Vino, Rausch und Katzenjammer (Viola Eigenbrodt)
„Wo der Wein fließt, lauert manchmal auch das Verbrechen.“
Ein Gestiefelter Kater, ein Toter in einer Pfütze, Faschingstrubel und dazu eine gehörige Portion Vino – Viola Eigenbrodts „Vino, Rausch und Katzenjammer“ serviert einen Kriminalfall, der ebenso charmant wie ungewöhnlich daherkommt. Was zunächst nach ausgelassener Feierlaune am Gardasee klingt, verwandelt sich plötzlich in einen rätselhaften Mordfall, bei dem Brigadiera Patti Mayrhofer nicht nur beruflich gefordert ist. Denn ausgerechnet das Opfer hatte am Vorabend noch mit ihr geflirtet.
Mir hat besonders gefallen, wie leichtfüßig sich Spannung, Humor und italienisch-südtiroler Lebensgefühl miteinander verbinden. Meran und der Gardasee werden dabei zu mehr als bloßen Schauplätzen – sie verleihen der Geschichte Wärme, Farbe und dieses ganz besondere Urlaubsgefühl, während zwischen Wein, Karneval und persönlichen Verwicklungen die Wahrheit gesucht wird.
Fazit: Statt blutiger Schwere erwartet einen ein augenzwinkernder Cosy Crime mit liebenswertem Lokalkolorit und einer Ermittlerin, die mitten im Geschehen steckt. Für mich ist das genau die richtige Lektüre für alle, die beim Rätseln gerne schmunzeln und sich gedanklich an sonnige Ufer entführen lassen. Ein Krimi wie ein Glas guter Vino: spritzig, aromatisch und mit einem kleinen Nachgeschmack, der Lust auf mehr macht.
🍷🐾😸🔎🍇 | 5
