Zeittüren (Yves Gorat Stommel)

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Nachdem ich “Die unglaublichen Erlebnisse des Levy Lemmots” und “Flimmernde Schatten” gelesen haben wusste ich in etwa was mich bei Yves Gorat Stommel erwartet und war natürlich neugierig. “Flimmernde Schatten” war schon sehr anspruchsvoll aber “Zeittüren” toppt das ganze noch um einiges. Ich muss gestehen das ich von Physik keine Ahnung habe und mich bei dem Prinzip der Tunnelwelt mit all seinen Berechnungen, Horoskope, Zeitenverschiebung und Zeitphasendifferenz ganz schön durchbeissen musste. Zwischenzeitlich auch mal den Faden verloren und mich auf die Suche nach ihm gemacht habe. Es waren zum Teil zu lange Erklärungen, die ich gerne kürzer gehabt hätte aber sicherlich für jemand anderen genau die richtige Länge hatten um alles zu verstehen. Ich konnte der Geschichte trotzdem folgen und fand sie sehr interessant. Die Hauptprotagonisten James, Simon und Niklas erleben tolle Abenteuer sowohl freundschaftlicher als auch krimineller Natur. Durch die Tunnel in entfernte Länder zu unterschiedlichen Zeiten zu gelangen ist spannend aber auch gefährlich. Der Prolog, mit der Geschichte von Titus und Lucius im Amphitheater, gibt den Startschuss zu einer fantasie- und anspruchsvollen Fantasiegeschichte mit irren Weltenaufbau, zahlreichen Wegen und Wendungen und richtungsweisende Katzen. Ein toller Schreibstil der den/die Leser/in ein eine andere Welt entführt und mit gutgewählte Protagonisten punktet. Niklas, der vorlaute und unverschämte Langfinger ist mit Simon, dem achtjährigen intelligenten Jungen ein gutes Team. James mit seinen 13 Jahren trifft auf Walker, der ihn in seine Lehre nimmt. Doch scheint nicht jeder das zu sein was er vorgibt. Am Ende bekommt die Story noch ein Hauch Crime und somit der Höhepunkt der Geschichte.

Klappentext

isige Luft kroch träge durch den Fensterrahmen hinein, sich vorwärts tastend wie eine hungrige Schlange in einen Kaninchenbau. Fröstelnd steckte Niklas sein T-Shirt in die Hose. Noch vor wenigen Sekunden hatte er in der prallen Julisonne geschwitzt. Doch hier war es nicht nur winterlich kalt, es herrschte außerdem tiefste Nacht. 

Was haben das italienische Verona vor 2000 Jahren, die argentinische Provinz in zwei Sekunden, die hawaiianische Steilküste gestern und das Ruhrgebiet im Hier und Jetzt gemeinsam? Sie alle sind verbunden mittels geheimnisvoller Zeittüren – Abkürzungen durch Raum und Zeit.
Niklas stößt durch Zufall auf eine dieser Verbindungen. Doch die auf der anderen Seite des Durchgangs liegende Villa ist wie ausgestorben. Menschen sind nicht zugegen, weil die mittels den Zeittüren besuchten Orte in der Zeit verschoben sind. Damit bieten sie in Niklas’ Augen ausgezeichnete Bedingungen für das Begehen nicht aufklärbarer Straftaten!
Zumindest insofern sich seine entfremdete Familie, sein abergläubischer Hehler, die interessierte Polizei, ein zeitreisendes Nagetier und andere unwillkommene Gestalten nicht einmischen – was sie zu Niklas’ Ärger selbstverständlich augenblicklich tun …

Conny Mang

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