Es war doch eine schöne Kindheit (Judith Pohl)
„Manchmal heilt nicht das Vergessen – sondern das Verstehen.“
„Es war doch eine schöne Kindheit“ von Judith Pohl ist ein außergewöhnlich einfühlsamer Ratgeber über das, was oft unsichtbar bleibt: emotionale Vernachlässigung. Ohne Schuldzuweisungen zeigt die Autorin, dass ein sicheres Zuhause und eine behütete Kindheit dennoch eine leise Leerstelle hinterlassen können – das Gefühl, nie wirklich gesehen oder verstanden worden zu sein. Mit großer Wärme, psychologischem Feingefühl und einer wertschätzenden Sprache führt sie durch die drei Schritte Erkennen, Verstehen und Nachnähren. Anschauliche Beispiele, verständliche Erklärungen und behutsame Impulse machen Mut, die eigene Geschichte mit Mitgefühl zu betrachten und neue Wege zu sich selbst zu finden. Dieses Buch drängt nicht, sondern begleitet – sanft wie ein Licht, das lange verborgene Räume erhellt. Es schenkt keine einfachen Antworten, sondern Verständnis, Hoffnung und die Gewissheit, dass Heilung Zeit haben darf.
Fazit: Ein tief bewegendes, kluges und nachhaltig nachwirkendes Buch, das Trost spendet und zeigt, dass der erste Schritt zur Veränderung darin liegt, die eigene Vergangenheit liebevoll anzunehmen.
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