Alles ihre Schuld (Andrea Mara)
Marissa Irvine plant, ihren Sohn Milo an der von Jenny angegebenen Adresse abzuholen. Er war zu einem Playdate eingeladen, aber Milo ist dort nicht anzufinden, und die Frau, die ihr die Tür öffnet, kennt ihn nicht. Eine umfassende Suche wird gestartet, doch von dem vierjährigen Jungen fehlt jede Spur. Es verbreiten sich Gerüchte, und es wirkt so, als ob er von einer jungen Frau entführt worden wäre.
Die Autorin versteht es hervorragend, die größte Angst aller Eltern in einen fesselnden Thriller zu verwandeln. Für Marissa beginnt ein wahrer Albtraum, als ihr Kind plötzlich spurlos verschwindet. Es gibt keine Nachricht, keine Forderung und nicht den kleinsten Hinweis darauf, was geschehen ist. Gerade diese Ungewissheit sorgt von der ersten Seite an für eine beklemmende Stimmung.
Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, insbesondere aus der Sicht von Marissa und Jenny. Dadurch entsteht ein hohes Tempo und man erhält immer neue Informationen, ohne das Gesamtbild sofort zu erkennen. Zwar wird relativ früh deutlich, wer hinter den Ereignissen stecken könnte, doch die Hintergründe bleiben lange im Dunkeln. Mehrere Todesfälle machen die Handlung zusätzlich spannend und sorgen immer wieder für neue Fragen.
Bis zum Ende habe ich mitgerätselt. Jedes Mal, wenn ich dachte, die Wahrheit entdeckt zu haben, überraschte mich die Autorin mit einer neuen Wendung. Die entscheidende Überraschung am Ende hat mich völlig überrumpelt und war für mich in keiner Weise voraussehbar.
Fazit: Dieses Buch ist ein fesselnder Pageturner, den ich kaum aus der Hand legen konnte. Spannend, bedrückend und voller unerwarteter Wendungen. Die Spannung bleibt konstant hoch und hat mich mit einer packenden Handlung beeindruckt. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne
