Der Roman des Jahre 2025: Platz 2 in der Kategorie Thriller und Krimis

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Asa

Zoran Drvenkar

Die 14‑jährige Asa Kolbert versteckt sich in der winterlichen Uckermark vor Männern, die seit Tagen Jugendliche jagen – ein Szenario, das zunächst wie ein brutales „Spiel“ wirkt, aber mit einem grausamen Ritual ihrer Gemeinschaft verknüpft ist. Die Handlung springt zwischen Asas verzweifeltem Überlebenskampf im Schnee, Rückblenden in die Geschichte ihrer Familie und Zeitebenen, die bis ins frühe 20. Jahrhundert reichen.​
Stück für Stück begreift Asa, dass sie Teil eines Systems ist, das Gewalt und Unterwerfung seit Generationen weitergibt und legitimiert. Als sie die volle Wahrheit erkennt, kippt der Roman in einen Rachethriller, in dem sie nicht mehr nur Opfer, sondern aktive Gegenspielerin wird – mit Konsequenzen für alle, die das Ritual tragen.
Unsere Jury hält das für „Hunger Games in der ostdeutschen Provinz“ und lobt die „perfekte Konstruktion“ des Plots, der über mehr als 100 Jahre die Genealogie von Gewalt und Faschismus nachzeichnet. Asa wird dort als bester deutschsprachiger Kriminalroman 2025 bezeichnet, weil er Thriller-Spannung mit einer verstörend präzisen Analyse von ideologischer Gewalt verbindet.