen ihren Eltern hat es so richtig gekracht und dann geht auch noch Felix auf Abstand zu ihr. Das Schlimmste: Sie ist selbst daran schuld! Verzweifelt versucht Merle ihre Freundschaft zu kitten. Dass im Kloster eine geheime Schatzkammer gefunden wird, kommt ihr dabei gerade recht – schließlich konnte Felix einem Abenteuer noch nie widerstehen. Als er sich trotz allem weiter von ihr abkapselt, sucht Merle ihre Ruhe und richtet sich einen Unterschlupf auf dem Heuboden ein. Allerdings wohnt dort schon jemand. Und dieser Jemand hat großes Interesse an ihr.
Conny Mang
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Dragon World - Im Auge des Wolfes (Maddy Mara)
Von eine.kissenschlacht|Kinderroman (8-12 Jahre)|08. September 2026|2 Min. Lesezeit
Maddy Mara · Illustrationen: James Claridades · dtv · Band 2 · ab 8 Jahren · 128 Seiten · 13,00 €Klappentext – siehe Fotos auf meinem Instagram-Kanal✨ Meinung des Großen:Luca ist zusammen mit seinen Freunden wieder nach Imperia gereist, weil er ein Rätsel gelöst hat, das ihm den Weg öffnet. Doch diesmal ist Luca kein Drache, sondern ein großes, starkes Tier, weil diesmal seine Freundin auserwählt wurde, ein Drache zu sein.
Dartsmith, ein Bösewicht, will Luca und seine Freunde daran hindern, das zweite Drachenei an den Ort, wo es hingehört, zurückzubringen, weil er dadurch seine Macht verliert. Denn wenn alle drei Dracheneier an ihren Platz zurückgebracht werden, hat er keine Macht mehr über Imperia.Das Buch hat sich sehr gut lesen lassen und ich finde das Buch sehr spannend, weil es auch einen Lawinenwolf gibt, der riesig ist und Lawinen verursacht. Aber ich finde das Buch auch schön, weil es viel um Freundschaft und Zusammenhalt geht. Außerdem gefällt es mir, dass die Geschichte zeigt, dass man zusammen stärker ist, als allein. Die schwarz-weißen Illustrationen gefallen mir sehr gut, genauso wie das Cover.💕 Empfehlung des Großen:Ich würde das Buch allen empfehlen, die coole, spannende und freundschaftliche Geschichten mit Drachen mögen.Von unserem Großen gibt es auch für Band zwei dieser Reihe eine ganz klare Leseempfehlung.
eine.kissenschlacht
Ich bin Mama von zwei wunderbaren Kindern und wir sind absolut lesebegeistert. Daher reichen meine Rezensionen von Kinder- und Jugendbüchern bis hin zu Büchern für Erwachsene und ich hoffe, dass ich den einen oder die andere mit meinen Rezensionen für ein paar tolle Bücher begeistern kann.
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Harry Potter und der Stein der Weisen (Joanne K. Rowling)
Von eine.kissenschlacht|Kinder- und Jugendbuch, Kinderroman (8-12 Jahre)|08. September 2026|2 Min. Lesezeit
✏️ Joanne K. Rowling🎨 Sabine Wilharm📚 Carlsen Verlag ( @carlsen_kinderbuch )💭 Kinderbuch-Klassiker (Band 1)🔢 ab 10 Jahren (Empfehlung des Verlags)📖 336 Seiten💶 keine Angaben für diese Ausgabe
👀 Klappentext – siehe Fotos auf meinem Instagram-Kanal
✨ Meinung des Jüngsten: Ich finde die Geschichte sehr spannend, cool und magisch. Dass Harry zu Beginn der Geschichte keine Freunde hat, finde ich nicht schön. Harry denkt, dass er ein ganz normaler Jungs ist, aber an seinem elften Geburtstag erfährt er, dass das nicht stimmt. Denn er ist ein Zauberer. Und zu seinem elften Geburtstag erhält er einen Brief, mit dem er nach Hogwarts, einer Schule für Zauberer eingeladen wird. Natürlich geht er dort hin und schon auf seinem Weg nach Hogwarts findet er im Hogwarts-Express die ersten Freunde, was ich richtig toll finde. Dass Harry sich mit seinen Freunden Ron und Hermine in ein richtiges Abenteuer stürzt, macht die Geschichte wahnsinnig spannend. Da kann man nur die ganze Zeit mit fiebern. Auch, weil in Hogwarts alles magisch ist, selbst die Portraits an den Wänden und die Treppen und weil es verbotene Räume gibt, bei denen man sich immer fragt, was sich wohl darin verbirgt. Das Buch hat sich gut lesen lassen, auch wenn ich manche Namen etwas schwierig finde und die Schrift sehr klein ist. In der Ausgabe, die ich gelesen habe, sind zwar keine Illustrationen drin, aber das Cover gefällt mir dafür sehr gut. Ich freue mich schon jetzt darauf, den nächsten Teil zu lesen und ich bin froh, dass wir die komplette Reihe haben.
💕 Empfehlung des Jüngsten: Ich würde das Buch allen empfehlen, die gerne Spannung, Magie, noch mehr Spannung, Freundschaft, und noch mehr Spannung mögen. Flüstert: und noch mehr Spannung!
Von unserem Jüngsten gibt es für Band eins der Harry Potter Reihe eine ganz klare Leseempfehlung, da sie seine Liebe zu der Reihe geweckt hat.
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Ich bin Mama von zwei wunderbaren Kindern und wir sind absolut lesebegeistert. Daher reichen meine Rezensionen von Kinder- und Jugendbüchern bis hin zu Büchern für Erwachsene und ich hoffe, dass ich den einen oder die andere mit meinen Rezensionen für ein paar tolle Bücher begeistern kann.
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Feuilleton
Literatur, die bewegt: Im Feuilleton versammeln wir Reportagen, Trendanalysen, Autorenvorstellungen, Essays, Gedanken und Betrachtungen rund um Bücher, Lesen und die Welt der Worte – persönlich, meinungsstark und immer mit Leidenschaft geschrieben.
Zwischen den Zeilen
Land in Sicht: Warum die Buchmesse 2026 ihre eigene Küste sucht
Von Peter Brendt •
01. Oktober 2026 • 6 Min. Lesezeit
Tschechien ist Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2026, das Motto lautet „Ein Land an der Küste“ – dabei hat das Land gar kein Meer. Genau darin liegt die Pointe: Auch die Buchbranche selbst befindet sich in diesem Jahr auf der Suche nach neuem Ufer. Ein Rundgang durch fünf Gezeiten des Wandels.
Wer im Oktober durch die Drehtüren der Frankfurter Messehallen tritt, betritt offiziell „ein Land an der Küste“. Nur: Eine Küste gibt es dort nicht. Ehrengast Tschechien hat sich für seinen Auftritt auf der 78. Frankfurter Buchmesse (7. bis 11. Oktober) ausgerechnet ein Bild geliehen, das dem Land geografisch nicht zusteht: Shakespeare gab Böhmen in seinem „Wintermärchen“ einen Meerzugang, den es nie besaß – ein „Irrtum“. Ob Nachlässigkeit oder Absicht, darüber streiten Literaturwissenschaftler seit vierhundert Jahren.
Messedirektor Juergen Boos deutet das Bild lieber als Sehnsuchtsort: eine Küste, an der Sprache, Geschichten und Ideen anlanden. Für ihn persönlich bekommt das Motto eine zusätzliche Note, denn 2026 ist seine letzte Messe als Direktor – ein Kapitänswechsel, ausgerechnet in dem Jahr, in dem die Branche von neuen Ufern spricht.
Der Zufall passt gut, denn die Buchbranche selbst ist 2026 ein Binnenland auf der Suche nach einer Küste: zwischen App-getriebenem Lesehunger, KI-Debatten und geopolitischen Verwerfungen wirkt ein Jahrhundertevent wie die Frankfurter Buchmesse fast schon altmodisch treu – und sucht doch fieberhaft nach neuen Häfen. Ein Rundgang durch fünf Gezeiten, die die Branche in diesem Jahr in Bewegung halten.
Gezeitenwechsel in den Hallen
Wer die Messe zuletzt vor einigen Jahren besucht hat, wird sich 2026 verlaufen – im positiven Sinn. Ab diesem Jahr sorgt ein überarbeitetes Hallenkonzept für neue Wege: Publikumsbereiche, New-Adult-Bühnen und Gaming-Schnittstellen rücken ins Erdgeschoss der großen Hallen, das klassische Fachpublikum zieht sich in die oberen Ebenen zurück. Die Messe folgt damit unumwunden ihrer jüngsten, lautesten Zielgruppe: jenen Leserinnen, die ihre Community zuerst auf TikTok gefunden haben und erst danach im Buch.
Was dort verhandelt wird, ist längst nicht mehr nur Text. Farbschnitte, geprägte Hardcover, exklusive Buchboxen von Anbietern wie FairyLoot oder Sondereditionen der großen Buchhandelsketten machen das Buch zum Lifestyle-Objekt fürs eigene Regal – „Bookshelf Wealth“ nennt die Szene das. Für Verlage bedeutet das: Wer heute Romantasy, New Adult oder Dark Academia verkaufen will, muss die Optik oft schon beim Pitchen mitdenken. Für Autorinnen und Autoren ist das eine neue Realität, an die sich viele erst gewöhnen müssen – der Roman ist nur noch die halbe Miete, das Cover die andere.
Die stille Flut: KI im Verlagswesen
Während unten in den Publikumshallen fotografiert und gefeiert wird, tobt in den Fachkreisen eine leisere, existenziellere Debatte. Tech-Konzerne trainieren ihre Sprachmodelle seit Jahren auch mit urheberrechtlich geschützten Buchtexten – Belletristik wie Fachliteratur. Autorenverbände wie der VS in ver.di fordern im Rahmen des EU AI Acts strengere Regeln: Training ohne ausdrückliche Lizenz und Vergütung soll als Urheberrechtsverletzung gelten.
Zugleich entstehen auf der Messe neue Geschäftsmodelle. Distributoren wie Bookwire bieten Verlagen inzwischen strukturierte Lizenzpakete an, mit denen sie ihre Backlists gezielt fürs KI-Training freigeben können – gegen Gebühr. Das wirft für Autorinnen und Autoren eine unbequeme Frage auf: Wer verdient eigentlich, wenn eine KI eines Tages im eigenen Stil weiterschreibt?
Im Alltag der Verlage ist die Technologie längst angekommen, unspektakulärer, als es die Debatte vermuten lässt: im Lektorat, in automatisierten Rohübersetzungen vor allem bei Sachbüchern und Genre-Literatur, im Marketing bei der Metadaten-Generierung. Kritiker warnen vor einer schleichenden Homogenisierung des Schreibstils – dem Verlust genau jener Nuancen, die eine Maschine nicht kennt, weil sie sie nie gelebt hat.
Die Unterströmung: Rechtehandel und Literary Agents & Scouts Centre (LitAg)
Fernab vom TikTok-Trubel liegt das eigentliche Herz der Messe: das Literary Agents & Scouts Centre, kurz LitAg. An langen Tischreihen verhandeln Agentinnen und Verlagsleiter im Minutentakt Übersetzungsrechte. Hier, nicht auf der Bühne, entscheidet sich für viele deutschsprachige Autorinnen und Autoren, ob ihr Roman den Sprung in den angelsächsischen oder asiatischen Markt schafft.
Auch Streaming-Dienste und Filmproduzenten scouten gezielt nach verfilmbaren Stoffen – mit spürbaren Folgen für die Stoffentwicklung selbst, die sich zunehmend am filmischen Erzähltempo orientiert, noch bevor ein Buch überhaupt erschienen ist.
Schon im Vorfeld dieser internationalen Lizenzdeals diktieren die rein wirtschaftlichen Verwertungskriterien, welche Manuskripte überhaupt noch eine realistische Chance auf Realisierung erhalten.
Während Großverlage ihre Marketingbudgets für BookTok-Kampagnen hochfahren, kämpfen unabhängige Klein- und Literaturverlage mit explodierenden Papier-, Druck- und Energiekosten. Das leise, programmatisch mutige Buch – jenes, das keinen Massenmarkt bedient – wird dabei an den Rand gedrängt:
Buchhandlungen reservieren ihre besten Flächen zunehmend für Titel mit Bestseller-Garantie.
Sturmwolken am Horizont
Prag, Moldauufer
Ausgerechnet im eigenen Ehrengastjahr droht Tschechiens Auftritt von einem Schatten überlagert zu werden: Die umstrittene Kulturpolitik der neuen Regierung in Prag sorgt im Vorfeld für Unruhe – ein Thema, das die Messe kaum ignorieren kann, wenn sie gleichzeitig für sich in Anspruch nimmt, ein globaler Schutzraum für Meinungsfreiheit zu sein. Institutionen wie die International Publishers Association und PEN International nutzen die Messe traditionell als Bühne, um auf Inhaftierungen, Zensur und Bedrohungen von Autorinnen und Autoren weltweit aufmerksam zu machen.
Wie konkret diese Spannung werden kann, zeigt ein anderer Programmpunkt derselben Messe: Zu seinem 90. Geburtstag und dem 50. Jahrestag seiner Ausbürgerung aus der DDR tritt Wolf Biermann 2026 in Frankfurt auf – mit neuen Tagebüchern, Gedichten und einem Märchen, begleitet von der Gitarristin Nora Buschmann und moderiert vom dpa-Chefredakteur Sven Gösmann. Ein halbes Jahrhundert nach seiner Ausweisung wird er zur lebenden Erinnerung daran, dass Literatur eben doch mehr ist als hübsche Farbschnitte – sie bleibt, wenn es hart auf hart kommt, eines der letzten Korrektive gegen autoritäre Diskurse.
4.350 Aussteller, 238.000 Besucherinnen und Besucher, 3.500 Veranstaltungen – so groß war die Buchmesse zuletzt, im Jahr vor Tschechiens Ehrengastauftritt. Zahlen, die zeigen: Trotz aller Umbrüche bleibt Frankfurt der größte Handelsplatz für gedruckte und digitale Inhalte der Welt. Doch die Gezeiten, die 2026 durch diese Hallen laufen, sind spürbar stärker als sonst.
Am Ende dieser Messe wird Juergen Boos zum letzten Mal die Türen schließen, die er über zwei Jahrzehnte geöffnet hat. Sein Nachfolger übernimmt eine Branche, die sich – wie ihr diesjähriger Ehrengast – ein Ufer erträumt, das es geografisch eigentlich nicht gibt: eine Zukunft, in der KI und Handarbeit, TikTok-Tempo und leises Lektorat, Marktdruck und Meinungsfreiheit irgendwie zusammen Platz finden. Ob Böhmen wirklich eine Küste braucht, war schon bei Shakespeare Nebensache. Wichtiger war die Bewegung selbst – der Aufbruch zu neuen Ufern, ganz gleich, ob man sie am Ende findet.
Peter Brendt
Wir haben Productive Books gegründet, um eine Plattform zu schaffen, auf der Autoren und Leser zusammenkommen können, um die Freude am Lernen und Entdecken zu teilen. Im #bookstagram Magazin können Leser neue Bücher entdecken und ehrliche Rezensionen finden.
Der Buchherbst 2026: Fünf Trends im Oktober – für Leser:innen entdeckt, für Autor:innen erklärt
Von Peter Brendt|Zwischen den Zeilen|01. Oktober 2026|5 Min. Lesezeit
Stell dir vor, deine Leserin sucht heute Abend nicht mehr bei Google nach ihrem nächsten Buch, sondern fragt einfach ihre KI: „Was soll ich als Nächstes lesen?“ Klingt nach Science-Fiction? Ist im Oktober 2026 längst Alltag.
Und genau das ist der rote Faden durch diesen Monat: Die Bühne verschiebt sich – von der Suchmaschine ins Gespräch, vom anonymen Publikum in die Community, vom globalen Rauschen zurück ins Regal um die Ecke. Fünf Entwicklungen zeigen, wohin die Reise geht. Und bei jeder lohnt sich der Blick von zwei Seiten: Was bedeutet das für dich als Leser:in – und was solltest du als Autor:in jetzt tun?
1. Wer die Daten hat, wird gelesen
Semantische KI-Agenten haben sich im September etabliert – jetzt geht es ans Eingemachte: Wer kontrolliert eigentlich die Trainingsdaten und Metadaten, aus denen die KI ihre Buchempfehlungen zieht? Denn wenn Leserinnen und Leser ihre nächste Lektüre im Dialog mit einer KI finden statt über eine Trefferliste, reicht ein hübscher Klappentext für Menschen allein nicht mehr. Er muss auch für Maschinen lesbar sein.
Für Leser:innen: Eine KI-Empfehlung ist bequem, zeigt dir aber vor allem das, was algorithmisch gut aufbereitet ist – nicht zwangsläufig das beste Buch für dich. Misch den KI-Dialog ruhig weiterhin mit „analogem“ Stöbern: Buchhandlung, Bibliothek, Empfehlung einer Freundin. So entkommst du der Filterblase.
Für Autor:innen: Nimm dir deine Metadaten, Keywords und Klappentexte vor und frag dich ehrlich: Stecken da nur emotionale Tropes drin – oder auch präzise, sachliche Kontextmerkmale, an denen sich eine KI orientieren kann (Setting, Zeitperiode, vergleichbare Titel, klare Genrezuordnung)? Ein Nachmittag Feinschliff hier kann darüber entscheiden, ob du in der nächsten KI-Empfehlung auftauchst – oder unsichtbar bleibst.
2. Deine Leser wollen nicht nur lesen, sie wollen dabei sein
Die serialisierten Formate, die im Sommer auf Plattformen wie Ream oder Radish groß wurden, verschmelzen jetzt mit exklusiven Community-Räumen: Discord-Server, geschlossene Substack-Kreise, kleine digitale Hinterzimmer. Der stille, abgeschottete Schreibtisch verliert an Zauber gegenüber dem Gefühl, live dabei zu sein, wenn eine Geschichte entsteht.
Für Leser:innen: Wenn du Lust auf Mitgestaltung hast, lohnt sich der Schritt in den Discord-Server oder Substack-Kreis deiner Lieblingsautorin – dort bekommst du Vorab-Kapitel und darfst mitentscheiden, wohin die Geschichte geht. Wenn dir das zu viel Nähe ist: Es spricht nichts dagegen, weiterhin auf die fertige, „stille“ Buchveröffentlichung zu warten.
Für Autor:innen: Baue feste Feedback-Schleifen ein – ein Vorab-Kapitel für deine treuesten Leser, eine kurze Umfrage zum nächsten Handlungsstrang, ein monatliches „Wie soll es weitergehen?“. Diese kleinen Einladungen zur Mitgestaltung sind oft der Unterschied zwischen einer Leserin, die einmal kauft, und einer Leserin, die bleibt.
3. Kurz, spannend, für zwischendurch: Audio wird noch kompakter
Das „immersive Audio“ vom Vormonat wird schlanker: Im Oktober dominieren kurze, serialisierte Hörspiel-Häppchen im Episodenformat – gemacht für den schnellen Konsum zwischen zwei Terminen, mit hohem Produktionswert und mehreren Sprecherstimmen. Der Markt konkurriert damit direkt mit dem Podcast-Feed in der Hosentasche.
Für Leser:innen: Die kurzen Episodenformate sind ein risikoarmer Einstieg in neue Genres oder unbekannte Autor:innen – zehn, fünfzehn Minuten auf dem Arbeitsweg reichen, um reinzuhören, ohne gleich ein ganzes Hörbuch zu kaufen.
Für Autor:innen: Du musst nicht gleich ein komplettes Hörbuch produzieren. Probiere an einem bestehenden Roman oder einer Kurzgeschichte ein kompaktes Serial-Audio-Format aus – ein paar Episoden reichen als Test, um zu sehen, ob du darüber neue Hörerschaft erreichst.
4. Ehrlichkeit ist das neue Gütesiegel
Seit im August die EU-Vorgaben zum AI Act verbindlich wurden, hat sich ein neues Marketing-Werkzeug etabliert: das „AI-Transparency Badge“. Statt den Einsatz von KI-Tools für Übersetzung oder Lektorat zu verstecken, zeigen Autorinnen und Autoren ihn stolz im Impressum und auf dem Cover. Die Logik dahinter: Verstecken erzeugt Misstrauen, Offenheit wird als Qualitätsmerkmal gelesen.
Für Leser:innen: Ein Transparency-Badge ist kein Warnsignal, sondern eine Entscheidungshilfe. Es sagt dir nicht „das Buch ist von einer KI geschrieben“, sondern zeigt dir ehrlich, wofür Tools genutzt wurden – und wofür nicht. Nutze das, um dir dein eigenes Bild zu machen, statt pauschal zu urteilen.
Für Autor:innen: Formuliere einen kurzen, ehrlichen Absatz darüber, wie dein Buch entstanden ist – welche Tools du genutzt hast und wofür, und was ganz allein deine kreative Handschrift ist. Binde diesen Absatz direkt in deine Buchankündigung ein. Es kostet dich zehn Minuten und schenkt deinen Lesern Vertrauen, das du sonst mühsam aufbauen müsstest.
5. Zurück ins Regal: die Renaissance des Lokalen
Als Gegenbewegung zur globalen Digitalisierung schließen sich Selfpublisher im Herbst zu regionalen Allianzen zusammen: Pop-up-Stores, unabhängige Lesefestivals, feste Kooperationen abseits der großen Buchmessen. Die physische Präsenz vor Ort und der direkte Draht zur inhabergeführten Buchhandlung um die Ecke gewinnen wieder an Gewicht – gerade weil online alles austauschbar wird.
Für Leser:innen: Genau hier findest du die Bücher, die dir kein Algorithmus zeigt. Ein Besuch im lokalen Pop-up-Store oder auf einem unabhängigen Lesefestival lohnt sich, wenn du der Online-Masse an Neuerscheinungen entkommen willst.
Für Autor:innen: Schreib diese Woche drei lokale, inhabergeführte Buchhandlungen an und biete eine Lesung oder eine regional limitierte Sonderedition an. Das ist kein Rückschritt ins Analoge, sondern die Ergänzung, die dich von der reinen Online-Masse abhebt.
Fazit: Zwischen Algorithmus und Zwischenmenschlichkeit
Der Oktober 2026 zeigt eine schöne Doppelbewegung: Auf der einen Seite müssen Autorinnen und Autoren lernen, die Sprache der Maschinen zu sprechen – Metadaten, KI-Transparenz, semantische Auffindbarkeit. Auf der anderen Seite zählt genau das Gegenteil so viel wie lange nicht: echte Nähe, ob im Discord-Server, im Ohr per Audio-Häppchen oder ganz analog in der Buchhandlung nebenan. Für Leser:innen heißt das: Es lohnt sich, neugierig zwischen digital und analog zu wechseln. Für Autor:innen heißt das: Wer beides bespielt, steht im Herbst gut da.
Peter Brendt
Wir haben Productive Books gegründet, um eine Plattform zu schaffen, auf der Autoren und Leser zusammenkommen können, um die Freude am Lernen und Entdecken zu teilen. Im #bookstagram Magazin können Leser neue Bücher entdecken und ehrliche Rezensionen finden.
Vorsicht, Betrug! Ein neues Booklet schützt Senioren vor den Tricks der Kriminellen
Von Peter Brendt|Zwischen den Zeilen|05. September 2026|Eigenwerbung|2 Min. Lesezeit
Aus aktuellem Anlass rückt ein Betrugsphänomen in den Fokus, das bislang wenig bekannt ist: das „thesaurierende Gewinnspiel“. Die Masche klingt harmlos, ist aber perfide: Angebliche Gewinne werden nicht ausgezahlt, sondern automatisch in neue Lose reinvestiert – so lange, bis das gesamte Guthaben aufgebraucht ist.
Dazu kommen hohe monatliche Abbuchungen vom Konto der Betroffenen. Am Ende bleibt vielen Senioren: nichts als ein leeres Konto und die bittere Erkenntnis, hintergangen worden zu sein.
Nicht die einzige Masche
Thesaurierende Gewinnspiele sind nur eine von vielen Varianten, mit denen Kriminelle gezielt ältere Menschen ins Visier nehmen. Der Enkeltrick und der Schockanruf falscher Polizeibeamter gehören seit Jahren zum Standardrepertoire. Neuer, aber ebenso wirksam, sind Phishing-Mails im Namen von Banken, gefälschte Online-Shops mit Traumpreisen sowie vermeintliche Support-Mitarbeiter, die sich am Telefon Zugriff auf den heimischen PC verschaffen wollen. Allen Varianten gemein ist das gleiche Prinzip: Vertrauen erschleichen, Druck aufbauen, schnell handeln lassen – bevor die Betroffenen Zeit zum Nachdenken haben.
Technischer Schutz als erste Verteidigungslinie
Neben Aufklärung helfen einige einfache Vorkehrungen, das Risiko spürbar zu senken. Ein PC ohne Adminrechte, Adblocker mit Scam-Filter oder regelmäßigen Updates erschweren es Betrügern, sich unbemerkt Zugriff zu verschaffen. Die Rufnummernblockierung bekannter Betrugsnummern oder unbekannter Anrufer über den Anbieter oder das Smartphone verhindert viele Anrufe schon im Vorfeld. Und ein familienintern vereinbartes Familienpasswort – ein Codewort, das nur die engste Familie kennt – schützt zuverlässig vor dem Enkeltrick, da sich Betrüger am Telefon damit nicht ausweisen können.
Gemeinsam wachsam bleiben
Wer sich und seine Angehörigen wirksam vor Betrug schützen möchte, findet im kostenlosen Booklet „Wachsam bleiben – Gemeinsam Senioren vor Betrug schützen“ detaillierte Hintergründe, aktuelle Maschen und konkrete Verhaltensregeln.
Das Booklet steht exklusiv für die Abonnenten unseres #bookstagram-Magazins zum kostenlosen Download bereit. Angesichts steigender Fallzahlen ist dieser Leitfaden ein wertvoller Beitrag für die Sicherheit deiner Familie und ihres Umfelds.
Das Abonnement ist vollständig gebührenfrei und jederzeit kündbar. Du kannst das Magazin inklusive des Ratgebers direkt hier anfordern:
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Ich lese Kriminalromane, um zu entspannen – das Böse wird immer bestraft.
— Winston Churchill
Maurice Richardson - Autorenvorstellung
Von HelgasBuecherparadies|Autorenvorstellung|14. September 2026|2 Min. Lesezeit
Heute möchte ich euch einen Autor vorstellen, der mit seinen Krimis die besondere Atmosphäre seiner oberbayerischen Heimat einfängt. Lernt den sympathischen Autor Maurice Richardson kennen und entdeckt seine spannenden Geschichten voller Geheimnisse und überraschender Wendungen.
Ich bin Maurice Richardson. Ein Autor aus dem schönen Oberbayern und jemand, der sich viel zu viele Gedanken über den perfekten Mord macht. Aber keine Sorge: natürlich nur auf Papier.
Meine Geschichten entstehen dort, wo ich mich selbst am wohlsten fühle: in meiner Heimat, zwischen Bergen, Seen und kleinen Orten, in denen die Welt auf den ersten Blick noch in Ordnung scheint. Genau diese Mischung aus Heimat, Idylle und dunklen Geheimnissen fasziniert mich.
Der Weg zum Autor war bei mir allerdings kein gerader. Neben dem Schreiben arbeite ich in einem ganz anderen Beruf und habe mir das Schreiben Schritt für Schritt aufgebaut. Irgendwann wurde aus der Idee, einen eigenen Krimi zu schreiben, tatsächlich ein fertiges Manuskript und daraus schließlich mein Krimi Debüt „Mord auf der Herreninsel“.
Seitdem lässt mich die Welt zwischen Verbrechen, Ermittlungen und überraschenden Wendungen nicht mehr los. Mit Tod auf der Fraueninsel ist inzwischen der nächste Fall meiner Reihe Tödliches Alpenland erschienen.
Wenn ich gerade nicht schreibe, lese ich selbst gerne, bin in den Bergen oder am Wasser unterwegs, sammle neue Eindrücke und frage mich vermutlich ein bisschen zu oft, wie man daraus einen guten Krimi machen könnte. 😄
Ich freue mich, wenn ihr Lust habt, gemeinsam mit mir in die eine oder andere mörderische Geschichte einzutauchen. 📚🔍🏔️
Ganz herzlichen Dank, lieber Maurice, für die interessanten Einblicke in dein Leben und deine Bücher.
Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg und viele begeisterte Leserinnen und Leser!
HelgasBuecherparadies
Mein Name ist Helga, ich bin verheiratet und Mutter von zwei Kindern. 2018 habe ich meinen Blog Helgas Bücherparadies ins Leben gerufen, um meine Leidenschaft für Thriller und Psychothriller mit anderen zu teilen. Dank euch habe ich inzwischen über 15.000 Follower auf Facebook und konnte bereits einige Auszeichnungen wie den Skoutz-Award 2021 gewinnen.
Tanja Samson - Autorinnenvorstellung
Von HelgasBuecherparadies|Autorenvorstellung|11. September 2026|2 Min. Lesezeit
Heute freue ich mich sehr, euch die sympathische Autorin Tanja Samson („Frau Boomer badet“, „Von wegen Boomer“) näher vorstellen zu dürfen. Ihre Geschichten verbinden Humor, Lebenserfahrung und spannende Einblicke in die unterschiedlichen Generationen.
Liebe Helga, liebe alle,
wie schön, heute virtuell bei euch zu sein!
Als Vollblut-Personalerin und Coach ist jedes Thema rund um den Menschen für mich spannend. Was treibt sie um, wie leben, arbeiten, und wie lieben sie?
Ich beobachte gerne, auch den Zeitgeist, höre zu und versuche zu verstehen. Das ändert sich auch im Laufe eines Lebens nicht. Was sich ändert, ist nur der Zählerstand auf dem Lebenskonto und dadurch der Blickwinkel und schwupps: dein Chef dir gegenüber könnte dein Sohn, die Ärztin gegenüber könnte deine Tochter sein. Daraus erwächst meine Inspiration für humorvolle Generationenromane: Wie denkt und fühlt ein junger Mensch, der ins Arbeitsleben eintritt?
Wie sehen Kinder ihre Eltern? Die Perspektive auf die Welt – wie wollen wir leben und arbeiten – wird um eine wertvolle Sicht bereichert.
Spoiler: Ich mag junge Menschen; lasse mich gerne von ihrer Energie und ihrem Lebenshunger anstecken. Und gleichzeitig bin ich aus dem letzten Jahrtausend, habe in den 80er-Jahren Prince auf einem Livekonzert erlebt und mit Bleistift und Fragebogen eine Volkszählung an Haustüren durchgeführt.
Kein Widerspruch – einfach nur das Leben!
Meine Wahlheimat ist das Fünfseenland nahe München. Ich liebe den Weßlinger See, den kleinen Ort, wo Generationen ganz ungezwungen das Leben miteinander feiern. Hier spielt auch meine Boomer-Reihe. Als Kind des Ruhrgebietes vermisse ich manchmal Lakritze und die humorvolle Direktheit. Aber Letzteres zaubere ich mir in meine Figuren und in meine Romane hinein.
Und ihr so?
Seid ihr Typ Lakritze, Weißwurst oder eher Buddha Bowl? (ich mag alles ☺)
Vielen Dank, liebe Tanja Samson, für diesen persönlichen Einblick in dein Leben und deine Inspirationen. Ich freue mich, euch diese wunderbare Autorin und ihre Bücher näher vorstellen zu dürfen.
HelgasBuecherparadies
Mein Name ist Helga, ich bin verheiratet und Mutter von zwei Kindern. 2018 habe ich meinen Blog Helgas Bücherparadies ins Leben gerufen, um meine Leidenschaft für Thriller und Psychothriller mit anderen zu teilen. Dank euch habe ich inzwischen über 15.000 Follower auf Facebook und konnte bereits einige Auszeichnungen wie den Skoutz-Award 2021 gewinnen.
Julia Haussmann - Autorinnenvorstellung
Von HelgasBuecherparadies|Autorenvorstellung|05. September 2026|2 Min. Lesezeit
Heute darf ich euch eine Autorin vorstellen, deren Weg zum Schreiben ganz besonders ist. Julia Haussmann verbindet ihre Liebe zu Italien, persönliche Erinnerungen und eine große Portion Leidenschaft zu einem ganz besonderen Herzensprojekt.
Mit ihrem Italienkrimi „COMMISSARIO LEONESSA – Tod am Gardasee“ nimmt sie die Leserinnen und Leser mit an den wunderschönen Gardasee und zeigt, wie aus einem persönlichen Gedanken ein neuer Traum entstehen kann.
Vielen Dank, liebe Julia Haussmann, dass du dich bei Helgas Bücherparadies vorstellst.
Ich bin Julia Haussmann und freue mich unglaublich, mich euch vorstellen zu dürfen.
Nach 25 Jahren Hotellerie und Eventbranche beschloss ich nach Corona, mein Leben auf links zu drehen, mir den Traum eines B&B in Riva del Garda zu erfüllen. Doch Träume zerplatzen. Zudem kam in der „Pandemie-Isolationshaft“ der unverarbeitete Tod meiner Mutter an die Oberfläche.
Aus dem Nichts hatte ich den verrückten Einfall, einen Krimi für sie zu schreiben – ohne Bücher war sie nur ein halber Mensch und am Gardasee verbrachten wir viele Mutter-Tochter-Urlaube. So schlug ich drei Fliegen mit einer Klappe: Lesestoff für die Himmelsbibliothek, ein Ventil für meine Trauer und nebenbei habe ich Italien zu mir geholt.
Mein Italienkrimi war nicht für die Öffentlichkeit gedacht, wurde aber zu einem neuen Traum, aus dem im besten Fall eine Reihe wird.
Dass „COMMISSARIO LEONESSA – Tod am Gardasee“ am 01.07.2026 bei dotbooks erschienen ist, kommt mir immer noch surreal vor.
Am Schreiben liebe ich, keinen Zwängen und Konventionen unterworfen zu sein, mich für nichts entschuldigen zu müssen. Im realen Leben können wir keine Entscheidung, keine Tat mit einer Löschtaste ausradieren und kein einziges Wort zurücknehmen. Tun wir etwas, ist es getan – auch wenn wir es hinterher verwünschen. Sagen wir etwas, ist es gesagt – auch wenn wir es danach bereuen. Als Autorin jedoch kann ich meine Figuren tun und sagen lassen, was ich will, ohne etwas bedauern zu müssen. Und wenn doch, ist es Absicht.
Ich hoffe, mein „Therapie-Projekt“ gefällt euch genauso gut, wie es meiner Mutter gefallen hätte.
Ganz herzlichen Dank für deine wundervolle Vorstellung, liebe Julia Haussmann. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg mit deinem Buch und hoffe, dass viele Leserinnen und Leser deinen Gardasee-Krimi entdecken werden.
HelgasBuecherparadies
Mein Name ist Helga, ich bin verheiratet und Mutter von zwei Kindern. 2018 habe ich meinen Blog Helgas Bücherparadies ins Leben gerufen, um meine Leidenschaft für Thriller und Psychothriller mit anderen zu teilen. Dank euch habe ich inzwischen über 15.000 Follower auf Facebook und konnte bereits einige Auszeichnungen wie den Skoutz-Award 2021 gewinnen.
Mia Moreno - Autorinnenvorstellung
Von HelgasBuecherparadies|Autorenvorstellung|03. September 2026|2 Min. Lesezeit
Heute möchte ich euch ein besonderes Autorenduo vorstellen, das gemeinsam Geschichten voller Emotionen, Spannung und großer Gefühle schreibt: Mia Moreno. Hinter dem Pseudonym Mia Moreno stehen Anna und Melanie, zwei befreundete Journalistinnen aus Berlin.
Geschrieben haben beide schon immer, beruflich sowieso, aber auch unabhängig voneinander als Sachbuchautorinnen.
Die Idee, gemeinsam Romane zu schreiben, entstand vor einigen Jahren bei einer Party und entwickelte sich ziemlich schnell von einer Schnapsidee zu einem festen Autorinnenduo. Seitdem sind bereits mehrere Romance-Reihen und insgesamt neun Romane entstanden.
Nach ersten Veröffentlichungen im Selfpublishing folgten die Reihen „Beautiful Secrets“ und „Dangerous Desires“ bei everlove by Piper. Inzwischen sind Anna und Melanie wieder zurück im Selfpublishing, weil sie ihre Geschichten, Veröffentlichungen und Ideen gern selbst in der Hand haben.
Ihre Romane spielen in Berlin und verbinden große Gefühle mit Spannung, Geheimnissen und Männern, die nicht immer das sind, was sie auf den ersten Blick zu sein scheinen. Im Mittelpunkt stehen dabei Frauen, die ihren eigenen Weg gehen und wissen, was sie wollen.
Wenn Anna und Melanie nicht schreiben, verbringen sie ihre Zeit mit ihren Familien und Freunden, beim Sport oder natürlich mit Büchern. Beim Lesen gehen ihre Geschmäcker durchaus auseinander: Während Anna gerne zu Belletristik greift, darf es für Melanie auch Romance oder Romantasy sein.
Ganz herzlichen Dank, liebe Anna und Melanie, für die interessanten Einblicke in euer Leben und eure Bücher.
Ich wünsche euch weiterhin viel Erfolg und viele begeisterte Leserinnen und Leser!
HelgasBuecherparadies
Mein Name ist Helga, ich bin verheiratet und Mutter von zwei Kindern. 2018 habe ich meinen Blog Helgas Bücherparadies ins Leben gerufen, um meine Leidenschaft für Thriller und Psychothriller mit anderen zu teilen. Dank euch habe ich inzwischen über 15.000 Follower auf Facebook und konnte bereits einige Auszeichnungen wie den Skoutz-Award 2021 gewinnen.
Bücher
Abseits des Mainstreams: Hier findest du eine sorgfältig zusammengestellte Auswahl von Neuerscheinungen aus Kleinverlagen und dem Self-Publishing. Diese Plattform bietet eine Bühne für frische Stimmen und besondere Geschichten, die darauf warten, von dir entdeckt zu werden.
Hellas mitten ins Herz 2 - Leonidas küsst man nicht
Neni Newi
Belletristik
Sie hält ihn für unerträglich – Er hält sie für mindestens genauso nervtötend.
Emma reist zur Hochzeitsfeier ihrer Mutter Lia nach Rhodos. Schmählich von ihrem Freund sitzengelassen, verbringt sie einige Tage im Haus ihrer Mutter, während diese sich auf Hochzeitsreise befindet.
Immer wieder läuft ihr auf der Insel der gutaussehende, aber raubeinige Grieche Leonidas über den Weg. Charmant, frech und mit einem unverschämt guten Gespür dafür, Frauen den Kopf zu verdrehen. Liebe? Sieht er eher locker. Flirten? Darin ist er ein unschlagbarer Experte.
Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein.
Und trotzdem scheint das Schicksal ausgerechnet bei ihnen beschlossen zu haben, ein bisschen Chaos zu stiften.
Liebe auf Umwegen – mit Herz, Witz und humorvollem Wortgefecht.
Wachsam bleiben - Gemeinsam Senioren vor Betrug schützen
Thomas R. Müller
Fach- und Sachbuch
Ein Anruf, eine weinende Stimme, und binnen Minuten ist das Ersparte der Eltern weg. Jedes Jahr fallen tausende ältere Menschen in Deutschland auf Schockanrufe, den Enkeltrick oder gefälschte Support-Anrufe herein, nicht weil sie leichtgläubig sind, sondern weil Betrüger gezielt Stress, Zeitdruck und Vertrauen ausnutzen. Dieses Buch zeigt, wie diese Maschen wirklich funktionieren und was Familien konkret dagegen tun können, ohne die eigenen Eltern zu bevormunden. Von der ersten schwierigen Gesprächseröffnung über Sperrlisten am Router bis zum Familien-Codewort liefert jedes Kapitel Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die sich an einem gemeinsamen Nachmittag umsetzen lassen. Ergänzt um Checklisten, einen Notfallzettel zum Ausschneiden und aktuelle Zahlen aus Polizeistatistik und Forschung, ist dieses Booklet der Leitfaden, den jede Familie braucht, bevor das Telefon klingelt. Schützen Sie, wer Ihnen wichtig ist, bevor der nächste Anruf kommt.
Das Booklet wird von uns komplett kostenlos weitergegeben.
Vorharzdorf Bollenstedt. Abgeschieden. Nicht mal ein Hausarzt verirrt sich hierhin, also gewährleistet Freddie Töpperwien gemeinsam mit seiner Mutter die medizinische Versorgung des Dorfes - bis sie eines Tages entführt wird. Die bizarre wie gnadenlose Forderung der Kidnapper: 250 Blutkonserven im Austausch für die Mutter. In seiner Not beschließt Freddie, die Dorfbewohner in die Pflicht zu nehmen. Was nach einer einfachen Aktion klingt, wandelt sich angesichts widerspenstiger Dorforiginale und einem zunehmend nervösen Freddie aber mehr und mehr zum Albtraum …
Odysseus: Die Odyssee neu erzählt als historischer Thriller
Tatjana Grass
Krimis und Thriller
Zwei Menschen. Zwei Kriege. Ein Wettlauf, von dem keiner der beiden etwas ahnt.
Odysseus und Penelope.
Nach dem Sieg in Troja kämpft Odysseus auf See nicht gegen Ungeheuer, sondern gegen Stürme und Menschen, die ihn tot sehen wollen. Jede Insel ein neuer Gegner, jeder Strand eine mögliche Falle. Er hat gelernt: Wer zu lange vertraut, überlebt nicht bis zur nächsten Küste.
In Ithaka führt Penelope einen anderen Krieg, leiser, aber nicht weniger gefährlich. Zehn Jahre ohne ein Lebenszeichen reichen jedem in Ithaka als Beweis, dass Odysseus tot ist, und ein Königreich ohne König ist eine Einladung. Ein Palast voller Männer, die es auf den Thron abgesehen haben. Gelingt es der Königin, ihren Sohn und ihre Krone zu beschützen?
Zwei Fronten. Die Uhr tickt. Und niemand, der weiß, ob der oder die andere überhaupt noch lebt.
Wer zuerst verliert, verliert für beide.
1.800 Kilometer bis zur Wahrheit. Und niemand will, dass sie ankommen.
Seit 48 Jahren sendet etwas ein Signal aus der Tiefe des Valles Marineris, dem größten Grabensystem des Mars. Aber niemand spricht darüber.
Leo findet die zensierten Dateien. Suki kann den Rover fahren. Eli kennt die Systeme. Benny versteht die Wissenschaft. Und Kai – Kai ist der Sohn der Kommandantin, die ihnen verbieten wird zu gehen.
Eine Expedition durch die lebensfeindlichste Landschaft des Mars. Ohne Erlaubnis. Ohne Hilfe.
Was die fünf Teenager in der Tiefe finden, wird nicht nur ihre Zukunft verändern.
Es wird entscheiden, wem der Mars gehört.
Darum geht es:
Das Jahr 2045. Die Menschheit hat den Mars kolonisiert, aber die 500 Bewohner von Olympus 1 leben nach strengen Regeln und unter der Kontrolle multinationaler Konzerne. Als die Freunde entdecken, dass irgendjemand seit Jahrzehnten ein mysteriöses Signal aus dem Valles Marineris unterdrückt, beschließen sie, selbst nach Antworten zu suchen.
Aber zuerst müssen sie an AURA vorbei. Die KI überwacht jede Tür, jeden Schritt, jede Ration. Wie stiehlt man Sauerstoff, Wasser, Nahrung, Notunterkünfte und Werkzeug – genug für 1.800 Kilometer hin und zurück – ohne dass AURA Alarm schlägt?
Was als jugendliche Rebellion beginnt, wird zu einem Wettlauf gegen die Zeit und Gegner, die ihnen eng auf den Fersen sind. Die Teenager stehlen Ausrüstung und einen Rover und brechen zu einer 1.800 Kilometer langen Expedition durch Marsstürme, lebensfeindliche Kälte und gefährliches Gelände auf. Was sie in der Tiefe des größten Canyons des Sonnensystems finden, könnte die gesamte Zukunft der Mars-Kolonisation verändern – und die Frage beantworten, wem dieser Planet wirklich gehört.
Das erwartet Dich:
Eine spannende Science-Fiction-Geschichte mit realistischer Weltraum-Technologie, starken Charakteren und einer Rebellion gegen ungerechte Autorität.
Wissenschaftlich fundiert.
Jede technische und wissenschaftliche Herausforderung in diesem Buch basiert auf aktueller Marsforschung von NASA und ESA. Lebenserhaltungssysteme, Geologie und die Methoden der Ressourcenplanung sind plausibel und detailliert recherchiert. Wer echte Wissenschaft und spannende Abenteuer auf dem Mars schätzt, findet hier eine glaubwürdige, faszinierende Vision der nahen Zukunft.
100 NASA-Regeln für erfolgreiches Projektmanagement
Thomas R. Müller
Wirtschaft
Projektmanagement auf höchstem Niveau: Lernen von der NASA!
Es stellt sich die Frage, auf welche Weise eine effiziente Steuerung komplexer Projekte gewährleistet werden kann, ohne dass dabei der Überblick verloren geht. Wie können Risiken beherrscht und die Zusammenarbeit optimiert werden? Die Beantwortung dieser Fragen erfolgt in diesem Buch, welches sich auf die bewährten Projektmanagement-Prinzipien der NASA stützt. Diese haben sich in der anspruchsvollsten Disziplin überhaupt bewährt, der Raumfahrt.
Die NASA-Regeln: Praxisorientiert, umfassend und präzise.
Die 100 Tipps, Tricks und Best Practices, die Jerry Madden im Laufe seiner Karriere zusammengetragen hat, wurden in einer systematischen Einordnung den Wissensgebieten des PMI (Project Management Institute) zugewiesen. Unabhängig davon, ob es um Planung, Steuerung, Risikomanagement oder Stakeholdermanagement geht – dieses Buch unterstützt Sie dabei, im Projektmanagement herausragende Ergebnisse zu erbringen.
Eine einzigartige Kombination aus Theorie und Praxis.
Die Erläuterungen sind prägnant, die Betrachtungen kritisch und die Fallstudie durchgehend. Auf diese Weise wird jede Regel greifbar gemacht. Es wird aufgezeigt, warum Projekte oft anders verlaufen als geplant, wie administrative Hürden elegant überwunden werden können und warum Kooperation und Transparenz die Schlüssel zu erfolgreichem Projektmanagement sind. Die Ordnung der Regeln nach PMI-Wissensgebieten schafft eine Orientierung und unterstützt die gezielte Weiterentwicklung der individuellen Stärken.
\"Erfolg ist kein Zufall, sondern das Ergebnis harter Arbeit, kluger Entscheidungen und eines starken Teams.\" – Jerry Madden, NASA