Backport (Frank Neugebauer)
Das Lesen des Klappentextes hat mich schon sehr neugierig auf diesen Roman gemacht, da es alles bietet, was mich ebenfalls fasziniert: Agententätigkeit, Militär, Cybersecurity und Informatik und all das noch zusammen gepackt in einen Thriller.
Jetzt mal im Ernst…Kann es noch besser werden?
Gleich zu Beginn lernen wir Braun kennen, der aufgrund seiner Auslandseinsätze unter PTBS leidet und daher eigentlich vom Dienst freigestellt wurde. Dennoch will er seinem früheren Kameraden Dreier bei der Suche nach seinem verschwundenen Freund helfen und ihm mit seinem Wissen zur Seite stehen.
Und genau dieses Wissen ist es auch, was mich beim Lesen des Romans so fasziniert hat. Es war nicht nur der Bezug zu militärischen oder geheimdienstlichen Tätigkeiten, sondern auch die Verknüpfung von Informationen mit aktuellen technischen Möglichkeiten. Man merkt sofort, dass hier echte Expertise einfließt, die der Story eine enorme Glaubwürdigkeit verleiht.
Braun war es auch, der mich am meisten begeistert hat – was evtl. auch an der Vielschichtigkeit seines Charakters lag. Ebenso mochte ich Brunner sehr gern und Dreier, auch wenn ich mir von ihm manchmal mehr Loyalität gegenüber seinem Kameraden gewünscht hätte.
Doch auch die Handlungsorte sind atmosphärisch beschrieben und verleihen der Geschichte noch mehr Tiefe. Die Auflösung des Falls strotzt nur so vor cleveren Fallstricken und unvorhersehbaren Wendungen, sodass ich gerade vom Ende und dessen Auflösung vollkommen überwältigt war.
