Zwischen den Welten liebten wir uns (Sina Maré)
„Wo die Liebe Grenzen sprengt, beginnt die Magie“
Bisweilen genügt ein einziger Augenblick, um selbst uralte Gesetze ins Wanken zu bringen. In „Zwischen den Welten liebten wir uns“ entführt Sina Maré ihre Leserinnen und Leser in vier fantastische Welten, in denen Drachen lieben, Körper zu einem ungewöhnlichen Zuhause werden und selbst Seelensammler ihre Regeln vergessen. Vier Geschichten, vier Begegnungen und eine gemeinsame Frage: Was darf Liebe kosten?
Einzigartig finde ich die ungewöhnlichen Ideen, mit denen die Autorin vertraute Fantasywesen aus ihren gewohnten Bahnen lockt. Hier ist Liebe kein Zauberspruch, der sämtliche Wunden heilt, sondern ein Wagnis voller Sehnsucht, Sinnlichkeit und moralischer Grauzonen. Mal schimmert Romantik zwischen den Zeilen, mal wird es düster, überraschend oder herrlich schwarzhumorig.
Sina Marés Schreibstil wirkt in der Buchpräsentation klar, bildhaft und geheimnisvoll. Prägnante Fragen wecken die Neugier, während die knappen Andeutungen Raum für eigene Bilder und Gedanken lassen. Gerade dieses Spiel mit dem Ungewissen macht den besonderen Reiz aus.
Fazit: Vier abgeschlossene Geschichten versprechen abwechslungsreiche Lesestunden voller Magie und emotionaler Grenzgänge. Nicht jede Liebe ist für die Ewigkeit bestimmt, und nicht jedes Märchen endet glücklich. Doch manchmal genügt eine einzige Begegnung, um eine ganze Welt zu verändern. Ein Buch für alle, die gern dorthin reisen, wo das Unmögliche plötzlich ein Herz bekommt.
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