Secret Service: Die geheime Geschichte der Agenten, die den US-Präsidenten schützen sollen (Carlon Leonnig, Hoffmann und Campe Verlag)

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Das erste Buch über den Secret Service überhaupt – Pulitzer-Preisträgerin Carol Leonnig erzählt die Geschichte des Geheimdienstes, der vor allem dafür bekannt ist, den Präsidenten der USA zu schützen. Ihre Recherchen lassen die Erfolge und Skandale des Secret Service in völlig neuem Licht erscheinen. Sie erzählt von stolzen Agenten, die sich in den Kugelhagel werfen, der auf Präsident Reagan niedergeht, aber auch vom großen Versagen bei dem Mord an John F. Kennedy. Davon, wie das Selbstverständnis, die Demokratie und den Präsidenten zu schützen, im Laufe der Zeit immer weiter erodiert, wie internes Fehlverhalten und Budgetkürzungen bewirken, dass der Secret Service seiner Aufgabe zunehmend nicht mehr gerecht wird. Unter Obama und Trump eskaliert die Situation hinter den Kulissen schließlich. Leonnigs Fazit: Heute ist der Dienst praktisch nicht mehr in der Lage, Joe Biden zu schützen, einen Präsidenten, der so schwerwiegende Drohungen erhält wie kaum ein Präsident vor ihm. Mithilfe von Top-Secret-Informationen gelingt es Leonnig, tief in die Arbeitsweise und das Selbstverständnis des Secret Service einzusteigen, der Geheimdienst, der wie kein zweiter in die dramatischen Momente der US-Geschichte verwickelt war.

Rezension: Interessante Einblicke in einen US Geheimdienst
Das Buch ist ein Streifzug durch die Geschichte des US-Geheimdienstes. Es wird kurz von den Ursprüngen im 19JH erzählt, konzentriert sich dann aber auf die fünf Abschnitte Kennedy bis Nixon, Ford bis Clinton, Bush, Obama und schließlich Trump. Man erfährt dabei nicht nur einzelne „Stories“ über die Präsidenten und die Auswirkungen auf den Geheimdienst (z.B. als Kennedy unbedingt im Meer baden wollte), sondern wird auch in den größeren Rahmen der Entwicklung eingebunden. Alles in allem ein sehr interessantes Buch.
Was ich persönlich schade finde, ist das es doch sehr „amerikanisch“ ist. Der Prolog ist eine Lobhudelei für tolle Journalisten und Patriotismus. Auch etwas mehr Stringenz in der chronologischen Abfolge hätte mir das Leben erleichtert. Der deutsche Leser hat mitunter nicht dasselbe Vorwissen, wie ein amerikanischer Leser.
Ein Lob gebührt den fünf Übersetzer die das Buch sauber zu übersetzen.
⭐ ⭐ ⭐ ⭐ /5 Sterne von mir und eine Leseempfehlung für Geschichtsinteressierte an diesem Thema.

Peter Brendt

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