Zurück ins Leben Hand in Hand (Nadine Neu)

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Zu diesem Buch muss ich einmal den Klappentext vorweg einstellen: Ted Myers, Ranger im Rocky Mountain National Park, steht mit beiden Füßen fest im Leben, bis ihm ein tragischer Unfall seine Frau und damit jeglichen Halt nimmt. Seines Lebensmittelpunkts beraubt gibt er sich selbst auf. In der Einsamkeit der Berge sucht Ted nach dem Sinn seiner Existenz – bis ein in jeder Hinsicht außergewöhnlicher Fremder auftaucht und ihm zeigt, dass Weglaufen keine Option ist.

Diese Geschichte ist tatsächlich besonders. Die Charaktere sind facettenreich und fein ausgearbeitet. Ihre Stärken und vor allen ihre Schwächen sind spürbar und zeigen, das jeden auch einen Kampf mit sich selbst führt. Wie wichtig Familie und eine stabile Kindheit ist aber auch wie jeder mit einem traumatischen Erlebnis oder tragischen Unfall umgeht. Ted erwischt es da volle Breitseite und sein Schmerz, sein Versagen und seine Ängste spürt man auch zwischen den Zeilen. Der unbekannte Fremde spielt für seine Zukunft eine wichtige Rolle und ist definitiv faszinierend und aussergewöhnlich. Sein Leben in einer einsamen Berghütte, inmitten der Natur, heilt nicht nur Ted`s Wunden auch sein Leben nimmt eine andere Wendung. Zurück ins Leben spielt in der unglaublichen Natur des Rocky Mountain National Park in Colorado aber auch die Tierwelt und nicht zuletzt das harte Leben eines „Selbstversorgers“ werden hier bildreich, anschaulich und lebendig erzählt. Der Schreibstil war für die verschiedenen schwierigen Themen feinfühlig, empfindsam und emphatisch. Die Anziehungskraft zwischen den Familienmitgliedern und Freunde aber auch zwischen dem Fremden und Ted greifbar und bewegend. Alles zusammen eine sehr emotionale Geschichte um den Kampf zurück ins Leben. 

Conny Mang

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