Der müde Löwe und die Kunst der Erholung (Dr. Sebastian Altfeld und Dzevad Karic)
„Auch ein Löwe darf einfach mal die Augen schließen.“
Was für eine schöne und zugleich wichtige Reise! In „Der müde Löwe und die Kunst der Erholung“ begegnen wir Leopold, einem Löwen, der eigentlich für Stärke und Kraft steht – und trotzdem erschöpft ist. Auf seinem Weg durch die Savanne trifft er auf verschiedene Tiere, die ihm zeigen, dass Erholung weit mehr bedeutet, als einfach nur die Füße hochzulegen.
Besonders gefallen hat mir, wie spielerisch hier fachliches Wissen mit einer kleinen märchenhaften Geschichte verbunden wird. Statt erhobenem Zeigefinger gibt es Impulse, Übungen und Denkanstöße, die sich erstaunlich leicht in den eigenen Alltag mitnehmen lassen. Dabei spricht das Buch auch ein Gefühl an, das ich gut nachvollziehen kann: dieses schlechte Gewissen, wenn man einmal nichts „leistet“.
Für mich liegt die besondere Stärke darin, Erholung nicht als Belohnung nach getaner Arbeit zu betrachten, sondern als etwas, das wir genauso brauchen wie Schlaf, Nahrung und Bewegung. Die liebevollen Illustrationen unterstreichen den warmen Charakter zusätzlich.
Fazit: Ein wohltuendes Buch, das nicht dazu auffordert, noch mehr zu schaffen, sondern daran erinnert, rechtzeitig innezuhalten. Manchmal ist es eben keine Schwäche, müde zu sein. Manchmal ist es die klügste Entscheidung, eine Weile einfach Löwe zu sein – und zu ruhen.
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