Aschermittwoch (Beate Winter)
„Wo die Masken fallen, beginnt die Wahrheit zu sprechen.“
„Aschermittwoch“ von Beate Winter ist für mich ein Krimi, der seine Spannung nicht mit lautem Getöse entfacht, sondern wie ein Schatten langsam über die Geschichte zieht. Nach dem Rosenmontagsball wird Romy Seifert, als Marilyn Monroe verkleidet, tot aufgefunden. Doch damit beginnt das eigentliche Rätsel erst: Kilian Frommelt hat sie kurz zuvor noch lebendig gesehen. Was ist geschehen – und wer verbirgt sich hinter welcher Maske?
Besonders reizvoll fand ich die Verbindung aus ausgelassener Karnevalsstimmung und einer zunehmend düsteren Atmosphäre. Zwischen Verkleidungen, Eifersucht, alten Gefühlen und persönlichen Geheimnissen entfaltet sich ein Fall, bei dem nichts so eindeutig scheint, wie es zunächst wirkt. Immer wieder werden neue Spuren gelegt, Verdächtige geraten ins Visier und bereits geglaubte Gewissheiten geraten ins Wanken.
Dabei haben mir besonders die menschlichen Facetten des Ermittlerteams gefallen. Kilian Frommelt und seine Kollegen wirken greifbar und lebendig, während sich die Handlung Stück für Stück zu einem stimmigen Puzzle fügt.
Fazit: Für mich ist „Aschermittwoch“ ein atmosphärischer Krimi mit einer originellen Ausgangsidee, cleveren Wendungen und einem gelungenen Finale. Ein Buch über Masken – und darüber, was geschieht, wenn sie fallen.
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