Prost, auf die Fischer - Kommissar Tischler ermittelt (Friedrich Kalpenstein)
„Wo selbst der Tod noch auf ein Prost wartet, beginnt die spannendste Geschichte.“
Mit „Prost, auf die Fischer“ entführt Friedrich Kalpenstein wieder nach Brunngries – dorthin, wo die Berge Geschichten erzählen, die Dorfkneipen ihre Geheimnisse hüten und hinter manch freundlichem Lächeln eine Überraschung lauert. Als bei einem eigentlich harmlosen Ausflug der Dienststelle eine Leiche im Fischernetz entdeckt wird, ist es mit der bayerischen Gemütlichkeit allerdings erst einmal vorbei. Tischler und Fink nehmen die Ermittlungen auf und stoßen dabei auf einen Kreis von Verdächtigen, in dem längst nicht alles so beschaulich ist, wie es scheint.
Besonders gefallen hat mir die wunderbare Mischung aus Kriminalfall, Humor und heimeligem Lokalkolorit. Die Spannung entsteht nicht durch blutige Effekte, sondern durch geschickte Spuren, menschliche Abgründe und die Frage, wem man eigentlich trauen kann. Gleichzeitig sorgen die vertrauten Figuren, ihre kleinen Eigenheiten und natürlich Dackeldame Resi immer wieder für ein Schmunzeln.
Fazit: Für mich ist dieser zwölfte Fall wie ein gemütlicher Abend in Bayern: draußen die Landschaft, drinnen ein gutes Getränk und irgendwo dazwischen ein Mord, der unbedingt aufgeklärt werden möchte. Ein charmant-spannender Provinzkrimi, der zeigt, dass Mord und Gemütlichkeit durchaus nebeneinander Platz finden können.
🍺🍺🍺🍺🍺 | 5
