Finn Denver - Täuschung (Bastian Martschink)
„Wer der Zukunft vertraut, muss lernen, dass auch sie lügen kann.“
Mit „Finn Dever – Täuschung“ entführt Bastian Martschink seine Leser erneut in eine Welt, in der Wahrheit und Illusion gefährlich nah beieinanderliegen. Finn Dever ist für mich dabei alles andere als ein gewöhnlicher Ermittler: Dank seines KI-Implantats kann er mögliche Zukunftsverläufe erkennen – und doch muss er erfahren, dass selbst diese außergewöhnliche Gabe ihn nicht vor Irrwegen schützt.
Eine Schießerei in einem Nachtclub, mehrere Tote, widersprüchliche Spuren und ein mysteriöser FBI-Agent sind erst der Anfang. Als auch der Blackvale-Ripper wieder auftaucht, wird aus einem einzelnen Fall ein faszinierendes Netz aus Geheimnissen, Manipulation und Verrat. Besonders mochte ich, wie geschickt die Geschichte immer wieder mit meinen eigenen Vermutungen gespielt hat. Gerade wenn ich dachte, einen Schritt voraus zu sein, öffnete sich eine neue Tür.
Finn und Kate Okon bilden dabei ein spannendes Ermittlerduo, dessen unterschiedliche Stärken sich wunderbar ergänzen. Die Mischung aus klassischem Krimi, Thriller, schwarzem Humor und KI-Thematik verleiht dem Roman seinen ganz eigenen Zauber. Für mich ein wendungsreicher, ungewöhnlicher Krimi, der bis zum Schluss die Frage offenhält: Wem kann man glauben, wenn sogar die Zukunft täuschen kann?
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