Feuerblut – Der Schwur der Jagdlinge (Aisling Fowler, Verlag Dragonfly)

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Im gefrorenen Wald lauern die Schatten der Vergangenheit
»Ich widme mein Leben dem Kampf gegen die Dunkelheit und werde allen sieben Clans gleichermaßen dienen« – das hat Zwölf geschworen, um vom Jagdbund aufgenommen und als Jagdling ausgebildet zu werden. Nicht einmal ihre Mentorin Silber ahnt, dass Zwölf ganz andere Pläne hat. In ihrem Herzen brennt der Wunsch nach Rache an dem Clan, der ihre Familie auslöschte, lichterloh. Doch bevor Zwölf zur Jägerin aufsteigt, überfallen Kobolde den Bund, töten Silber und entführen das wunderliche Mädchen namens Sieben. An der Seite des magischen Steinhundes, der den Bund seit jeher beschützt, begibt sich Zwölf in den gefrorenen Wald. Kann sie Sieben aus den Fängen der Entführer befreien? Um den Gefahren zu trotzen, die auf sie warten, muss Zwölf sich ihrer Vergangenheit stellen und endlich Frieden mit sich selbst schließen.
Packende Fantasy-Action: Ein Mädchen entdeckt die Feuermagie, die in ihr schlummert!

Rezension
Ein Mädchen lebt in einer Gesellschaft, die von konkurrierenden Clans bestimmt wird. Einzig die äußere drohende Gefahr von magischen Wesen (fiese Kobolde und anderes Gesocks) sorgt dafür, dass die „Kämpfer der Loge“ von allen Clans akzeptiert werden – sozusagen als magische Polizei. Ansonsten sind sich die Clans spinnefeind. Nach einem Angriff mit vielen Toten tritt ein Mädchen der Loge bei – aber nicht um als Magiepolizistin andere zu beschützen, sondern um erst Kämpfen zu lernen und dann das Massaker an ihrem Clan blutig zu rächen.
Der Stil ist unterhaltsam und das Buch flüssig zu lesen. Einzig, dass die Heldin dann zum Ende auch noch Feuermagie erlernt, erscheint mir als überflüssige Eskalation. Um im Endkampf alle zu retten, hat sie dann eben doch mehr Glück als Verstand. Und am Ende haben sich alle lieb. (Also ganz in guter Tradition von Harry Potter, wobei man sich die Heldin mehr als Hermine mit Buch in der einen und Doppelaxt in der anderen Hand vorstellen kann – und das wiederum ist eine gute Nachricht.)
Bücher mit „Gewalt ist die Lösung“ finde ich nicht ganz optimal, weil es immer so scheint, als würden dem Protagonisten/Autor gute Ideen fehlen. „Mia Raloris“ hat das als Kinder-&Jugendbuch besser gelöst, indem ein Krieg sogar gewaltfrei durch Verhandlungen verhindert wird. Ob das Abfackeln von Kobolden mit Feuermagie nun zu den Botschaften gehört, die man heute senden will – ich weiß nicht. Aber Buch wurde ja auch nicht für mich geschrieben, sondern für die YA-Gruppe. Und es ist tatsächlich mit vielen kleinen Einfällen geschmückt und gut lesbar. Und weil es dabei noch deutlich besser als 99% der aktuell erhältlichen Magie-, Vampir., Werwolf- und Dystopie-Romane für jugendliche Leser ist, bekommt es volle Punktzahl von mir.

Peter Brendt

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